Lebenszeichen von der Insel
- hawk_myarsis
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Lebenszeichen von der Insel
Hallo liebe Palaverer,
wie ihr wisst bin ich bis Weihnachten in England, deshalb werde ich hier in (hoffentlich halbwegs) regelmäßigen Abständen was von mir hören lassen.
wie ihr wisst bin ich bis Weihnachten in England, deshalb werde ich hier in (hoffentlich halbwegs) regelmäßigen Abständen was von mir hören lassen.
Und warum sollte das Internet uns anlügen?
- hawk_myarsis
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Ein freundliches Hallo in alle Welt,
nach Deutschland, nach Frankreich, nach Norwegen, nach Mexiko, in die Usa und wer weiß wo ihr euch sonst noch überall rumtreibt
.
Ich bin inzwischen seit einer Woche an der University of Essex, nahe der britischen Ostküste, zusammen mit Manuel und Frederic. Am Sonntag morgen bin ich von Stuttgart abgeflogen, und wenn man davon absieht, dass der Flieger quasi mitten in der Nacht (07:00) abheben wollte, lief das auch alles reibungslos. Die Reststrecke vom Flughafen hab ich dann mit dem Bus zurückgelegt. Allerdings nicht mit dem Busshuttle, den die Uni organisiert hatte, sondern mit dem Linienbus. Der war nämlich nur halb so teuer, aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. An der Uni angekommen kam dann der erste von Gefühlten zwei Millionen Studenten im grünen T-Shirt der Students’ Union auf uns zu, hat unser Gepäck auf nen kleinen Transporter laden lassen und uns zur Schlüsselausgabe geführt. Auch in den darauf folgenden Tagen stand an jeder Ecke jemand von der Students’ Union, der einem bereitwillig jede frage beantwortet hat, das war echt beeindrucken, wie viel Mühe die sich hier mit ihren neuen Studenten geben. Und das hört bei der Students’ Union nicht auf, egal was für ein Problem man hat, und egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, man findet immer in kürzester zeit jemand, der einem kompetent und überaus freundlich weiterhilft, das ist echt paradiesisch hier. Wenn ich da an das Mannheimer Studienbüro und die restliche Verwaltung zurückdenke *schauder*… Unter gekommen bin ich den Towern, das sind 14 stöckige Backsteinbauten, die direkt neben die Uni-Gebäude geklatscht wurden. Die sehen von außen jetzt nicht so wahnsinnig prickelnd aus, aber innen sind sie wesentlich besser, als ich das befürchtet hatte. Auf einem Stock leben ca. 13 Leute, die sich eine Küche teilen, jeweils drei Leute teilen sich ein Bad. Küche und Bäder werden allerdings täglich (!) gereinigt, und die Küche ist mit genügend Kühlschränken und Staumöglichkeiten ausgestattet, so dass es da drin nicht zu eng wird. Die Zimmer sind klein und im typischen Wohnheimcharme möbliert (und das sollte jetzt kein Kompliment sein
), aber alles ist sauber, intakt und funktioniert, also durchaus annehmbar. Einen Knall haben die Engländer allerdings bei allem, was man so fürs tägliche Leben braucht und kein Möbel ist. Das muss man sich nämlich alles selber kaufen. Das gilt für Besteck, Teller, Töpfe, Pfannen und so weiter (was bei uns in der Küche dazu geführt hat, dass wir mit den Töpfen und Pfannen die jeder angeschleppt hat eine ganze Kompanie bekochen könnten
), aber zum Beispiel auch für Bettdecke, Kissen und Bettwäsche. Das das Bett schon eine Matratze hatte hat mich da echt noch gewundert. Dafür gibt’s mit all-unied aber auch nen Dienst, bei dem man das ganze Zeug bestellen kann, und die dir das Packet dann gleich ins Zimmer stellen, sodass es schon da ist, wenn man ankommt. So ne Bettdecke hat einfach was, auch in der ersten Nacht
. Nachdem ich ja aber nur bis Weihnachten hier bin hab ichs nicht eingesehen mir nen kompletten Hausrat anzuschaffen und hab nur die Sachen fürs bett gekauft, die most essentials für die Küche in den Koffer gepackt, ne Pfanne hier noch gekauft (für 1,33 Pfund, das ist garantiert total giftig das Ding
), und nen Topf leih ich mir immer von meinem italienischen Mitbewohner. Ansonsten gibt’s bei mir auf dem Stock noch eine Türkin und einen Türken, eine Griechin, zwei Chinesen und eine Chinesin, einen Russen, einen Deutschen, und der Rest fällt mir grade nicht ein
. Der eine Chinese läd ständig nen ganzes Rudel chinesischer Mädels ein und veranstaltet riesige Kochsessions. Das ist zwar ganz witzig, weil immer die ganze Küche bevölkert ist, und die außerdem echt nett sind und mich immer probieren lassen, allerdings auch ein bisschen nervig, weil die natürlich untereinander nur chinesisch sprechen. Ansonsten muss die WG halt erst noch zusammenwachsen, bis entsteht schon noch öfter mal etwas peinliche Stille, mal sehen, ob das noch besser wird.
