Forenrollenspiel: Land in Sicht!
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Auf halbem Weg besinnt sich Master Geoffrey jedoch, daß es keinen Sinn machen wird sich beim Kapitän über den bloßen Körpergeruch eines Seemanns zu beschweren...
Dieses enge Aufeinanderleben wird wohl noch die eine oder andere unannehmliche Überraschung mit sich bringen. Und der Geruch des Rudergängers Isaak Swain dürfte die geringste unter ihnen sein.
Auch Sam Higgins, der euer Gepäck in die Kabine gebracht hat, geht zu den Segeln und macht sich bereit, auf den Befehl des Kapitäns die Segel zu setzen. Hoffentlich kommen ihm dabei seine vielen seltsamen Amulette, die er um den Hals trägt, dabei nicht in die Quere...
Dieses enge Aufeinanderleben wird wohl noch die eine oder andere unannehmliche Überraschung mit sich bringen. Und der Geruch des Rudergängers Isaak Swain dürfte die geringste unter ihnen sein.
Auch Sam Higgins, der euer Gepäck in die Kabine gebracht hat, geht zu den Segeln und macht sich bereit, auf den Befehl des Kapitäns die Segel zu setzen. Hoffentlich kommen ihm dabei seine vielen seltsamen Amulette, die er um den Hals trägt, dabei nicht in die Quere...
- The Dodger
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Bevor Gareth der jungen Dame auf ihre Frage antworten kann, dringt ein fürchterlicher Gestank in die Kabine und Mc Dougan fängt an zu würgen, während sich die junge Dame ein Tuch vor die Nase hält. Kurz darauf stürmt Thomas sich die Nase zuhaltend Richtung Deck an der Tür vorbei. Memmen fährt es Gareth in den Sinn. Sind halt nichts gewohnt, die „feinen“ Leute. Zwar empfand auch er den Geruch, der von einem der Rudergänger auszugehen schien, als unangenehm, doch es machte ihm nichts aus, da er im Laufe seines Berufes schon Menschen behandelt hatte, die wesentlich schlimmer rochen. Nachdem sich der Geruch größtenteils verzogen hatte, ging er kurz zu seinem Köfferchen, nahm ein paar Kräuter heraus und gab sie Mc Dougan. Hier, kaut das, dann wird Eure Übelkeit schnell vergehen. riet er ihm.
Anschließend widmete er sich wieder der jungen Dame.
Um auf Eure zweite Frage zurückzukommen: Soweit ich weiß, wird das Schiff bald ablegen, ich denke, wir werden in etwa einer Stunde den Hafen verlassen. Wo Euer Gepäck verblieben ist, kann ich Euch nicht sagen, doch solltet Ihr den Matrosen namens Higgins danach fragen, er hat alles Gepäck verstaut. Doch nun verzeiht mir, ich werde kurz nach Thomas schauen, auch ihn schien die Übelkeit zu übermannen.
Nachdem er noch ein paar weitere Kräuter aus seinem Koffer genommen hat, macht er sich auf, dem großen Mann auf das Deck zu folgen.
Anschließend widmete er sich wieder der jungen Dame.
Um auf Eure zweite Frage zurückzukommen: Soweit ich weiß, wird das Schiff bald ablegen, ich denke, wir werden in etwa einer Stunde den Hafen verlassen. Wo Euer Gepäck verblieben ist, kann ich Euch nicht sagen, doch solltet Ihr den Matrosen namens Higgins danach fragen, er hat alles Gepäck verstaut. Doch nun verzeiht mir, ich werde kurz nach Thomas schauen, auch ihn schien die Übelkeit zu übermannen.
Nachdem er noch ein paar weitere Kräuter aus seinem Koffer genommen hat, macht er sich auf, dem großen Mann auf das Deck zu folgen.
- Lhankor Mhy
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"Die gesunde Seeluft wird in ihrer Bekömmlichkeit bei weitem überbewertet", sagt Wickham, dankbar dafür, daß Thomas - schon leicht grünlich im Gesicht nach dieser selbst für einen Iltis beleidigenden Geruchswolke - sein Porridge nicht großzügig über den Kabinenboden verteilt hat, sondern es tapfer bis an Deck durchgehalten hat. Wie unpassend diese Störung, gerade in dem Moment, wo sich Thomas wohl einiger Details erinnerte, die zu wissen Wickham durchaus recht begierig ist.
'Ich sehe besser mal nach ihm', denkt sich Wickham, 'auf daß er nicht dem einen oder der anderen Heilkundigen zum Opfer falle.' Wickham nimmt sich seinen Hut und klopft von außen an die Stelle, wo sich in seiner Rocktasche ein Handfläschchen mit dem guten Port, den der zweite Earl von Sussex an ihn verloren hat, befindet. Zügigen Schrittes geht Wickham aus seiner Kabine , deren einzige und noch recht neue Türe in das Gemeinschaftszimmer aufgeht. Ein kurzer Blick in die Runde vergewissert ihn, daß weder Thomas noch der Medicus anwesend sind. "Hoffentlich komme ich nicht zu spät!" murmelt Wickham vor sich hin, als sein Blick auf den schottischen Mitreisenden fällt, der sich bisher durch eine eher stoische Haltung, im harten Kontrast zur allgemeinen Geschäftigkeit an Bord, ausgezeichnet hatte. Er scheint irgendwelche undefinierbaren Pflanzen zu kauen - ein paar Büschel hängen ihm noch im Bart. Aus seinem Mund läuft ein bräunlicher Speichelfaden. 'Seltsame Sitten, haben sie ja schon, die Schotten - ich bin heilfroh, daß ich solche noch nicht bei Thomas bemerkt habe. - Nun ja, zumindest nicht übermäßig viele...' denkt sich Wickham und geht den Kopf nur kurz vor der Schwester und der anderen Mitreisenden neigend, an Deck auf der Suche nach Thomas...
'Ich sehe besser mal nach ihm', denkt sich Wickham, 'auf daß er nicht dem einen oder der anderen Heilkundigen zum Opfer falle.' Wickham nimmt sich seinen Hut und klopft von außen an die Stelle, wo sich in seiner Rocktasche ein Handfläschchen mit dem guten Port, den der zweite Earl von Sussex an ihn verloren hat, befindet. Zügigen Schrittes geht Wickham aus seiner Kabine , deren einzige und noch recht neue Türe in das Gemeinschaftszimmer aufgeht. Ein kurzer Blick in die Runde vergewissert ihn, daß weder Thomas noch der Medicus anwesend sind. "Hoffentlich komme ich nicht zu spät!" murmelt Wickham vor sich hin, als sein Blick auf den schottischen Mitreisenden fällt, der sich bisher durch eine eher stoische Haltung, im harten Kontrast zur allgemeinen Geschäftigkeit an Bord, ausgezeichnet hatte. Er scheint irgendwelche undefinierbaren Pflanzen zu kauen - ein paar Büschel hängen ihm noch im Bart. Aus seinem Mund läuft ein bräunlicher Speichelfaden. 'Seltsame Sitten, haben sie ja schon, die Schotten - ich bin heilfroh, daß ich solche noch nicht bei Thomas bemerkt habe. - Nun ja, zumindest nicht übermäßig viele...' denkt sich Wickham und geht den Kopf nur kurz vor der Schwester und der anderen Mitreisenden neigend, an Deck auf der Suche nach Thomas...
