So, ich nehme meine Aussage von obem zurück und ersetzte sie durch:
Was ist das denn dieses Mal?
Bisher war es ja nie optimal - eine Evaluation auf diesem Level mit diesem Medium kann niemals optimal sein, also war das nur ein Feststellung und kein gestänker.
Doch dieses Mal finde ich den DRSP eher fragwürdig, bzw an der Zielsetzung vorbei geschossen.
Die Erhebung der persönlichen Daten am Anfang (Alter, Spielregelmässigkeit,...) ist ok, wennauch in ihrer Zielsetzung fragwürdig. Was fangen die mit diesen Daten an? Sind sie nur neugierig - fragwürdige Methodik - oder gehen diese Daten in ihre gesetze Zielwertung mit ein (D.h. ein RPGler der Kategori über 30 Jahre und mit mehr als 5 Jahren Spielerfahrung geht mit 125% in die Wertung ein, während ein Spieler der Kategorie 16-29 (Was für ein vollkommen beknackter Alterssprung (1),...)
Nun ja, dann sind die auswählbaren Rollenspiele sehr sonderbar. Was zur Hölle hat denn z.B. "Moster aus der Spätvorstellung" (Schön für Sandfox und seine KK-Kiste

) in dieser Liste zu suchen? Vollkommener Blödsinn in meinen Augen. Dafür fehlen andere Rollenspiele wie Kult,...
Auch ist die Ausdifferenzierung mMn sehr ungeschickt, da von D20 eine komplette Gattungspalette mit "Planescape (High-Fantasy), CoC D20 (Horror), Stargate D20 (Sci-Fi),..." abdeckt wird. Diese Kategorie ist somit keine Gattungsfrage, sondern eine reine "Regelengine-Frage". Diese ist in einer Umfrage, in der "Gattung und Engine" gefragt sind, falsch platziert.
Welche Regelwerke sind Ihnen bekannt?
Und dann kommen wir zu meinerm Lieblingsproblem der ersten Seiten, die Fragekategorien. Was heisst denn bitte schön "Kennen Sie dieses Produkt?" Heisst das:
a) ich habe schonmal davon gehört
b) ich habe schonmal davon gehört und es gespielt
c) ich spiele dieses Produkt regelmässiger und habe somit einen fundierten Einblick erhalten.
d) ich habe das GRW daheim und kann es leiten. Ich kenne das Produkt soweit es wie die Autoren es den Spieler/Spielleiter zugänglich machen wollten.
Dies ist nämlich wichtig: ich kenne Cthulhu(auf Level d) und ich kenne auch Warhammer (Auf Level 2) und ich kenne sogar DORP auf Level 1. Was heisst das aber? Die Qualität des "Kennens" ist so indifferent, dass ich mir eine Aussage: Ich kenne CoC, Warhammer und Dor!" als evaluative Aussage voll an den Hut klemmen kann.
Mit welchen Regelwerken spielen Sie?

Habe ich noch nie gespielt

Habe ich mal getestet oder früher gespielt

Spiele ich ab und zu

Spiele ich öfter

Spiele ich regelmäßig
Was wollen die von mir? Den Sinn dieser Frage habe ich schlicht und ergreifend nicht verstanden. Die Folgefragen: Warum spielen Sie mit diesem Regelwerk /nicht? sind mMn ebenfalls nicht besonders glücklich, da die Wertungskategorien nicht abdeckend oder gar sinnlos sind.

Die Produkte sind das Geld wert.
Ich spiele ein Spiel, weil das Produkt sein Geld wert ist? Was heisst denn das? Ist etwas sein Geld wert, weil es: a) Verständlich geschrieben ist und der Hintergrund stimmt? (Das wären Antworten 1+4 von unten) oder hheisst das, man konnte sich das Teil gut kaufen, weil es nicht teuer war und man es gerne im Regal stehen hat? Oder heisst, dieses Spiel "Ist sein Geld wert" etwas gaaaanz anderes?

Das Regelwerk ist gut zu verstehen
Aha, das sagt nix darüber aus, warum ich etwas spiele. "Eigentlich mag ich kein Fantasy, aber Warhammer ist so leicht zu kapieren?"

Es gibt jede Menge Material
Das ist eine Antwortkategorie, die ich gut gelten lassen kann.

Ich finde überall Mitspieler
Dito

Mir gefällt der Hintergrund
Dito

Keiner der genannten Gründe
Und diese Frage ist für jede Statistik der Tod. Denn "Keiner der genannten Gründe" wird sich zu einer Katergorie entwickeln, die 10% aller abgegebenen Stimmen schluckt und somit eine klare Evaluation unklar macht und Ergebnisse killt.
Wie bewerten Sie die folgenden Produkte?
Dies wäre eine der wichtigsten Kategorien im DRSP. Oben steht folgende Einleitung:
Von den Ihnen bekannten Regelwerken würden wir gerne Ihre Sicht auf die in diesem Jahr erschienenen Rollenspielprodukte kennen lernen. Wie finden Sie das jeweilige Produkt in der Gesamtbetrachtung?
Tipp: die Bewertung mag leichter fallen, wenn Sie bei der Gesamtbetrachtung an die folgenden Punkte denken:

Stimmt das Verhältnis von Preis und Leistung

Macht es beim Spielen Spaß (oder muss man sich beispielsweise halbtodblättern)

Gefällt das Produkt auch beim reinen Betrachten und Durchlesen

Ist das Produkt verständlich verfasst worden
Darüber lasse ich mich mal nicht aus, ... Nur eine Kategorierung von "Schlecht bis Super Gut" finde ich etwas wenig, wenn doch das Spiel mit den meisten Spielern die quantitativ besten Noten bekommt,... naja,... schade.
Die Evaluation für "Warum sind diese Produkte (nicht) so gut?" finde ich wiederum eine sehr guten Schritt, wennauch z.B. Schreibqualität nicht berücksichtigt wird und die Aussage "Macht sicherlich keine Spaß" extrem unglücklich gewählt wurde.
Fazit: MMn haben die Jungs - auch wenn ich massiv gestänkert habe- einige Fehler der letzten Jahre ausgeräumt (z.B. bekanntester Autor,...) und sind auf einem brauchbaren, nur sehe ich nach wie vor tausende von Fragen und Aspekten, die mir so nicht ganz einleuchten, um es mal vorsichtig zu formulieren.
1: Die Alterkategorien finde ich eh schon etwas fragwürdig in ihrer Aussagekraft. Was unterscheidet einen 29 Jährigen RPGler von einem 30 Jährigen (Angesehen von den 12 Monaten mehr Bitterkeit und schwarzem Humor?) Wenn eine Alterevaluation schon nötig ist - sehe immer noch keinen Sinn -, dann sollte man sich an den von anderen Umfragen gegebenen Altermodellen orientieren. Denn Bruchpunkte im Leben sind nicht zwischen 16-29 und über 30, die sind mit 16 (Ausbildung) 19 (Abi), 21 (Student), 27/28 (Examen), 29 (Familienbildung),... (Das sind nur Bsp-Zahlen.) Solche Umbrüche wären sinnvollerweise zu berücksichtigen, wenn man ein Bild für die Sozialstruktur seiner Evaluenten haben möchte.