Einkaufen kann man im Tescos, ziemlicher großer Supermarkt, 10 Minuten Laufdistanz, und von Montag morgen bis Freitag abend durchgehend geöffnet (Sonntags von 8 bis 4, glaub ich). Irgendwann muss ich da auf jeden Fall noch nachts um vier hin J. Ich muss aber ehrlich zugeben, wenn ich den Laden betrete fühl ich mich so fremd hier wie sonst nie. Man hat keine Ahnung, wo was steht, man braucht ewig um so was profanes wie Joghurt zu kaufen, weil man einfach keine Ahnung hat, was sich in den ganzen Plastikbecherchen versteckt, man hat keine Ahnung, was das Zeug kosten darf, man spürt einfach so richtig, dass man fremd ist.
Über die vergangene Woche waren dann eine Million Einführungsveranstaltung der Marke bitte nicht den Feueralarm betätigen, wenns nicht brennt. Das war jetzt ein bisschen gemein, die geben sich hier wie gesagt echt viel Mühe, damit die neuen Studenten (nicht nur die Ausländer übrigens) sich hier zurechtfinden, und geben einem echt viele Infos an die Hand und jede Möglichkeit, Fragen zu stellen. Aber nach ner Woche reichts dann halt einfach mal. So wies aussieht werde ich echt wenig Präsenzveranstaltungen haben im kommenden Semester, dafür wird ich aber einige Term Papers schreiben müssen, was mir noch ein bisschen Angst macht, weil wir das in Mannheim ja nie mussten, die Engländer dagegen in den ersten Jahren Term Papers schreiben ohne Ende. Wird schon irgendwie gehen.
Der Campus selber liegt vor den Toren der Stadt Colchester und besteht aus 60er Jahre Betonbunkern, nicht so wahnsinnig sexy, und außerdem innen so verschachtelt, dass Räume finden hier wirklich nur was für Akademiker ist
. Die Gebäude sind allerdings um mehrere Innenhöfe angeordnet, und die sind echt schön gemacht, mit viel Grün, Sitzmöglichkeiten und so weiter. Um den Campus rum isses auch echt schön, echt große Grünflächen, ein kleiner See, eine riesige Sportanlage (Tennis, Fußball, Rugby, gym, Mehrzweckhalle etc. echt krass), und auch die Tower haben von weitem einen gewissen Charme
.
Ein echtes Erlebnis sind die Erstsemeter, die sog. Freshers. Schon im Begrüßungsleaflet steht so was wie „jetzt könnt ihr endlich die Haare tragen wie ihr wollt, anziehen was ihr wollt, machen was ihr wollt“, im Klartext, mal richtig die Sau raus lassen
. Die Mädels tragen den wer trägt die kürzesten Röcke-Wettbewerb aus, auch die Jungs stehen bei echt frösteligen Temperaturen halb nackt rum, und alle zusammen testen aus wie man in der kürzesten Zeit am meißten Alkohol in den Kreislauf bringt. Na ja, wenn ich noch mal 18 wäre und bisher zu Schuluniformen gezwungen worden wäre, würd ichs wahrscheinlich ähnlich machen. So ist es einfach nur echt spaßig zum zusehen. Gestern Abend waren wir auf der beachparty in der unieigenen Disse, und wirklich die überwiegende Mehrheit war da im Bikini unterwegs (jetzt nicht nur Mädels
), in Shorts, mit Schwimmkappe oder Schwimmflügeln, echt beeindruckend. Beim Vorglühen vor dem Campusshop war mir da beim Zukucken schon kalt. Die Party war allerdings ansonsten eher mau, scheiß Musik vor allem. Aber unter dem Semester solls Samstag abends ganz cool sein. Ich lass mich überraschen.