- Vera
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Beim Verlassen der Kabine bietet sich Master Geoffroy folgendes Szenario:
Schwester Ilsegart wird kreidebleich. Noch vor einigen Sekunden versuchte sie ein Gespräch mit dem rothaarigen Schotten zu beginnen, doch nun springt sie auf um sofort wieder auf die Knie zu fallen und sich wild zu bekreuzigen:
"Großer Gott, das kann nur der Geruch eines Teufels sein. Und glaubt mir liebe Leute, ich habe die Teufel schon oft gerochen.
Immer und immer wieder steigt mir dieser Geruch in die Nase. Fallt auf die Knie, und betet zu der heiligen Jungfrau
Maria und dem Allmächtigen das er Euch aufnehme in sein Reich und Euch beschütze auf dieser langen Reise auf das ihr nicht fallet in die Hände des Bösen."
Schwester Ilsegart fängt mit gesenkten Kopf an zu etwas unverständliches zu murmeln. Erschreckt schauen die Anwesenden auf die am Boden kauernde Nonne, die ihren Rosenkranz so fest umschlossen hält das man weiße Flecken an ihren Knöcheln sehen kann.
Schwester Ilsegart wird kreidebleich. Noch vor einigen Sekunden versuchte sie ein Gespräch mit dem rothaarigen Schotten zu beginnen, doch nun springt sie auf um sofort wieder auf die Knie zu fallen und sich wild zu bekreuzigen:
"Großer Gott, das kann nur der Geruch eines Teufels sein. Und glaubt mir liebe Leute, ich habe die Teufel schon oft gerochen.
Immer und immer wieder steigt mir dieser Geruch in die Nase. Fallt auf die Knie, und betet zu der heiligen Jungfrau
Maria und dem Allmächtigen das er Euch aufnehme in sein Reich und Euch beschütze auf dieser langen Reise auf das ihr nicht fallet in die Hände des Bösen."
Schwester Ilsegart fängt mit gesenkten Kopf an zu etwas unverständliches zu murmeln. Erschreckt schauen die Anwesenden auf die am Boden kauernde Nonne, die ihren Rosenkranz so fest umschlossen hält das man weiße Flecken an ihren Knöcheln sehen kann.
- Lhankor Mhy
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Nachdem er das Deck des kleinen Schiffes erreicht hat, braucht Gareth nicht lange nach Thomas zu suchen, einen Mann dieser Größe übersieht man nicht so leicht. Thomas lehnt schwer atmend an der Reling und sieht so aus, als ob er sich bereit übergeben hätte und es wahrscheinlich gleich wieder tun würde. Gareth geht zu ihm hinüber und überreicht ihm zwei der Kräuterpflanzen, die er auch dem Schotten gegeben hat.
“Hier, kaut zwei oder drei dieser Blätter, und Ihr werdet schnell wieder in der Lage sein, eurem Herrn zu dienen, guter Thomas. Nehmt auch die restlichen an Euch, es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ihr diesem Geruch ausgesetzt seid. Sie sollen auch sehr gut gegen die Seekrankheit sein, sollte sie Euch heimsuchen.
Anschließend lehnt sich Gareth neben Thomas an die Reling und betracht das geschäftige Treiben auf dem Schiff und im Hafen.
“Hier, kaut zwei oder drei dieser Blätter, und Ihr werdet schnell wieder in der Lage sein, eurem Herrn zu dienen, guter Thomas. Nehmt auch die restlichen an Euch, es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ihr diesem Geruch ausgesetzt seid. Sie sollen auch sehr gut gegen die Seekrankheit sein, sollte sie Euch heimsuchen.
Anschließend lehnt sich Gareth neben Thomas an die Reling und betracht das geschäftige Treiben auf dem Schiff und im Hafen.
- Lhankor Mhy
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Wickham erscheint gerade noch rechtzeitig an Deck um mitanzusehen, wie der Medicus ein Büschel Kräuter in Thomas Hand drückt und etwas zu ihm sagt. Wickham will noch herüberrufen, als ein ruppiges "Wahrschau achtern!" hinter ihm ertönt. Mit einer durch extensive Praxis verläßlich gewordenen Behendigkeit weicht er einem verschwitzten Matrosen mittleren Alters aus, der gerade einen Pack undefinierbaren Inhalts, jedoch sperrig und wohl auch schwer, über das Deck trägt. Außer seiner dahingegrollten Warnung machte er keine Anstalten Wickham auszuweichen.
'Ungehobelt, wie man es von dieser Art erwarten sollte. Da ist mit Erziehung wohl auch nichts mehr auszurichten.' denkt sich Wickham, bevor er sich wieder in die Richtung wendet, in der Thomas und der Medicus zuletzt zu sehen waren.
Thomas steht, etwas bleich im Gesicht, mit dem Kräuterbüschel in der Rechten unschlüssig dort, wo er ihn zuletzt sah, während der Medicus, ganz Selbstzufriedenheit, in schlechter Körperhaltung an der Reling lehnt.
Wickham nähert sich schnell, den Medicus nur eines kurzen Kopfnickens als Ehrbezeugung würdigend, seinem Diener und Vertrauten. "Thomas, halt ein! Bedenke, was kurz vor Neuss geschah. timeo danaos, et dona ferentes! " sagt Wickham und zückt das Handfläschchen aus seiner Rocktasche. "Ich denke, dies hilft Dir schneller wieder zu einem erträglicherem Geschmack im Mund und zur gesunden roten Wangen, als jede bittere Medizin." spricht er, und drückt Thomas das metallene, mit feinmodellierten Jadgszenen verzierte Fläschchen in die linke Hand.
Wickham wendet sich zum Medicus: "Werter Master Stratton, nicht im Entferntesten möchte ich Eure Befähigung in Fragen der Heilkunde in Zweifel ziehen. Ich kenne meinen Mann jedoch etwas länger als Ihr, und daher habe ich diesen kleinen Vorsprung etwas besser zu ahnen, was er im Moment nötig hat." Er neigt den Kopf etwas zur Seite, so daß er etwas besser unter dem breiten Hut auf Thomas schauen kann, der gerade zum zweiten Zug aus dem Fläschchen ansetzt.
