Es war super! Ich bin sozusagen angefixt
Die Burg in Rieneck finde ich als Veranstaltungsort absolut genial. Gute Unterbringung, alles in sehr gutem Zustand und sauber, und das Essen war auch in Ordnung.
Wir haben sehr viel gespielt:
Am Freitag ein Abenteuer in Lauenstein, bei dem ein mysteriöser Selbstmord aufzuklären war. Wir waren zwar nicht die besten Detektive, haben aber aus den wenigen Hinweisen, die wir gefunden haben, und mit viel Glück das Ritual verhindert - und dabei alle im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte überlebt. Vielleicht mit der Einschränkung des Privatdetektivs, dem wir ein gewisses Buch in seinen Händen verbrennen mussten, damit er aufhört, darin zu lesen...
Am Samstag nachmittag dann Disharmonie beim Autoren des Abenteuers - absolut genial. Großartiger Spielleiter und sehr lustige Gruppe. Ein Musiklehrer kommt ziemlich blutig ums Leben (im Leichenschauhaus verteilen sich die Einzelteile auf Fächer zwei, drei und fünf...) und die Familie versucht neben der Klärung der letzten Angelegenheiten auch herauszubekommen, woran der gute Mann verstorben ist. Schnell führt die Spur zu einer mysteriösen Spieluhr, aus der alles andere als harmonische Töne erklingen... Leider habe ich das Ende mit Zerstörung der Welt verpasst, weil ich für das Krimidinner angemeldet war.
Joe hat am Nachmittag bei der Freeform mitgespielt und war am Schluss erstens tot und zweitens begeistert.
Bei dem Krimidinner wusste ich ja in etwa, was mich erwartet, auch wenn ich dieses Setting noch nicht kannte. Ein paar cthulhoide Elemente wurden natürlich auch eingebaut, und der Pathologe, der der Gesellschaft blutverschmiert das vergiftete Herz des Toten als Beweisstück A präsentiert hat, war schlicht "shocking". Das wir am Schluss die falsche Person als Mörder gehängt haben, ist ja auch eher typisch
Danach spontan das Life, das ebenfalls sehr spaßig war. Teilweise konnte man sich richtig schön reinsteigern und auch ein bisschen gruseln. Der Punkt, an dem ich erfahren habe, dass ich schon seit zwei Tagen tot bin, war für beide beteiligte Spieler echt geil. Am Ende ist es etwas ins Komische abgeglitten, als ein Kleinkrimineller versucht hat, eine Leiche als "Opfer" loszuwerden, aber immerhin waren am Schluss etwa die Hälfte der Beteiligten tot, das Ritual konnte sowieso nicht durchgeführt werden, weil die beiden einzigen, die wussten, wie das geht, sich gegenseitig getötet haben (mit etwas Unterstützung eines verdeckten und vor allem christlichen Polizisten, der damit sein Ziel erreicht hat)...
Am Sonntag haben wir noch in einer spontanen Römerrunde mitgespielt und gegen Zombies, Hexen und lebende, mit Tentakeln um sich schlagende Bäume bekämpft. Dabei habe ich es tatsächlich geschafft, meinem Anführer das Leben zu retten. Nachdem er allerdings erst den fünften Glückswurf geschafft hat, bin ich mir nicht sicher, ob er nicht doch lieber tot gewesen wäre, anstatt mit einer verbleibenden Stärke von 1 den Rest seines Daseins vor sich hin zu vegetieren...
Insgesamt also ein tolles Wochenende mit vielen lustigen Spielrunden und noch lustigeren Leuten. Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, sind wir beim nächsten Mal wieder dabei
Die Heimfahrt wäre übrigens grenzwertig, nachdem ich irgendwie nie mehr als drei oder vier Stunden Schlaf abgekommen habe. Zum Glück habe ich sowas schon geahnt und mir für heute frei genommen, damit ich Zeit zum Ausschlafen habe
Jetzt hoffe ich nur noch, dass wir ein paar der lustigen Leute Ende August in Biberach wiedersehen. Werbung habe ich jedenfalls gemacht!