So, das wars jetzt erst mal von mir, ist ja auch lang genug geworden.
Liebe Grüße, und lasst mal was von euch hören,
Felix
hier gibts noch ein paar Bilder vom Campus: http://www.flickr.com/photos/31166468@N ... 725938531/
nach Deutschland, nach Frankreich, nach Norwegen, nach Mexiko, in die Usa und wer weiß wo ihr euch sonst noch überall rumtreibt
Ich bin inzwischen seit einer Woche an der University of Essex, nahe der britischen Ostküste, zusammen mit Manuel und Frederic. Am Sonntag morgen bin ich von Stuttgart abgeflogen, und wenn man davon absieht, dass der Flieger quasi mitten in der Nacht (07:00) abheben wollte, lief das auch alles reibungslos. Die Reststrecke vom Flughafen hab ich dann mit dem Bus zurückgelegt. Allerdings nicht mit dem Busshuttle, den die Uni organisiert hatte, sondern mit dem Linienbus. Der war nämlich nur halb so teuer, aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. An der Uni angekommen kam dann der erste von Gefühlten zwei Millionen Studenten im grünen T-Shirt der Students’ Union auf uns zu, hat unser Gepäck auf nen kleinen Transporter laden lassen und uns zur Schlüsselausgabe geführt. Auch in den darauf folgenden Tagen stand an jeder Ecke jemand von der Students’ Union, der einem bereitwillig jede frage beantwortet hat, das war echt beeindrucken, wie viel Mühe die sich hier mit ihren neuen Studenten geben. Und das hört bei der Students’ Union nicht auf, egal was für ein Problem man hat, und egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, man findet immer in kürzester zeit jemand, der einem kompetent und überaus freundlich weiterhilft, das ist echt paradiesisch hier. Wenn ich da an das Mannheimer Studienbüro und die restliche Verwaltung zurückdenke *schauder*… Unter gekommen bin ich den Towern, das sind 14 stöckige Backsteinbauten, die direkt neben die Uni-Gebäude geklatscht wurden. Die sehen von außen jetzt nicht so wahnsinnig prickelnd aus, aber innen sind sie wesentlich besser, als ich das befürchtet hatte. Auf einem Stock leben ca. 13 Leute, die sich eine Küche teilen, jeweils drei Leute teilen sich ein Bad. Küche und Bäder werden allerdings täglich (!) gereinigt, und die Küche ist mit genügend Kühlschränken und Staumöglichkeiten ausgestattet, so dass es da drin nicht zu eng wird. Die Zimmer sind klein und im typischen Wohnheimcharme möbliert (und das sollte jetzt kein Kompliment sein
Einkaufen kann man im Tescos, ziemlicher großer Supermarkt, 10 Minuten Laufdistanz, und von Montag morgen bis Freitag abend durchgehend geöffnet (Sonntags von 8 bis 4, glaub ich). Irgendwann muss ich da auf jeden Fall noch nachts um vier hin J. Ich muss aber ehrlich zugeben, wenn ich den Laden betrete fühl ich mich so fremd hier wie sonst nie. Man hat keine Ahnung, wo was steht, man braucht ewig um so was profanes wie Joghurt zu kaufen, weil man einfach keine Ahnung hat, was sich in den ganzen Plastikbecherchen versteckt, man hat keine Ahnung, was das Zeug kosten darf, man spürt einfach so richtig, dass man fremd ist.
Über die vergangene Woche waren dann eine Million Einführungsveranstaltung der Marke bitte nicht den Feueralarm betätigen, wenns nicht brennt. Das war jetzt ein bisschen gemein, die geben sich hier wie gesagt echt viel Mühe, damit die neuen Studenten (nicht nur die Ausländer übrigens) sich hier zurechtfinden, und geben einem echt viele Infos an die Hand und jede Möglichkeit, Fragen zu stellen. Aber nach ner Woche reichts dann halt einfach mal. So wies aussieht werde ich echt wenig Präsenzveranstaltungen haben im kommenden Semester, dafür wird ich aber einige Term Papers schreiben müssen, was mir noch ein bisschen Angst macht, weil wir das in Mannheim ja nie mussten, die Engländer dagegen in den ersten Jahren Term Papers schreiben ohne Ende. Wird schon irgendwie gehen.