"Master Stratton, ihr habt nicht zufällig ähnliche Kräuter, wie Ihr sie gerade eben meinem guten Thomas überreicht habt, seinem Landsmann, dem schweigenden Schotten in der Kabine der Gemeinen verabreicht?"
Der Medicus blickt Wickham offen ins Gesicht und sagt mit selbstsicherer Miene: "Ja, das habe ich. In nicht einer halben Stunde wird er wieder so wohlauf sein, als wäre nicht dieser Pesthauch durch das Zimmer gefegt. Diese Kräuter sind ein wirkungsvolles Mittel um ein Zuviel an Phlegma aus den Säften des Körpers zu treiben."
"Und der Ehrwürdigen Schwester Ilsegart habt Ihr auch etwas davon gegeben?" hakt Wickham nach.
Etwas verwundert nimmt der Medicus eine aufrechtere Haltung ein und entgegnet: "Wie kommt Ihr den zu dieser Annahme, Master Wickham? Ist die gute etwa auch unpäßlich. Sollte mir dies entgangen sein?" Er steht nun wieder gänzlich frei auf eigenen Füßen und wirkt etwa besorgt.
Thomas, der wohl nun genug 'Medizin' intus hat, ist auch interessiert und fragt, während er Wickham das Handfläschchen zurückreicht:
"Ist etwas mit der guten Schwester, Master Geoffrey? Sprecht doch. Und was ist mit meinem Landsmann"
Nun lehnt sich Wickham gemütlich, aber weitaus eleganter als es der Medicus vermochte, an die Reling und gibt beiden eine kurze Schilderung der Szene im Gemeinschaftsraum. "Und was eventuell unbeabsichtigte Effekte Eures das Phlegma bekämpfenden Krautes anbelangt, so ist eine Veitstanz-Aufführung und ein ungesunder bräunlicher Sabber aus dem Munde nicht gerade etwas, was ich gute Fürsorge nennen würde."
Bestürzt läuft Thomas mit nur wenigen Schritten seiner langen Beine zur Kabinentür, reißt diese auf und verschwindet aus Wickhams Sicht. Der Medicus tut es ihm langsam genug nach, daß Wickham ihm noch nachrufen kann "Seid doch zufrieden, Master Stratton, Eure Behandlung hatte doch einen vollständigen Erfolg!"
Wickham verweilt noch ein paar Atemzüge lang an der Reling lehnend, bevor er betont ohne Eile zur Gemeinschaftskabine geht, neugierig auf den Stand der Dinge darinnen...
'Ungehobelt, wie man es von dieser Art erwarten sollte. Da ist mit Erziehung wohl auch nichts mehr auszurichten.' denkt sich Wickham, bevor er sich wieder in die Richtung wendet, in der Thomas und der Medicus zuletzt zu sehen waren.
Thomas steht, etwas bleich im Gesicht, mit dem Kräuterbüschel in der Rechten unschlüssig dort, wo er ihn zuletzt sah, während der Medicus, ganz Selbstzufriedenheit, in schlechter Körperhaltung an der Reling lehnt.
Wickham nähert sich schnell, den Medicus nur eines kurzen Kopfnickens als Ehrbezeugung würdigend, seinem Diener und Vertrauten. "Thomas, halt ein! Bedenke, was kurz vor Neuss geschah. timeo danaos, et dona ferentes! " sagt Wickham und zückt das Handfläschchen aus seiner Rocktasche. "Ich denke, dies hilft Dir schneller wieder zu einem erträglicherem Geschmack im Mund und zur gesunden roten Wangen, als jede bittere Medizin." spricht er, und drückt Thomas das metallene, mit feinmodellierten Jadgszenen verzierte Fläschchen in die linke Hand.
Wickham wendet sich zum Medicus: "Werter Master Stratton, nicht im Entferntesten möchte ich Eure Befähigung in Fragen der Heilkunde in Zweifel ziehen. Ich kenne meinen Mann jedoch etwas länger als Ihr, und daher habe ich diesen kleinen Vorsprung etwas besser zu ahnen, was er im Moment nötig hat." Er neigt den Kopf etwas zur Seite, so daß er etwas besser unter dem breiten Hut auf Thomas schauen kann, der gerade zum zweiten Zug aus dem Fläschchen ansetzt.
"Master Stratton, ihr habt nicht zufällig ähnliche Kräuter, wie Ihr sie gerade eben meinem guten Thomas überreicht habt, seinem Landsmann, dem schweigenden Schotten in der Kabine der Gemeinen verabreicht?"
Der Medicus blickt Wickham offen ins Gesicht und sagt mit selbstsicherer Miene: "Ja, das habe ich. In nicht einer halben Stunde wird er wieder so wohlauf sein, als wäre nicht dieser Pesthauch durch das Zimmer gefegt. Diese Kräuter sind ein wirkungsvolles Mittel um ein Zuviel an Phlegma aus den Säften des Körpers zu treiben."
"Und der Ehrwürdigen Schwester Ilsegart habt Ihr auch etwas davon gegeben?" hakt Wickham nach.
Etwas verwundert nimmt der Medicus eine aufrechtere Haltung ein und entgegnet: "Wie kommt Ihr den zu dieser Annahme, Master Wickham? Ist die gute etwa auch unpäßlich. Sollte mir dies entgangen sein?" Er steht nun wieder gänzlich frei auf eigenen Füßen und wirkt etwa besorgt.
Thomas, der wohl nun genug 'Medizin' intus hat, ist auch interessiert und fragt, während er Wickham das Handfläschchen zurückreicht:
"Ist etwas mit der guten Schwester, Master Geoffrey? Sprecht doch. Und was ist mit meinem Landsmann"
Nun lehnt sich Wickham gemütlich, aber weitaus eleganter als es der Medicus vermochte, an die Reling und gibt beiden eine kurze Schilderung der Szene im Gemeinschaftsraum. "Und was eventuell unbeabsichtigte Effekte Eures das Phlegma bekämpfenden Krautes anbelangt, so ist eine Veitstanz-Aufführung und ein ungesunder bräunlicher Sabber aus dem Munde nicht gerade etwas, was ich gute Fürsorge nennen würde."
Bestürzt läuft Thomas mit nur wenigen Schritten seiner langen Beine zur Kabinentür, reißt diese auf und verschwindet aus Wickhams Sicht. Der Medicus tut es ihm langsam genug nach, daß Wickham ihm noch nachrufen kann "Seid doch zufrieden, Master Stratton, Eure Behandlung hatte doch einen vollständigen Erfolg!"
