Eribanus hat geschrieben:Daß man Leuten Mut macht, selbst zu leiten,
Wem es an Mut gebricht, der fürchtet sich vor dem Unbekannten, vor dem Uneinschätzbaren. - MEHR INFORMATION hilft das Unbekannte zu kennen, das Uneinschätzbare einzuschätzen.
Wenn man weiß, was für unterschiedliche Arten Spieler einen erwarten könnten, dann kann man darauf viel gelassener reagieren und damit umgehen, als wenn man sich eine tolle gewaltfreie Kriminalgeschichte als erstes Abenteuer ausgedacht hat, und dann von einem Butt-Kicker, der nach spätestens zwei Stunden keine Geduld mehr hat und irgendeinen Kampf provoziert, sein Szenario zerschossen bekommt. - Der Butt-Kicker wird immer noch die Geduld beim Krimi-Szenario verlieren und nicht das bekommen, was er sich vom Spiel erwartet, aber auch als Neuling unter den Spielleitern weiß man, daß man einem Butt-Kicker nur ordentlich Action einschenken muß und er ist zufrieden. So kann man seine Ungeduld kanalisieren und eine Verfolgungsjagd nach einem fliehenden Verdächtigen oder einen Überfall durch Kumpels des Täters auf ihn hinzufügen und er ist zufrieden.
Mut bekommt man, wenn man Sicherheit gewinnt, daß man die Herausforderungen, die eine Spielleiter-Rolle darstellt, auch bewältigen kann. Und um diese Sicherheit zu gewinnen bzw. zu vermitteln gibt es in den allermeisten Rollenspielen die Spielleiterkapitel mit den Empfehlungen an die Spielleiter-Neulinge! wie sie dieses Spiel am besten leiten sollten, was sie beachten sollten, usw. - Spielleitertips eben. - Und das macht MUT.
Eribanus hat geschrieben:und nicht ihnen eine Messlatte vorlegt, die ideal ist, also nie erreicht werden kann.
Wo wurde hier von irgendwem eine "Meßlatte" vorgelegt? - Da verstehst Du etwas falsch.
Ist denn der Unterschied zwischen Informationen, die einem Interessierten weiterhelfen, und einer Darstellung eines "idealen Spielleiters" nicht klar. - Wo wurde denn hier ein Ideal vorgestellt?
Alles dreht sich hier nur um "Handzettel" zum Thema der Diskussion. - Keine "Doktorarbeit", keine "Prüfung", keine "Meßlatte", kein "Ideal".
Vera hat das ja klar dargelegt. Was hat sie anders gelesen oder anders verstanden als Du und Mike und andere hier?
Eribanus hat geschrieben:Anfangs geht es nur darum den Mut zu finden zu leiten, der Rest kommt später.
Das Thema des ersten Spielleiter-Stammtisches wurde gesetzt als "Was wollen die Spieler?". - NICHT: "Wie macht man Neueinsteigern 'Mut' sich die Spielleiter-Rolle zuzutrauen?"
Möchtest Du ein ANDERES Thema vorschlagen?
Meine Hilfestellungen gehen davon aus, daß die Klarheit über die Erwartungen der Spieler einem angehenden Spielleiter (und auch schon erfahrenen Spielleitern!) MUT machen wird, sich das Leiten zuzutrauen. - Insofern finde ich das von Stefan gewählte Thema durchaus passend.
Wollen denn noch mehr potentielle Teilnehmer ein anderes Thema?
Eribanus hat geschrieben:Zugegeben, die Spielertypen sind interessant, aber muss man das wirklich wissen, um sein erstes Mal zu leiten?
Müssen, muß man garnichts. - Man kann, wenn man sich mit ausreichend großem Selbstbewußtsein zutraut, auch ohne jegliche Regelkenntnis und ohne jegliches sonstiges Handwerkszeug eines Spielleiters Spielrunden anbieten und sie leiten. Solche Beispiele hatten wir auch im Verein schon ein paar mal erleben können.
Es HILFT dabei seine Spielrunde aus unterschiedlichen Spielerpersönlichkeiten besser einschätzen zu können. Die Beschäftigung mit Spielertypen gibt einem mehr Urteilskraft und Handwerkszeug bei Problemsituationen, vor denen angehende Spielleiter oft Angst haben.
Man "muss" also nichts über die Spielertypen wissen. Aber wenn man die Gelegenheit hat, darüber einmal zu lesen und ggf. bei einer Diskussion nachfragen zu können, dann HILFT das schon ordentlich weiter.
Rollenspiel als sehr von den Persönlichkeiten der Spielenden abhängige Beschäftigung stellt einiges an Anforderungen an soziale Fähigkeiten von Spielleitern. Insbesondere die Achtsamkeit und die Urteilskraft hinsichtlich der Stimmung der Spieler und der Gruppe als Ganzes ist hier wichtig. - Die kann man durch jahrzehntelanges Spielleiten lernen (eventuell, wenn man stets kritisch seine Runden reflektiert), oder man kann sich der Erfahrungen anderer Leute, die diese kompakt, einfach formuliert und leicht verständlich sowie leicht nachvollziehbar dargelegt haben, bedienen.
Es ist kein "Muss", aber eine HILFE.
Eribanus hat geschrieben:Die Spielleitertypen sind nur Negativbeispiele, und demotivieren somit zusätzlich.
Das betrifft nur den zweiten, absichtsvoll die negativen Ausprägungen darstellenden Beitrag von "JS". Der erste, der von "Georgios" hat ausschließlich positive Ausprägungen. - Aber es ist schon schön, daß Du Dir diese Spielleitertypen angeschaut hast, da auch ein negatives Beispiel HILFT eigene Fehler zu vermeiden.
Wenn man sieht, wie man es nicht machen sollte, dann kann man dies mit seinen eigenen Erfahrungen als Spieler mit seinen unterschiedlichen Spielleitern vergleichen und erkennt so sehr gut, was diese Spielleiter GUT gemacht haben. - Lerneffekte durch negative Beispiele eben.