Der Campus selber liegt vor den Toren der Stadt Colchester und besteht aus 60er Jahre Betonbunkern, nicht so wahnsinnig sexy, und außerdem innen so verschachtelt, dass Räume finden hier wirklich nur was für Akademiker ist
Ein echtes Erlebnis sind die Erstsemeter, die sog. Freshers. Schon im Begrüßungsleaflet steht so was wie „jetzt könnt ihr endlich die Haare tragen wie ihr wollt, anziehen was ihr wollt, machen was ihr wollt“, im Klartext, mal richtig die Sau raus lassen
So, das wars jetzt erst mal von mir, ist ja auch lang genug geworden.
Liebe Grüße, und lasst mal was von euch hören,
Felix
hier gibts noch ein paar Bilder vom Campus: http://www.flickr.com/photos/31166468@N ... 725938531/
Und warum sollte das Internet uns anlügen?
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Re: Lebenszeichen von der Insel
So, da bin ich wieder, und auch heute unterhalte ich euch mit lustigen Lach- und Sachgeschichten aus Essex.
Inzwischen habe ich die erste Uniwoche hinter mir. Ich höre hier vier verschiede Kurse, und kein einziger meiner Dozenten ist Muttersprachler, echt krass. Zwei Asiatinnen, ein Israeli und ein Italiener. Vor allem der Italiener hat einen echt üblen Akzent, aber ich verstehe sie alle ganz gut. Was noch nicht geht ist gleichzeitig lesen und zuhören, dass muss noch kommen, sonst muss ich am Ende die Vorlesungsfolien noch vor der Vorlesung lesen
. Die Studenten hier schreiben ihre Klausuren alle erst im Sommer, auch die von den Fächern, die sie jetzt schon hören. Ich bin aber im Sommer nicht mehr da. Deswegen muss ich in jedem Fach eine andere Leistung erbringen, nach der ich bewertet werde. In zwei Fächern werde ich ein Term Paper, also eine Hausarbeit schreiben müssen, die anderen zwei haben sich noch nicht entschieden. Ich hoffe ich muss keine vier Hausarbeiten schreiben, das wäre in zehn Wochen echt ein strammes Programm... Deshalb war ich letzte Woche auch schon fleißig und hab mit der ersten Hausarbeit begonnen, und war nicht Party machen. Mist. Außerdem musste ich in Mannheim bisher genau keine Hausarbeit schreiben, während die Studenten hier das ständig müssen, ich hoffe, ich kann da mithalten. Wir werden sehen. Inhaltlich ist das aber zum Glück alles kein Hexenwerk, ich habe eher das Gefühl, dass die Anforderungen hier etwas geringer sind als in Mannheim.
Ansonsten hab ich vergangene Woche noch das Angebot des Unikinos entdeckt, das ist mal echt der Hammer. Das wird hier von zwei Societies angeboten, sowas wie Hochschulgruppen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jeweils drei Pfund für das ganze Jahr, und dafür kann man, wenn man möchte, drei mal die Woche ins Kino. Und das Angebot ist so gut, dass ich hoffentlich zweimal die Woche dazukomme. Letzten Donnerstag war ich bei der ersten Vorführung der Art Film Society, es lief ein afrikanischer Film über Genitalverstümmelung (Moolaade), der war ein ganz guter Anfang, lässt aber noch Luft nach oben. Übers Semester wird es noch ein Lars von Trier Special geben mit vier oder fünf seiner Filme an einem Wochenende, Juno, Night Watch, Sweeney Todd, Pans Labyrinth, Sternwanderer, herrlich. Die kommenden zehn Tage ist dann zusätzlich noch das European Film Festival an der Uni, das heißt jeden Tag rund vier Stunden Kino, freier Eintritt. Ich bin echt begeistert
. Außerdem bin ich über die Role Play Society noch einer Rollenspielgruppe beigetreten, die glaube ich ganz gut wird. Diesen Mittwoch ist das erste Treffen, ich bin mal gespannt.
Irgendwann in den nächsten Wochen kommt Ruth mich besuchen, und wenn ichs irgendwie einrichten kann reise ich dann noch ein bisschen mit ihr, mal ans Meer, nach Cambridge, London oder Stonehenge, mal sehen.