Wickham verweilt noch ein paar Atemzüge lang an der Reling lehnend, bevor er betont ohne Eile zur Gemeinschaftskabine geht, neugierig auf den Stand der Dinge darinnen...
Zuletzt geändert von Lhankor Mhy am Sa Feb 01, 2003 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
- The Dodger
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Seine Wut mühsam unterdrückend geht Gareth so langsam wie es ihn seine Sorge erlaubt wieder Richtung Passagierkabine.
Was glaubt dieser aufgeblasene Wickham eigentlich, wer er ist! Und für was hält er mich? Schließlich bin ich kein verdammter Quacksalber, sondern ein studierter Medicus. flucht er leise vor sich hin. Veitstanz, ha, dass ich nicht lache. Wenn Wickham wirklich Ahnung von Medizin hätte, anstatt nur ein paar Fachbegriffe aufgeschnappt zu haben, mit denen er glaubt, protzen zu können, dann wüsste er, dass der Veitstanz bei Männern dieses Alters nur als Erbkrankheit auftritt, und mit diesem Kraut nichts zu tun hat. Der braune Sabber könnte allerdings daher kommen, dass der Idiot von Mc Dougan das Kraut mit Stengel gegessen hat, statt nur die Blätter zu kauen, doch auch das hat keine größeren Nebenwirkungen als einen schlechten Geschmack und einen üblen Mundgeruch.
Bevor er außer Sichtweite verschwindet, dreht sich Gareth noch mal kurz zu Wickham um und funkelt ihn an.
Selbst wenn ich nicht schon längst überzeugt gewesen wäre, dass Ihr und Euresgleichen euch vom Pöbel nur durch euren Reichtum und eure Arroganz abzeichnet, nicht aber durch wahre Größe, dann hättet Ihr es mir endgültig bewiesen. Ihr versteht eure Rache zwar in schöne Worte zu kleiden, doch ich erkenne sie dennoch. Ich hätte wissen müssen, dass Ihr meine Einmischung nicht auf euch sitzen lasst und sie ertragt wie ein wahrlich großer Mann. Aber bitte, die Überfahrt ist noch lang, und betet, dass ihr meine Kunst nicht benötigen werdet. Und glaubt ihr etwa, ich verstehe das bisschen Latein, das ihr in der Lage seid, von euch zu geben, nicht?!
Beinahe hätte Gareth die Beherrschung verloren, und Wickham das, was er denkt, entgegengeschrieen, doch er hält sich gerade noch im Zaum.
Der „Adelsmann“ hat Gareths wunden Punkt getroffen. Es gibt nicht viel, was ihn aus der Fassung bringt, doch wenn jemand seine Heilkünste beleidigt, brachte ihn das aus der Fassung. Sein Dasein als Medicus ist sein Ein und Alles, er lebt dafür, anderen zu helfen und sie zu heilen, und wenn jemand seine Heilkunst beleidigt, beleidigt er sein bisheriges Lebenswerk und seinen Lebenssinn.
Noch einmal tief durchatmend betritt er die Kabine und betrachtet die Szenerie, die sich ich dort bietet.
Was glaubt dieser aufgeblasene Wickham eigentlich, wer er ist! Und für was hält er mich? Schließlich bin ich kein verdammter Quacksalber, sondern ein studierter Medicus. flucht er leise vor sich hin. Veitstanz, ha, dass ich nicht lache. Wenn Wickham wirklich Ahnung von Medizin hätte, anstatt nur ein paar Fachbegriffe aufgeschnappt zu haben, mit denen er glaubt, protzen zu können, dann wüsste er, dass der Veitstanz bei Männern dieses Alters nur als Erbkrankheit auftritt, und mit diesem Kraut nichts zu tun hat. Der braune Sabber könnte allerdings daher kommen, dass der Idiot von Mc Dougan das Kraut mit Stengel gegessen hat, statt nur die Blätter zu kauen, doch auch das hat keine größeren Nebenwirkungen als einen schlechten Geschmack und einen üblen Mundgeruch.
Bevor er außer Sichtweite verschwindet, dreht sich Gareth noch mal kurz zu Wickham um und funkelt ihn an.
Selbst wenn ich nicht schon längst überzeugt gewesen wäre, dass Ihr und Euresgleichen euch vom Pöbel nur durch euren Reichtum und eure Arroganz abzeichnet, nicht aber durch wahre Größe, dann hättet Ihr es mir endgültig bewiesen. Ihr versteht eure Rache zwar in schöne Worte zu kleiden, doch ich erkenne sie dennoch. Ich hätte wissen müssen, dass Ihr meine Einmischung nicht auf euch sitzen lasst und sie ertragt wie ein wahrlich großer Mann. Aber bitte, die Überfahrt ist noch lang, und betet, dass ihr meine Kunst nicht benötigen werdet. Und glaubt ihr etwa, ich verstehe das bisschen Latein, das ihr in der Lage seid, von euch zu geben, nicht?!
Beinahe hätte Gareth die Beherrschung verloren, und Wickham das, was er denkt, entgegengeschrieen, doch er hält sich gerade noch im Zaum.
Der „Adelsmann“ hat Gareths wunden Punkt getroffen. Es gibt nicht viel, was ihn aus der Fassung bringt, doch wenn jemand seine Heilkünste beleidigt, brachte ihn das aus der Fassung. Sein Dasein als Medicus ist sein Ein und Alles, er lebt dafür, anderen zu helfen und sie zu heilen, und wenn jemand seine Heilkunst beleidigt, beleidigt er sein bisheriges Lebenswerk und seinen Lebenssinn.
Noch einmal tief durchatmend betritt er die Kabine und betrachtet die Szenerie, die sich ich dort bietet.
- Dor Kalach
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Thomas nahm einen vollen Schluck (denn nicht oft darf er an jener Flasche trinken, die ihm sein Herr gerade bereitwillig entgegen gestreckt hat) und wohlige Wärme durchströhmt ihn. Die Übelkeit verzieht sich und er holt tief Luft.
Als er jedoch von der Beschreibung der Zustände in der Kajüte hört ist der doch etwas bestürzt. Solle den Mitreisenden dort etwas zugestossen sein? Gar der Jungen, die er doch unbedingt noch kennen lernen wollte?
Er springt auf und rennt, oder besser schwankt noch schwach von der Übelkeit zurück zu Kajüte.
Er reisst die Tür auf und stürmt hinein.
Erschrocken verharrt er. Der Schotte, sein Landsmann sitzt apathisch auf dem Bett und sabbert vor sich hin. Auf einen Zuruf reagiert er nicht.
