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Realer Cyberpunk - New Orleans und die Südküste der USA

Verfasst: Fr Sep 02, 2005 13:24
von Helge
Das geht mir wirklich an die Nieren - die Flutkatastrophe in Asien war extrem tragisch, doch reagierte die Welt relativ zügig und schickte humanitäre Hilfe.

Doch das mächtigste Land der Welt, die Weltleitkultur hat nun erneut ein ziemlich entsetzliches Unglück erlebt (9/11 war weitaus perfider als die taktische Bombe aus dem CP2020-Background) , ist aber weder fähig mit all seiner wirtschaftlichen und technologischen Macht Hilfe zu leisten und andererseits offenbar zu stolz, die Staatengemeinschft um Hilfe zu bitten.

Die Zustände, die die Nachrichtenagenturen aus dem Süden und Südosten der USA schildern, legen IMO Zeugnis ab von einer in sich gebrochenen, zerstörten Gesellschaft, die kein Cyberpunk 2020, kein Shadowrun und kaum ein Buchautor in dieser Form veranschaulicht hat.

Beinahe fassungslos stehe ich dieser Katastrophe gegenüber...

Gruß

H.

Verfasst: Fr Sep 02, 2005 18:07
von Vera
Da stimme ich Dir uneingschränkt zu.
Ich glaube nicht das es bei der Flutkatastrophe in Asien so viele Plünderungen und Vergewaltigungen gab obwohl das Ausmaß viel größer war. Wenn ich Nachrichten im Radio höre erschreckt es mich immer wieder wie eine Gesellschaft so weit sinken kann.

Arme, dumme Amerikaner. Arme Welt.

Verfasst: Fr Sep 02, 2005 18:11
von Daniel
Ich verstehe wohl den Kern deiner (Helges) Aussage. Eine für mich jedoch größere und persönlich erschütterndere Katastrophe ist der Räumungsverkauf in Deutschland. Der Ausverkauf aller gewachsenen Unternehmen, Outsourcing aller Arbeitskräfte ins Ausland und Umstrukturierungen bis nichts mehr bleibt, und all die direkten und indirekten Folgen, wie Perspektivlosigkeit, Angst und Erwerbslosigkeit (ich sage bewußt nicht Arbeitslosigkeit).

Und diese Katastrophe fängt gerade erst an...

Verfasst: Mo Sep 05, 2005 10:51
von Helge
Daniel hat geschrieben:Ich verstehe wohl den Kern deiner (Helges) Aussage. Eine für mich jedoch größere und persönlich erschütterndere Katastrophe ist der Räumungsverkauf in Deutschland. Der Ausverkauf aller gewachsenen Unternehmen, Outsourcing aller Arbeitskräfte ins Ausland und Umstrukturierungen bis nichts mehr bleibt, und all die direkten und indirekten Folgen, wie Perspektivlosigkeit, Angst und Erwerbslosigkeit (ich sage bewußt nicht Arbeitslosigkeit).

Und diese Katastrophe fängt gerade erst an...
Stimmt auffallend, ist ebenso ein symptomatisches Merkmal - nur eben nicht so plakativ (ich habe die fiktiven Naturkatastrophen gern belächelt und die Unfähigkeit der Weltleitkultur sich zu organsieren nicht für möglich gehalten).
Was mich eben verwundert hat und zu diesem Statement verleitet hat, sind die Parallelen zur "Historie" in Cyberpunk 2020... auch die Zustände auf dem Balkan (die ja wohl nicht als geklärt gelten können), im Kaukasus, in Russland selbst (Ausbau eines regelrecht totalitären Präsidialstaates) und seinen Satelliten (1 Jahr nach Beslan)...
Russland ist neben China und den USA auch ein guter Kandidat für Deine These der totalitären Reorganistion nach der Postmoderne.
Wir leben in interessanten Zeiten - und Du weißt, dass das in China als Fluch gilt...

Gruß

H.

Verfasst: Di Okt 25, 2005 14:29
von Christoph
Weils so gut in den Thread passt und ich dem Daniel eh noch beweisen wollte, dass Cyberpunk 2020 vollkommen veraltet ist, hier der Beginn meiner (Helge wird sich sicher gleich anschliessen, denn immerhin ist der der Grossmeister des CP) Sammlung:

Schnelle Suche am 25.10.2005
http://portale.web.de/Computer/ hat geschrieben: Hamburg - Schon bald könnte Wichtiges nicht nur unter den Nägeln brennen, sondern auch auf ihnen eingebrannt und so gespeichert werden. (Foto: Archiv)

Der japanische Forscher Yoshio Hayasaki von der Universität Tokushima hat den menschlichen Fingernagel als Datenspeicher entdeckt, wie das Hamburger Magazin "Geo" in seiner Novemberausgabe berichtet.