Ich bin hier übrigens regelmäßig über Skype zu erreichen, falls mich mal jemand anrufen möchte
Liebe Grüße nach Deutschland und in den Rest der Welt,
Hofi
Inzwischen habe ich die erste Uniwoche hinter mir. Ich höre hier vier verschiede Kurse, und kein einziger meiner Dozenten ist Muttersprachler, echt krass. Zwei Asiatinnen, ein Israeli und ein Italiener. Vor allem der Italiener hat einen echt üblen Akzent, aber ich verstehe sie alle ganz gut. Was noch nicht geht ist gleichzeitig lesen und zuhören, dass muss noch kommen, sonst muss ich am Ende die Vorlesungsfolien noch vor der Vorlesung lesen
Ansonsten hab ich vergangene Woche noch das Angebot des Unikinos entdeckt, das ist mal echt der Hammer. Das wird hier von zwei Societies angeboten, sowas wie Hochschulgruppen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jeweils drei Pfund für das ganze Jahr, und dafür kann man, wenn man möchte, drei mal die Woche ins Kino. Und das Angebot ist so gut, dass ich hoffentlich zweimal die Woche dazukomme. Letzten Donnerstag war ich bei der ersten Vorführung der Art Film Society, es lief ein afrikanischer Film über Genitalverstümmelung (Moolaade), der war ein ganz guter Anfang, lässt aber noch Luft nach oben. Übers Semester wird es noch ein Lars von Trier Special geben mit vier oder fünf seiner Filme an einem Wochenende, Juno, Night Watch, Sweeney Todd, Pans Labyrinth, Sternwanderer, herrlich. Die kommenden zehn Tage ist dann zusätzlich noch das European Film Festival an der Uni, das heißt jeden Tag rund vier Stunden Kino, freier Eintritt. Ich bin echt begeistert
Irgendwann in den nächsten Wochen kommt Ruth mich besuchen, und wenn ichs irgendwie einrichten kann reise ich dann noch ein bisschen mit ihr, mal ans Meer, nach Cambridge, London oder Stonehenge, mal sehen.
Ich bin hier übrigens regelmäßig über Skype zu erreichen, falls mich mal jemand anrufen möchte
Liebe Grüße nach Deutschland und in den Rest der Welt,
Hofi
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Ist doch klar, dass Du die Akzente gut verstehst - bist doch Schwabe... 
Duct tape is like the force. It has a light side, a dark side, and it holds the universe together!
Insanity is overrated!
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Re: Lebenszeichen von der Insel
na, ob mir das in dem Fall so viel hilft weiß ich nicht 
Und warum sollte das Internet uns anlügen?
Re: Lebenszeichen von der Insel
Aber sicher, intuitive oder möglicherweise genetisch verankerte Sprachbegabung ...? 
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Insanity is overrated!
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Mit leichter Verspätung von gestern abend:
Hallo zusammen,
ich bins mal wieder. Ich sitze grade im Waschsalon und seh meiner Wäsche nicht beim sauberwerden zu, weil die Waschmaschinen hier kein Fenster haben. Nachdem das wegfällt, schreib ich euch halt, wie meine Woche so war.
Die fing am Montag mal schon gut an. Ich hab mit dem Professor meines PhD Kurses über das Thema meines term papers gesprochen, dass als Klausurersatz vereinbart war (wer jetzt verwirrt ist liest gefälligst erstmal die letzten mails
). Da fällt ihm ein, dass ich eigentlich ein Thema, dass wir sonst nicht drannehmen würden (und dass deshalb auch hoffentlich für den Rest nicht klausurrelevant sein wird...), mit dem Kurs durchgehen könnte. So als Unterrichtseinheit. Prima, hab ich gesagt, mach ich, worum solls denn gehen. Scheiße, hab ich gedacht, so gut ist mein Englisch jetzt auch wieder nicht. Andererseits, dem Professor seines auch nicht (stolzes Mitglied der Gesellschaft zur Rettung dem Genitiv). Immerhin nicht noch ein Term Paper. (A propos, es gibt ne StudiVZ Gruppe namens "my englisch is so good that makes me nobody so quickly after". Passend zum Thema, und sehr witzig. Find ich.). Worums denn gehen soll, erfahr ich diesen Montag. Anschließend zuhause angelangt hab ich in meine emails reingekuckt, und festgestellt, dass das Wörterlimit für Term Paper im Fach Economic Development in a Global Perspective für Leute die wie ich vor Weihnachten abhauen von maximal 3000 auf ca. 4000 erhöht wurde. Dass ist insofern ärgerlich, als ich den Sonntag abend damit verbracht habe, mein Term Paper in eben diesem Fach von 4500 auf 3300 Wörter zu kürzen. Blöd. Ich habs jetzt meiner Professorin am Dienstag mal als Entwurf gegeben, mal sehen, was sie sagt. Wenns darum geht, schreib ich der gerne noch mal 600 Wörter ohne Inhalt dazu, kein Thema.