Die Nonne kniet am Boden und betet einen Rosenkranz, allerdings so verkrampft, dass der Herrgott an so gepressten Gebeten sicher keine Freude hat.
Sein Blick sucht das junge Mädel. Sie sitzt in einer Ecke und hält sich ein Taschentuch vor den Mund.
"Wehrte Dame sagt, wie geht es Euch? Wurde es Euch nicht auch übel?
Entschuldigt, wenn ich Euch so direkt anspreche, mein Name ist Thomas McMillan und ich bin der Leibdiener des wehrten Master Wickham.
Kann ich irgendetwas für Euch tun?"
Als er jedoch von der Beschreibung der Zustände in der Kajüte hört ist der doch etwas bestürzt. Solle den Mitreisenden dort etwas zugestossen sein? Gar der Jungen, die er doch unbedingt noch kennen lernen wollte?
Er springt auf und rennt, oder besser schwankt noch schwach von der Übelkeit zurück zu Kajüte.
Er reisst die Tür auf und stürmt hinein.
Erschrocken verharrt er. Der Schotte, sein Landsmann sitzt apathisch auf dem Bett und sabbert vor sich hin. Auf einen Zuruf reagiert er nicht.
Die Nonne kniet am Boden und betet einen Rosenkranz, allerdings so verkrampft, dass der Herrgott an so gepressten Gebeten sicher keine Freude hat.
Sein Blick sucht das junge Mädel. Sie sitzt in einer Ecke und hält sich ein Taschentuch vor den Mund.
"Wehrte Dame sagt, wie geht es Euch? Wurde es Euch nicht auch übel?
Entschuldigt, wenn ich Euch so direkt anspreche, mein Name ist Thomas McMillan und ich bin der Leibdiener des wehrten Master Wickham.
Kann ich irgendetwas für Euch tun?"
Nein, Dank für Eure Sorge. Mir geht es gut.
Aber ich glaube die Schwester fühlt sich nicht wohl. Vielleicht können wir etwas für sie tun.Ich springe auf und knie mich neben Ilsegart auf die Bodenbretter.
Schwester!Ich lege meinen Arm um Ihre zitternden Schultern und streichle sie sanft.
Fühlt Ihr Euch wohl? Braucht Ihr einen Medicus?Mein Blick sucht den Thomas Bitte versucht etwas Wasser zu besorgen, eine Erfrischung wird Ihr guttun
Ich denke nach.....was sagte meine Herrin immer wennn es schnell gehen sollte?
vite, bitte beeilt Euch!
Ich überlege......eine Stunde sagte der höfliche Mann.....dann kann ich es schaffen.....
Aber ich glaube die Schwester fühlt sich nicht wohl. Vielleicht können wir etwas für sie tun.Ich springe auf und knie mich neben Ilsegart auf die Bodenbretter.
Schwester!Ich lege meinen Arm um Ihre zitternden Schultern und streichle sie sanft.
Fühlt Ihr Euch wohl? Braucht Ihr einen Medicus?Mein Blick sucht den Thomas Bitte versucht etwas Wasser zu besorgen, eine Erfrischung wird Ihr guttun
Ich denke nach.....was sagte meine Herrin immer wennn es schnell gehen sollte?
vite, bitte beeilt Euch!
Ich überlege......eine Stunde sagte der höfliche Mann.....dann kann ich es schaffen.....
- Vera
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Schwester Ilsegart zuckt unter der Berührung der jungen Frau zusammen. Verstört dreht sie den Kopf in die Richtung aus der die Stimme kam.
"Ist er weg? Dieser schreckliche Geruch? Dieser schreckliche Mann?"
Langsam, ganz langsam steht Schwester Ilsegart wieder auf. Dankbar nimmt sie die Hilfe der jungen Frau an. Tränen und Schamesröte steigen ihr in die Augen als ihr bewußt wird wie ihr seltsames Verhalten auf die Anwesenden gewirkt haben muß.
Doch was wissen die schon von den stinkenden, brutalen und gottlosen Protestanten?
"Habt Dank für Eure Hilfe mein Fräulein" sagt Schwester Ilsegart "und verzeiht mein, nunja, barsches Auftreten. Leider mußte ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen machen und dieser abscheuliche Geruch erinnerte mich an etwas...."
Sr. Ilsegart verstummt wieder und setzt sich auf ihr Bett.
"Ist er weg? Dieser schreckliche Geruch? Dieser schreckliche Mann?"
Langsam, ganz langsam steht Schwester Ilsegart wieder auf. Dankbar nimmt sie die Hilfe der jungen Frau an. Tränen und Schamesröte steigen ihr in die Augen als ihr bewußt wird wie ihr seltsames Verhalten auf die Anwesenden gewirkt haben muß.
Doch was wissen die schon von den stinkenden, brutalen und gottlosen Protestanten?
"Habt Dank für Eure Hilfe mein Fräulein" sagt Schwester Ilsegart "und verzeiht mein, nunja, barsches Auftreten. Leider mußte ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen machen und dieser abscheuliche Geruch erinnerte mich an etwas...."
Sr. Ilsegart verstummt wieder und setzt sich auf ihr Bett.
- Daniel
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Der rothaarige Schotte liegt mit angezogenen Beinen in seiner Koje und hält sich die Arme um den Bauch. Eine unvorhersehbare Allergie gegen das Kraut des Medikus? Übertriebenes Reisefieber? Muß er gegen seinen Willen von Bord gebracht werden, ja wird er die schmerzlichen Krämpfe überhaupt überleben?
Der Medikus wird sicher gleich Gewissheit bringen...
Der Medikus wird sicher gleich Gewissheit bringen...
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Etwas enttäuscht, dass sich Rose so schnell weider anderen Dingen zuwendet blickt ihr Thomas hinterher.
Ihr fragender Blick, eine Erfrischung? Aber gerne wird er ihr solches herbeischaffen. Sein Blick wandert durch den Raum und sucht nach Wasser oder dergleichen.
Nachdem nichts greifbar erscheint, was erfrischend wirken würde, geht Thomas zu Tür und blickt hinaus.
" Ah, du da",ruft er einem herumlungernden Matrosen zu,"Besorg mir doch schnell einen Krug Wasser, einer der Mitreisenden ist unpässlich."
Der Matrose zuckt zusammen als ein Riese durch die Tür schreitet und ihn harsch anfährt. Er springt auf und beeilt sich, das Geforderte zu bringen.
Thomas wendet sich wieder dem Raum zu. Rose kniet noch bei der guten Schwester und ein Husten erreicht Thomas' Ohr.