Mit einem speziellen Laser wurden kleinste Datenpunkte in das Biomaterial gebrannt. Die Vision des Forschers: Mit dieser Methode in mehreren Schichten bis zu 800 Kilobyte Daten zu speichern - das entspricht einem kurzen Roman.

Ein so genannter gepulster Femtosekundenlaser schreibt Bildpunkte von nur 3,1 tausendstel Millimetern Größe auf den Fingernagel. So lassen sich Daten, Zahlen, Schriftzeichen oder Grafiken auf dem Nagel auftragen. Unter einem Mikroskop mit fluoreszierendem Licht werden die Informationen dann wieder sichtbar. Im Test waren die Daten auch nach fast einem halben Jahr noch abrufbar. Auf zehn Finger könnten so acht Megabyte - etwa der Speicherplatz von fünf Computerdisketten (1,44 Megabyte) - gesichert werden.
http://www.nickles.de/c/n/4493.htm hat geschrieben: In 15 Jahren marktreif
Brustimplantate mit MP3-Player
(mn) Die Computerfirma "BT futurology" ist der Ansicht, dass Brustimplantate nicht nur einem dekorativen Zweck dienen, sondern auch praktischen Nutzen bringen sollen. Dazu ist es geplant in den Implantaten eine "weiche Elektronik" einzubauen, die beispielsweise als MP3-Player dient.
Das eine Implantant enthält den Player, das andere den Datenspeicher. Die Übertragung der Daten erfolgt per Bluetooth-Kopfhörer, die Ansteuerung per Bluetooth-Fernbedienung am Handgelenk. Quelle: http://www.krone.at.

Verfasst: Di Okt 25, 2005 15:31
von Helge
Unterlagen fürs Vorstellungsgespräch werden dann auf den Fingernagel kopiert, dass erspart dann die lästige Dokumententasche (morgens nochmal die Nägel sauber geschnitten und man hat keine Unterlagen mehr).

Smartdust könnte dann Backup-Kopien davon enthalten - was aber, wenn man Anti-Schuppen-Shampoo verwendet oder durch eine Statik-Schleuse geht?

Haha - der Wetdrive in der Gummititte und was kommt dann?
Tintenstrahldrucker im Enddarm?
Ich fand schon innenbeleuchtete Rechnernetzteile sinnvoll wie 'nen Kropf.

Und eines halten wir mal fest - ich Großmeister von gar nix... Großmaul vielleicht, ja, das kommt hin.

Gruß

H.

Verfasst: Mi Okt 26, 2005 11:41
von Christoph
http://portale.web.de/Computer/Handy/msg/5986106/ hat geschrieben:Stuttgart/Wiesbaden - Moderne Mobiltelefone bringen neben MP3-Playern und Kameras auch eingebaute GPS-Module zur Navigation mit. Allerdings zeigt die Technik noch Schwächen, berichtet Oliver Stauch von der Zeitschrift «Connect».
«Für Fußgänger ist die Navigation mit Handy oder PDA noch nicht geeignet, weil die digitalen Karten dafür auf Autos ausgerichtet sind», erklärt der Experte. «Noch gibt es ohnehin nur wenige Handys mit eingebautem GPS-Modul». Aber der Gattung gehöre die Zukunft. Bereits erhältlich ist Motorolas A780. Als Software kommt ein Programm namens CoPilot vom Hersteller ALK zum Einsatz, das den Weg per Spracheausgabe, Grafik oder Text weist. Das Kartenmaterial sowie mehr als 100 000 so genannte Points of Interest (POI) sind auf einer mitgelieferten TransFlash-Karte gespeichert. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Klapphandy liegt bei 499 Euro.

Verfasst: Mi Okt 26, 2005 13:01
von Helge
...kurative Retinaimplantate bzw. Cochlea-I.s fürs Öhrchen und was noch wichtiger ist die Softwareschnittstelle zum Gehirn wird auch immer brauchbarer (Oktoberausgabe Spektrum der Wissenschaft, habe den Artikel aber noch nicht gelesen)...