A propos Sonntag, da lief im Unikino noch Pan's Labyrinth. Den hab ich inzwischen schon drei mal gesehen. Und ich bin jedes Mal wieder total verzaubert. Ich kann wirklich jedem, der über ein nicht allzu sensibles Nervenkostüm verfügt, nur ans Herz legen, diesen Film zu sehen, der ist soooooo toll.
Am Mittwoch hab ich mit der Professorin aus Labour Economics dann das Thema für ihr Term Paper vereinbart, ich werde mich übers Wochenende (und übers das nächste vermutlich ebenfalls) mit dem Thema Entlohnungsunterschiede zwischen Männern und Frauen, auf Neudeutsch gender wage gap, beschäftigen. Am Donnerstag (kann auch Mittwoch gewesen sein, aber das passt jetzt so schön mit den Tagen) kam dann ne sehr erfreuliche Mail von der Univerwaltung, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich mein Wohnheimzimmer nur bis Mitte Dezember bezahlen muss, also nur solange, wie ich auch drin wohne, und nicht bis Januar. Das ist natürlich sehr fein, weil ich jetzt weniger Miete zahlen muss. Allerdings hab ich letztes Wochenende schon den kompletten Betrag überwiesen. Also, von der Kreditkarte abbuchen lassen. Hätt ich erst Ende diesen Monats machen müssen, aber der Wechselkurs ist grad so günstig. Jedenfalls krieg ich jetzt Geld zurück, dachte ich, und bin selbstbewusst zum Finance Office gelaufen. Da hat man mir gesagt, dass ich am Dienstag nen Scheck ausgestellt kriege. Tja, da bin ich ja mal gespannt, wie, wann und vor allem unter welchen Verlusten ich von einem englischen Scheck zu Guthaben auf meinem deutschen Konto komme. A propos (tolle zwei Wörter übrigens, sicher lateinisch, oder griechisch, oder französisch oder so) Miete, bei uns siehts in der Küche inzwischen auch immer
schlimmer aus. J ok, der Sprung war jetzt doch ein bisschen größer. Trotzdem. Es gibt keine freien Räume mehr, also nutzen jetzt eben auch
wirklich dreizehn Leute die Küche, und viele verlassen sich offensichtlich schon sehr auf den Putzdienst... Will heißen wenn die Putzfrau mittags fertig ist mit Putzen isses blitzblank, und wenn ich nachher nach hause komme siehts aus wie Sau. Bis morgen früh die Putzfrau wieder kommt. Ja, die kommt jeden Tag. Außer am Wochenende. Deshalb siehts Sonntag abends auch immer am schlimmsten aus. Aber das Bad ist weiterhin Tip Top, so dass man richtig Lust aufs Duschen hat, das ist schon viel Wert. Und ich hab inzwischen von mehreren Leuten gehört, dass anderswo Wohnheimzimmer brüderlich geteilt werden. Da bin ich doch direkt wieder zufrieden.
Und heute ist Freitag, und ich sitz im Waschsalon. Meine Trekkinghose riecht immer noch dezent nach Rauch (das muss man jetzt nicht verstehen). Ahja, und heut mittag war ich kurz auf dem Wochenmarkt. Ja, wir haben einen Wochenmarkt auf dem Campus. Also, Wochenmarkt ist vielleicht ein bisschen übertrieben, da ist halt ein Typ der einmal in der Woche Obst und Gemüse verkauft. Aber sein Angebot ist dafür auch bedeutend umfangreicher als das eines 08/15 Biberacher Wochenmarkt-Stands (aus der Heimatstunde
Muss man jetzt auch nicht verstehen), also man kriegt wirklich alles, was man so haben möchte. Hab heute zum Beispiel auch so Sachen gekauft wir Chilis, und Zuckerschoten.
So, meine Wäsche ist fertig. Ich stelle fest, dass mein T-shirt, auf dass ich Salatdressing geleert hatte, beim zweiten mal Waschen sauber geworden ist. Und eingelaufen. Es gibt Tage, da verlierst du....