Der Schotte liegt mitlerweile auf dem Bett und scheint sehr kraftlos zu sein. Sein Atem geht schwer und trocken. Ein trockenes Husten unterbricht immer wieder die Stille. Ich denke der Medicus sollte sich diesen Jungen doch dringend einmal anschauen, nicht dass er uns auf der Fahrt noch stirbt
In diesem Moment betritt der Medicus den Raum. Immer noch zorngerötet im Gesicht überblickt er kurz den Raum.
"Wehrter Medicus, ich fürchte unser Begleiter wird zunehmend kränker. Vieleicht solltet ihr Euch doch noch eingehender mit seiner Gesundheit befassen, um die es nicht gut gestellt zu sein scheint."
Ihr fragender Blick, eine Erfrischung? Aber gerne wird er ihr solches herbeischaffen. Sein Blick wandert durch den Raum und sucht nach Wasser oder dergleichen.
Nachdem nichts greifbar erscheint, was erfrischend wirken würde, geht Thomas zu Tür und blickt hinaus.
" Ah, du da",ruft er einem herumlungernden Matrosen zu,"Besorg mir doch schnell einen Krug Wasser, einer der Mitreisenden ist unpässlich."
Der Matrose zuckt zusammen als ein Riese durch die Tür schreitet und ihn harsch anfährt. Er springt auf und beeilt sich, das Geforderte zu bringen.
Thomas wendet sich wieder dem Raum zu. Rose kniet noch bei der guten Schwester und ein Husten erreicht Thomas' Ohr.
Der Schotte liegt mitlerweile auf dem Bett und scheint sehr kraftlos zu sein. Sein Atem geht schwer und trocken. Ein trockenes Husten unterbricht immer wieder die Stille. Ich denke der Medicus sollte sich diesen Jungen doch dringend einmal anschauen, nicht dass er uns auf der Fahrt noch stirbt
In diesem Moment betritt der Medicus den Raum. Immer noch zorngerötet im Gesicht überblickt er kurz den Raum.
"Wehrter Medicus, ich fürchte unser Begleiter wird zunehmend kränker. Vieleicht solltet ihr Euch doch noch eingehender mit seiner Gesundheit befassen, um die es nicht gut gestellt zu sein scheint."
- The Dodger
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Ohne ein Wort zu erwidern geht Gareth zu der Kajüte des Schotten, der gerade nach Luft zu schnappen versucht, als würde ihm einer die Kehle zuschnüren. Gleich darauf windet er sich in Krämpfen und bleibt nach wenigen Augenblicken in einer abnormen Stellung liegen.
Erschrocken überbrückt Gareth die letzten Schritte, doch er ist zu spät, der Puls des Mannes schlägt nicht mehr – der zweite an diesem Tag. Doch diesem wird selbst die Nonne nicht mehr helfen können.
Verdammt, Antoniusfeuer! flucht Gareth vor sich hin, als er einen kurzen Blick auf den Speichel des Mannes geworfen hat. Zum zweiten Mal an diesem Tage schließt er einem Toten die Augen. Kein Wunder, dass er vor sich hinsabberte und am ganzen Körper zitterte. Und Wickham wollte das meinen Kräutern in die Schuhe schieben.murmelt er leiser.
Dann dreht er sich zu Schwester Ilsegart um und sagt mit trauriger Stimme:
“Gute Schwester, betet für diesen Mann, ihm ist nicht mehr zu helfen.“
Als er in die Runde schaut, blickt er in fragende und misstrauische Gesichter.
“Dieser Mann starb an einer Krankheit, die man landläufig Antoniusfeuer nennt. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Ursache des Antoniusfeuers eine schwere Mutterkornvergiftung ist. Die Symptome, die ich gerade erlebt habe, deuten darauf hin: Muskelkrämpfe, Atemnot, vorhergehende Apathie. Vermutlich hat er während seiner letzten Krampfattacke einen Herzstillstand erlitten. Leider gibt es noch kein bekanntes Gegengift. Ich rate Ihnen allen, hier an Bord keinen Roggen zu essen, solange nicht sicher ist, dass Mc Dougan dieses Korn nicht hier zu sich genommen hat. Ich gehe und spreche mit dem Kapitän, er sollte sich um den Toten kümmern und seine Kornvorräte für die Überfahrt überprüfen.“
Langsamen aber steten Schrittes geht Gareth aus der Kabine, um Kapitän Clifford aufzusuchen. Hinter ihm beginnt Schwester Ilsegart leise zu beten.
Erschrocken überbrückt Gareth die letzten Schritte, doch er ist zu spät, der Puls des Mannes schlägt nicht mehr – der zweite an diesem Tag. Doch diesem wird selbst die Nonne nicht mehr helfen können.
Verdammt, Antoniusfeuer! flucht Gareth vor sich hin, als er einen kurzen Blick auf den Speichel des Mannes geworfen hat. Zum zweiten Mal an diesem Tage schließt er einem Toten die Augen. Kein Wunder, dass er vor sich hinsabberte und am ganzen Körper zitterte. Und Wickham wollte das meinen Kräutern in die Schuhe schieben.murmelt er leiser.
Dann dreht er sich zu Schwester Ilsegart um und sagt mit trauriger Stimme:
“Gute Schwester, betet für diesen Mann, ihm ist nicht mehr zu helfen.“
Als er in die Runde schaut, blickt er in fragende und misstrauische Gesichter.
“Dieser Mann starb an einer Krankheit, die man landläufig Antoniusfeuer nennt. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Ursache des Antoniusfeuers eine schwere Mutterkornvergiftung ist. Die Symptome, die ich gerade erlebt habe, deuten darauf hin: Muskelkrämpfe, Atemnot, vorhergehende Apathie. Vermutlich hat er während seiner letzten Krampfattacke einen Herzstillstand erlitten. Leider gibt es noch kein bekanntes Gegengift. Ich rate Ihnen allen, hier an Bord keinen Roggen zu essen, solange nicht sicher ist, dass Mc Dougan dieses Korn nicht hier zu sich genommen hat. Ich gehe und spreche mit dem Kapitän, er sollte sich um den Toten kümmern und seine Kornvorräte für die Überfahrt überprüfen.“
Langsamen aber steten Schrittes geht Gareth aus der Kabine, um Kapitän Clifford aufzusuchen. Hinter ihm beginnt Schwester Ilsegart leise zu beten.
- Lhankor Mhy
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Wickham vernimmt desinteressiert die Beschimpfung durch den Medicus. Eine Formulierung, die Master Stratton wählt, findet geringfügig mehr als keine Aufmerksamkeit: irgendetwas von wahrer Größe und dem (wohl stummen) Ertragen von Anmaßungen von Personen niederster Stände. 'Nun', denkt sich Wickham sanft lächelnd, 'wenn der unbeherrschte und unzivile Medicus der Meinung ist, alle anderen müßten sich bescheiden und leidensfähig in sein unerträgliches und brüskierendes Verhalten fügen, so wird er wohl auf dieser Reise etwas enttäuscht werden.'
