Daniel hat geschrieben:0:42 Uhr schon wieder daheim? Dann war's wohl nicht der Brüller...
Doch, der "Brüller" war es schon...
Ich bin nämlich ziemlich heiser wieder herausgekommen.
Aber ich war ja eigentlich nur wegen der HeroWars-Runde dort - und um ein paar Leute von den Uni-Runden zu treffen. Und das HeroWars-Szenario haben wir eigentlich sogar mit Bravour bewältigt (trotz gewisser Erschwernisse durch alkoholisierte Nicht-Mitspieler am Tisch, was ich über den Lärmpegel hinaus nervig und störend empfand). Das Szenario kam aus einer kurzen Skizze des Spielleiters und der Rest hat sich durch z.T. recht kreatives Charakterspiel ergeben.
Hier möchte ich noch einmal besonders Francis loben, da es ihm ohne Kenntnisse des Regelwerks und der Hintergrundwelt gelang einen sehr überzeugenden Kolat-Schamanen zu spielen. Seine Ausflüge in die Geisterwelt waren auch sehr notwendig, um auf das eigentliche Problem hinter den Geschehnissen zu kommen.
Das Szenario hat mir auf alle Fälle Spaß gemacht. Ich hatte danach noch die anderen spielenden Runden mir ein wenig zu Gemüte geführt, aber nichts so Interessantes entdecken können, daß ich noch länger dableiben wollte. Außerdem mußte ich ja noch für die heutige Evernight-Kampagne ein wenig Vorbereitungen treffen. So war ich dann so um halb eins wieder daheim.
Der Geräuschpegel - nur zum Teil bedingt durch die hallenden Räumlichkeiten - machte es auch dem Spielleiter schwer unterschiedliche sprachliche Nuancen zu vermitteln. Wenn man ständig sehr laut sprechen muß, damit man auch noch quer über den Tisch verstanden wird, dann sind die leisen Töne irgendwie nicht mehr zu vermitteln.
Im Vergleich z.B. mit dem Teck-Con, wo es mehr und kleinere Räumlichkeiten (für je eine oder zwei Runden in demselben Raum) gibt, hat der Cat-Con allein aufgrund des Geräuschpegels schon einen Minuspunkt. Und Betrunkene an einem Spieltisch, wo es ein paar Leute gibt, die sich tatsächlich für das Szenario interessieren, auf die kann ich gerne verzichten. Das war wirklich Scheiße. Ebenso die Störaktionen der LARP-Schwabbelwaffen-Fraktion (zum Teil in Personalunion mit der Trunkenbold-Nichtspieler-Liga). Da hatten wir an unserem Tisch auch wirklich Pech gehabt, denn die meisten anderen Spielrunden sind von solcher unnötiger Steigerung des Härtepegels für Spielleiter und Spieler verschont geblieben. - Ein wenig Rücksicht auf andere Spieler und das Bewußtsein, daß man mit Alkoholgelalle und anderen Störungen den anderen das Spiel versauen wird, das hätte ich schon erwartet. Wenn einer saufen will: bitte. Wenn einer mit seinen LARP-Kumpels heraushängen lassen will, wer den Längsten (Latexklumpen) hat: bitte. Aber das auf Kosten einer Pen&Paper-Spielrunde zu machen, wo ein paar Leute sich für ein für sie neues Rollenspiel interessieren, und ihnen so die Chance zu nehmen, diese - oft ja prägende - erste Erfahrung mit einem neuen Regelwerk und einer neuen Spielwelt so gut erleben zu können, wie es möglich gewesen wäre, das finde ich eine Frechheit.
Da kann der Cat-Con als Veranstaltung nichts dafür. Da sind ausschließlich die Arschlöcher von Con-Besuchern dran schuld, die ihren "Spaß" auf Kosten anderer Leute Spielvergnügen ausleben wollen. Das ist einfach mieses PERSÖNLICHES Verhalten, welches nur eventuell durch ein durchgesetztes(!) Alkoholverbot auf dem Con gedämpft hätte werden können. - Nichts gegen Alkohol. Nichts gegen Alk beim Spielen. Wenn alle am Tisch getankt haben und alle nichts dabei finden, daß man nur noch lallt, dann ist das ja in Ordnung. Aber wenn ich - und so ging es den anderen Spielern auch - einem Rollenspiel und einem Spielleiter die Chance geben wollen mich zu begeistern, dann ist das schon was anderes.
Nächstes mal Cat-Con?
Weiß nicht.
Erstmal meinen Hörsturz verdauen.
Und wenn noch einmal, dann nur noch in Alkohol- und LARP-Latex-freier Zone.
Also wahrscheinlich nicht so bald wieder.
Wenn es nicht HeroWars gewesen wäre, dann wäre ich wohl eher nicht hingegangen.