Jedenfalls geh ich geh ich jetzt wieder. Ab Sonntag ist wieder Winterzeit. Sagt mein Papa, und der muss es wissen.
Liebe Grüße, wo immer ihr steckt,
Felix
Hallo zusammen,
ich bins mal wieder. Ich sitze grade im Waschsalon und seh meiner Wäsche nicht beim sauberwerden zu, weil die Waschmaschinen hier kein Fenster haben. Nachdem das wegfällt, schreib ich euch halt, wie meine Woche so war.
Die fing am Montag mal schon gut an. Ich hab mit dem Professor meines PhD Kurses über das Thema meines term papers gesprochen, dass als Klausurersatz vereinbart war (wer jetzt verwirrt ist liest gefälligst erstmal die letzten mails
A propos Sonntag, da lief im Unikino noch Pan's Labyrinth. Den hab ich inzwischen schon drei mal gesehen. Und ich bin jedes Mal wieder total verzaubert. Ich kann wirklich jedem, der über ein nicht allzu sensibles Nervenkostüm verfügt, nur ans Herz legen, diesen Film zu sehen, der ist soooooo toll.
Am Mittwoch hab ich mit der Professorin aus Labour Economics dann das Thema für ihr Term Paper vereinbart, ich werde mich übers Wochenende (und übers das nächste vermutlich ebenfalls) mit dem Thema Entlohnungsunterschiede zwischen Männern und Frauen, auf Neudeutsch gender wage gap, beschäftigen. Am Donnerstag (kann auch Mittwoch gewesen sein, aber das passt jetzt so schön mit den Tagen) kam dann ne sehr erfreuliche Mail von der Univerwaltung, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich mein Wohnheimzimmer nur bis Mitte Dezember bezahlen muss, also nur solange, wie ich auch drin wohne, und nicht bis Januar. Das ist natürlich sehr fein, weil ich jetzt weniger Miete zahlen muss. Allerdings hab ich letztes Wochenende schon den kompletten Betrag überwiesen. Also, von der Kreditkarte abbuchen lassen. Hätt ich erst Ende diesen Monats machen müssen, aber der Wechselkurs ist grad so günstig. Jedenfalls krieg ich jetzt Geld zurück, dachte ich, und bin selbstbewusst zum Finance Office gelaufen. Da hat man mir gesagt, dass ich am Dienstag nen Scheck ausgestellt kriege. Tja, da bin ich ja mal gespannt, wie, wann und vor allem unter welchen Verlusten ich von einem englischen Scheck zu Guthaben auf meinem deutschen Konto komme. A propos (tolle zwei Wörter übrigens, sicher lateinisch, oder griechisch, oder französisch oder so) Miete, bei uns siehts in der Küche inzwischen auch immer
schlimmer aus. J ok, der Sprung war jetzt doch ein bisschen größer. Trotzdem. Es gibt keine freien Räume mehr, also nutzen jetzt eben auch
wirklich dreizehn Leute die Küche, und viele verlassen sich offensichtlich schon sehr auf den Putzdienst... Will heißen wenn die Putzfrau mittags fertig ist mit Putzen isses blitzblank, und wenn ich nachher nach hause komme siehts aus wie Sau. Bis morgen früh die Putzfrau wieder kommt. Ja, die kommt jeden Tag. Außer am Wochenende. Deshalb siehts Sonntag abends auch immer am schlimmsten aus. Aber das Bad ist weiterhin Tip Top, so dass man richtig Lust aufs Duschen hat, das ist schon viel Wert. Und ich hab inzwischen von mehreren Leuten gehört, dass anderswo Wohnheimzimmer brüderlich geteilt werden. Da bin ich doch direkt wieder zufrieden.
Und heute ist Freitag, und ich sitz im Waschsalon. Meine Trekkinghose riecht immer noch dezent nach Rauch (das muss man jetzt nicht verstehen). Ahja, und heut mittag war ich kurz auf dem Wochenmarkt. Ja, wir haben einen Wochenmarkt auf dem Campus. Also, Wochenmarkt ist vielleicht ein bisschen übertrieben, da ist halt ein Typ der einmal in der Woche Obst und Gemüse verkauft. Aber sein Angebot ist dafür auch bedeutend umfangreicher als das eines 08/15 Biberacher Wochenmarkt-Stands (aus der Heimatstunde
So, meine Wäsche ist fertig. Ich stelle fest, dass mein T-shirt, auf dass ich Salatdressing geleert hatte, beim zweiten mal Waschen sauber geworden ist. Und eingelaufen. Es gibt Tage, da verlierst du....