Leicht den Kopf schüttelnd ob der Unfaßbarkeit der Enge des Weltbildes von Master Stratton, das dieser so oft es ihm möglich ist, zu demonstrieren nicht säumig wird, richtet sich Wickham auf, rückt seinen Hut zurecht und macht gerade Anstalten zur Kabinentür sich auf den Weg zumachen, als die Kabinentüre von innen geöffnet wird. Unvermittelt füllt Thomas' breite Brust den Türrahmen und er fordert einen in der Nähe befindlichen Seemann auf, einen Krug Wasser zu holen.
Der Seemann eilt zu Kombüse und Thomas verschwindet bereits wieder in der Kabine, ehe Wickham ihm noch etwas zurufen kann. 'Gut, gut', denkt Wickham, 'wollen wir mal sehen, welche Wandlung die mitreißende Szene in der Kabine von vorhin unter der behutsamen Pflege des guten Medicus gemacht hat.'
Bevor er noch zwei Schritte gemacht hat, dringen ihm wieder diese abscheulichen Körperausdünstungen des einen Seemannes in die Nase und er greift kurzentschlossen sein Riechsalzfläschchen. 'Ich habe wohl auch gehört, daß Baden eine ungesunde Aktivität darstellen soll, jedoch mag man diese Theorie dahingehend überprüfen, ob Nicht-Baden nicht viel ungesünder sei - zumindest für den Rest der Menschheit, die mit solch einem Quell übeler Dünste leben muß.'
Die Nase wieder befreit und das Riechsalz wieder an seinem Platze geht die Kabinentüre wiederum von innen auf und der Medicus geht - langsam und mit entschlossener, wenn auch etwas niedergeschlagener Miene - an Deck. 'So, ist das gute Werk wohl vollbracht? Da möchte ich doch einmal sehen, was er aus dem wilden Schauspiel mit seinen Kräutern machen konnte' denkt sich Wickham und eilt in die Gemeinschaftskabine.
Der Anblick, der sich ihm darinnen bietet, ist nicht im geringsten das, was er erwartet hatte. Thomas steht unschlüssig herum, ist - wie man seinem Gesicht ansieht - geneigt zu der Frau mit dem schlechtsitzenden Kleid und den rauhen Händen etwas zu sagen, traut sich aber dann doch nicht ganz.
Die betreffende Frau sieht etwas verstört aus und schaut abwechselnd zu der neben einer Koje stehenden Schwester Ilsegart, die leise aber entschlossen betet, und zu dem auf eben dieser Koje liegenden haarigen, wortkargen Schotten.
Was den Schotten anbetrifft, so macht dieser einen weitaus weniger lebhaften Eindruck, als vorhin, da Wickham ihn das letztemal Kräuter kauend sah. Nun dämmert es Wickham:"Bei Gott, dieser Mann ist ja tot!", entfährt es ihm mit nicht verborgener Bestürzung.
"Sagt an in Christi Namen, was ist hier vorgefallen? Hat Master Stratton diesmal sichergehen wollen, daß sein fachliches Urteil von der guten Schwester Ilsegart nicht wiederrufen werden kann?" Wickham tritt zu der Koje mit der Leiche, wirft einen Blick auf den Toten und schaut im Raum die Anwesenden nacheinander an: "Wer kann, bitte, mir erklären, warum dieser kräftige Mann nun tot darniederliegt? Sagt an Schwester Ilsegart, Eure Heilkunst schätze ich hier am meisten, ist sie doch nicht von Lieblosigkeit und mangelndem Mitgefühl getrübt, wie dies bei anderen der Fall sein mag. Was ging in den Minuten hier vor, nachdem ich den Raum verließ?" Wickham fragt dies mit solchem Ernst, daß die Ehrwürdige Schwester ihm sofort und ohne zu zögern einen Bericht der Vorfälle und eine Zusammenfassung des fachlichen Urteils des Medicus gibt.
"Weiß jemand, wer dieser Unglückliche ist? Wo lebt seine Familie? Wer soll ihm ein angemessenes christliches Begräbnis leisten? Wer muß benachrichtigt werden, von seinem Ableben?" Wickham geht unruhig auf und ab, "Der Kapitän wird schon durch Master Stratton unterrichtet, was, wie ich unseren Medicus kenne, geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Diese können wir nutzen, jenem Unglücklichen einen letzten Dienst zu erweisen und allen Notwendige zur Klärung der in solchen betrüblichen Fällen auftretenden Fragen zu tun."
Er geht zur Schwester herüber und schaut sie traurig an: "Gute Schwester, da ihr der katholischen Kirche dient und der Verstorbene als Schotte mit guter Wahrscheinlichkeit ebenfalls dieser Kirche anhing, ist es Eure Pflicht die Begräbnisriten zu gewährleisten und für seine Seele zu beten. Daher bitte ich Euch, kommt dieser Pflicht nach und kümmert Euch um das Begräbnis - ich werde Euch dabei nach meinen Kräften unterstützen." Er schaut zu Thomas hinüber, winkt ihm heranzutreten und sagt: "Thomas, sei der guten Schwester in allen Dingen behilflich. Insbesondere wird sie, um die wichtigen Unklarheiten zur Person des Verstorbenen klären zu können, Deine Hilfe beim Durchsehen seiner Dinge benötigen, auf daß Du etwas darinnen finden mögest, daß uns diese unglückliche Person erhellen mag - und vielleicht noch mehr als das. Drum geh' sogleich ans Werk, mein Guter!"
Thomas macht sich sogleich ans Werk, die Habe des Toten durchzugehen, während die Schwester sich für die Leichensalbung sammelt.
Wickham stellt sich zu der unsicher wirkenden Mitreisenden, deren Namen er noch nicht kennt und sagt: "Gute Dame, wir sind uns noch nicht vorgestellt worden, darum erlaubt bitte, daß ich mich, ob der ernsten Lage , etwas über die Formen hinwegsetze und mich einfach selbst vorstelle: Ich bin Lt. Geoffrey Wickham aus Derbyshire und mit meinem Leibdiener Thomas, den Ihr, glaube ich, schon kennt, auf der Reise nach Westindien in Geschäften, die mein persönliches Erscheinen erfordern. Und wer seid Ihr? Und wie gut kennt Ihr den Verschiedenen, wo Ihr doch wohl bereits eine Weile zusammen diese Kabine geteilt habt, bevor der Rest der Mitreisenden ankam?" Wickham schaut sie durchdringend an - sein Blick scheint sie zu durchbohren...
