BALOU hat geschrieben:@Frank
Ich wußte ja gar nicht, das Du so ein D&D-Fan bist.
Ich habe mit
BECMI-D&D (Basic, Expert, Companion, Master, Immortals Set) angefangen. D&D war mein zweites Rollenspiel, nach Gamma World 1st Ed. - Das war zu Schulzeiten 1979. Wir sind dann bald zu AD&D 1st Ed. gewechselt.
D&D-like Fantasy spiele ich immer noch am liebsten. - Nur heute mit Regelsystemen, die genauso leicht zu beherrschen sind wie früher und dabei alle Eigenschaften moderner, zeitgemäßer Regelsysteme haben.
BALOU hat geschrieben: Ich würde gerne auch mal wieder spielen. Wie sieht´s aus hast Du Zeit und Lust mal D&D zu leiten.
Ich leite STÄNDIG D&D - jedoch nicht mit einem der D&D-Regelsysteme.
Der Aufwand, den die Spielleiteraufgaben bei der Vorbereitung bei D&D (seit dem alten BECMI-D&D STEIGEND!) erfordern, hat mich mit der 3.5 dazu gebracht, D&D an den Nagel zu hängen. Ich konnte einfach mit meinem Job und meinen Kampfkunst-Aktivitäten nicht mehr die Zeit für die umständliche Rumrechnerei bei D&D 3E aufbringen. Seit ich auf andere, spielleiterfreundlichere Regelsysteme gewechselt bin, spiele ich trotz wenig Zeit sogar mehrere Kampagnen PARALLEL. Das geht, weil die Aufwände mit meinem aktuellen Regelsystem KRASS niedriger ausfallen und ich mich trotz wenig Zeit voll auf die Abenteuerhandlung und nicht auf "Balancing" und "Encounter-Level-Anpassung" konzentrieren muß.
BALOU hat geschrieben:Ich würde aber die 3.0/3.5 Edition bevorzugen,
Mich hat (beinahe) die 3E vom Rollenspiel abgebracht, so gefrustet war ich mit dieser schlechtesten, existierende D&D-Regelfassung. - Ich kaufe zwar jede Menge D&D 3E Abenteuer und Settingbände (auch D20 Modern), aber nur als Basis für eine Conversion. Ich habe somit in den letzten Jahren viel mehr D&D-Material (altes wie neues) gespielt, als ich in meiner aktiven 3E-Zeit überhaupt zu spielen hinbekommen konnte.
BALOU hat geschrieben: da meiner Meinung nach die 4.0 nichts mehr mit Rollenspielen zu tun hat.
Dann fehlt Dir zur Meinungsbildung ganz eindeutig MEHR INFORMATION über die 4E. - D&D 4E ist ganz normales Rollenspiel. Jedoch fehlt hier der Zwang zum knallharten Durchoptimieren der Charaktere, den man bei 3E ständig spürt. 4E spielt sich lockerer und "spielfreudiger". Es ist ein leichter erlernbares und vom Spielleiter auch leichter zu leitendes Regelsystem als alle bisherigen D&D-Versionen, ausgenommen die uralte BECMI-D&D-Fassung.
BALOU hat geschrieben:Was nicht heißen soll das Ich diese auch gerne mal Spielen würde.
Solltest Du. - Du wirst Dich wundern, wie weit weg die 4E-Spielpraxis von den Vorurteilen, die Du oben geäußert hast, tatsächlich ist.
Klar hat die 4E Schwächen. Schwächen, die mich bei meiner aktuellen Wahl des Regelsystems im Vergleich ausgesprochen zufrieden sein lassen. Ich habe 4E ausprobiert und 4E kann nicht all das, was ich bei meinem aktuellen Regelsystem finde. Daher bleibe ich bei meiner aktuellen Wahl. - Gäbe es dieses aber nicht, wäre ich sofort bei 4E engagiert.
BALOU hat geschrieben:Hat aber mit Rollenspiel nicht mehr so viel zu tun, sondern ist eher eine Aneinanderreihung von taktischen Gefechten.
Das ist einfach verkehrt. - Mal eines von vielen Regeltechnik-Elementen hier erwähnend: Skill Challenges. Das sind sogar sehr innovativ-"forge"-ige Nicht-Kampf-Herausforderungen, die enormes Gewicht auf Rollenspiel im Sinne von Charakterdarstellung und sozialer Interaktion legen. Diese sind von Grund auf in das Encounter-Modell der 4E-Szenarien integriert und nicht nur "nette rollenspielige Anhängsel", wie bei allen früheren Regelfassungen.
Wenn es nur um "taktische Gefechte" geht, dann ist das D&D-Miniaturen-Tabletop immer noch die bessere Wahl vor einem D&D-4E-Rollenspiel.