Leicht den Kopf schüttelnd ob der Unfaßbarkeit der Enge des Weltbildes von Master Stratton, das dieser so oft es ihm möglich ist, zu demonstrieren nicht säumig wird, richtet sich Wickham auf, rückt seinen Hut zurecht und macht gerade Anstalten zur Kabinentür sich auf den Weg zumachen, als die Kabinentüre von innen geöffnet wird. Unvermittelt füllt Thomas' breite Brust den Türrahmen und er fordert einen in der Nähe befindlichen Seemann auf, einen Krug Wasser zu holen.
Der Seemann eilt zu Kombüse und Thomas verschwindet bereits wieder in der Kabine, ehe Wickham ihm noch etwas zurufen kann. 'Gut, gut', denkt Wickham, 'wollen wir mal sehen, welche Wandlung die mitreißende Szene in der Kabine von vorhin unter der behutsamen Pflege des guten Medicus gemacht hat.'
Bevor er noch zwei Schritte gemacht hat, dringen ihm wieder diese abscheulichen Körperausdünstungen des einen Seemannes in die Nase und er greift kurzentschlossen sein Riechsalzfläschchen. 'Ich habe wohl auch gehört, daß Baden eine ungesunde Aktivität darstellen soll, jedoch mag man diese Theorie dahingehend überprüfen, ob Nicht-Baden nicht viel ungesünder sei - zumindest für den Rest der Menschheit, die mit solch einem Quell übeler Dünste leben muß.'
Die Nase wieder befreit und das Riechsalz wieder an seinem Platze geht die Kabinentüre wiederum von innen auf und der Medicus geht - langsam und mit entschlossener, wenn auch etwas niedergeschlagener Miene - an Deck. 'So, ist das gute Werk wohl vollbracht? Da möchte ich doch einmal sehen, was er aus dem wilden Schauspiel mit seinen Kräutern machen konnte' denkt sich Wickham und eilt in die Gemeinschaftskabine.
Der Anblick, der sich ihm darinnen bietet, ist nicht im geringsten das, was er erwartet hatte. Thomas steht unschlüssig herum, ist - wie man seinem Gesicht ansieht - geneigt zu der Frau mit dem schlechtsitzenden Kleid und den rauhen Händen etwas zu sagen, traut sich aber dann doch nicht ganz.
Die betreffende Frau sieht etwas verstört aus und schaut abwechselnd zu der neben einer Koje stehenden Schwester Ilsegart, die leise aber entschlossen betet, und zu dem auf eben dieser Koje liegenden haarigen, wortkargen Schotten.
Was den Schotten anbetrifft, so macht dieser einen weitaus weniger lebhaften Eindruck, als vorhin, da Wickham ihn das letztemal Kräuter kauend sah. Nun dämmert es Wickham:"Bei Gott, dieser Mann ist ja tot!", entfährt es ihm mit nicht verborgener Bestürzung.
"Sagt an in Christi Namen, was ist hier vorgefallen? Hat Master Stratton diesmal sichergehen wollen, daß sein fachliches Urteil von der guten Schwester Ilsegart nicht wiederrufen werden kann?" Wickham tritt zu der Koje mit der Leiche, wirft einen Blick auf den Toten und schaut im Raum die Anwesenden nacheinander an: "Wer kann, bitte, mir erklären, warum dieser kräftige Mann nun tot darniederliegt? Sagt an Schwester Ilsegart, Eure Heilkunst schätze ich hier am meisten, ist sie doch nicht von Lieblosigkeit und mangelndem Mitgefühl getrübt, wie dies bei anderen der Fall sein mag. Was ging in den Minuten hier vor, nachdem ich den Raum verließ?" Wickham fragt dies mit solchem Ernst, daß die Ehrwürdige Schwester ihm sofort und ohne zu zögern einen Bericht der Vorfälle und eine Zusammenfassung des fachlichen Urteils des Medicus gibt.
"Weiß jemand, wer dieser Unglückliche ist? Wo lebt seine Familie? Wer soll ihm ein angemessenes christliches Begräbnis leisten? Wer muß benachrichtigt werden, von seinem Ableben?" Wickham geht unruhig auf und ab, "Der Kapitän wird schon durch Master Stratton unterrichtet, was, wie ich unseren Medicus kenne, geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Diese können wir nutzen, jenem Unglücklichen einen letzten Dienst zu erweisen und allen Notwendige zur Klärung der in solchen betrüblichen Fällen auftretenden Fragen zu tun."
Er geht zur Schwester herüber und schaut sie traurig an: "Gute Schwester, da ihr der katholischen Kirche dient und der Verstorbene als Schotte mit guter Wahrscheinlichkeit ebenfalls dieser Kirche anhing, ist es Eure Pflicht die Begräbnisriten zu gewährleisten und für seine Seele zu beten. Daher bitte ich Euch, kommt dieser Pflicht nach und kümmert Euch um das Begräbnis - ich werde Euch dabei nach meinen Kräften unterstützen." Er schaut zu Thomas hinüber, winkt ihm heranzutreten und sagt: "Thomas, sei der guten Schwester in allen Dingen behilflich. Insbesondere wird sie, um die wichtigen Unklarheiten zur Person des Verstorbenen klären zu können, Deine Hilfe beim Durchsehen seiner Dinge benötigen, auf daß Du etwas darinnen finden mögest, daß uns diese unglückliche Person erhellen mag - und vielleicht noch mehr als das. Drum geh' sogleich ans Werk, mein Guter!"
Thomas macht sich sogleich ans Werk, die Habe des Toten durchzugehen, während die Schwester sich für die Leichensalbung sammelt.
Wickham stellt sich zu der unsicher wirkenden Mitreisenden, deren Namen er noch nicht kennt und sagt: "Gute Dame, wir sind uns noch nicht vorgestellt worden, darum erlaubt bitte, daß ich mich, ob der ernsten Lage , etwas über die Formen hinwegsetze und mich einfach selbst vorstelle: Ich bin Lt. Geoffrey Wickham aus Derbyshire und mit meinem Leibdiener Thomas, den Ihr, glaube ich, schon kennt, auf der Reise nach Westindien in Geschäften, die mein persönliches Erscheinen erfordern. Und wer seid Ihr? Und wie gut kennt Ihr den Verschiedenen, wo Ihr doch wohl bereits eine Weile zusammen diese Kabine geteilt habt, bevor der Rest der Mitreisenden ankam?" Wickham schaut sie durchdringend an - sein Blick scheint sie zu durchbohren...