Jedenfalls geh ich geh ich jetzt wieder. Ab Sonntag ist wieder Winterzeit. Sagt mein Papa, und der muss es wissen.
Liebe Grüße, wo immer ihr steckt,
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Und warum sollte das Internet uns anlügen?
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Hey Hofi,
völlig gespannt les ich immer Deine Berichte von der Insel....und freu mich schon auf den Nächsten...wird gerade meine Lieblingssoap
...und der eine Typie mit Gemüsestand, kann ja wohl ganz klar keinen Biberacher Wochenmarkt ersetzen...Zuckerschoten hin oder her.
Behalt die Nerven...Grüsse aus Oberschwaben und hey...heute hatte es den klassischen Risstalfrühnebel, der bis weit über den Mittag reicht.
Nette
völlig gespannt les ich immer Deine Berichte von der Insel....und freu mich schon auf den Nächsten...wird gerade meine Lieblingssoap
Behalt die Nerven...Grüsse aus Oberschwaben und hey...heute hatte es den klassischen Risstalfrühnebel, der bis weit über den Mittag reicht.
Nette
What is this? Ich bin nicht Jim Katzajian.
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Hallo werte Leser,
wir haben heute den Monatsersten, aber leider auch Samstag, deshalb ist das auch nicht eure Lohntüte, sondern nur ne blöde email vom Felix aus England, die ungefähr keinen monetären Wert hat. Und das auch nur, wenn ihr sie sofort löscht, sonst kostet sie eure wertvolle Zeit, hat also quasi einen negativen monetären Wert, aber das interessiert nur VWLer. Für alle anderen ist sie weiterhin umsonst.
Ihr erinnert euch an die erfreuliche mail von der Univerwaltung über meine Mietkürzung? Ich war dann am Dienstag morgen im Finance Office und wollte meinen Scheck abholen, wo man mir aber sagte man hätte technische Schwierigkeiten und könne deshalb keine Schecks ausstellen, ich solle morgen wiederkommen. Da hatte ich vollstes Verständnis für, kennt man ja von zuhause, meine Scheckschreibmaschine streikt auch ständig. Läuft wahrscheinlich mit Windows. Nun hatte die Univerwaltung inzwischen offenbar spitz gekriegt, dass ich mich gefreut hab, und wollte mir deshalb jede Menge weitere emails schreiben, damit ich mich weiter freue. Leider funktioniert das so nicht. Das weiß die Univerwaltung aber nicht. Jedenfalls kam am Dienstag Nachmittag (diesmal hab ichs nachgesehen, extra für euch) die nächste mail, mit der nicht ganz so erfreulichen Nachricht, dass das Ende des Mietvertrages zwar korrekterweise auf den dreizehnten Dezember gelegt wurde, aber leider die Miete dazu falsch berechnet wurde. Dadurch ist meine Miete wieder 50 Pfund gestiegen. Mist. Erst mal ignorieren. Das war auch ne Weise Entscheidung, weil dann am Dienstag abend (mit Dienstag und Mttwoch wär das viel lustiger gewesen. Memo an mich, nächstes mal wieder Wahrheit frisieren. Dauerwelle oder so) direkt nochmal ne mail von der Univerwaltung kam, in der sinngemäß stand "macht doch watt ihr wollt, aber sagt uns Bescheid". Will heißen, ich kann jetzt gehen, wann ich will, und zahle auch nur Miete, solange ich wirklich hier wohne. Was das jetzt genau für meine Miete bedeutet muss erst noch errechnet werden. Im Finance Office war ich noch nicht wieder, bin mal gespannt was jetzt aus meinem Scheck wird.
Am Dienstag war ich außerdem noch einkaufen im Tesco, dem Supermarkt meines Vertrauens. Weil, wir treffen uns ja Mittwochs immer zum Rollenspielen, und da bringt reihum jeder was zu essen mit. Und eigentlich wär ich nächste Woche dran gewesen, aber da ist Ruth ja hier, und außerdem ist es ihr Geburtstag (ja, genau, am 05., ihr Schlafkappen
), also hab ich getauscht. Wenn ich an Ruths Geburtstag schon abends nicht da bin muss ich ja tagsüber nicht auch noch backen... just kidding
. Jedenfalls wollte ich also am Dienstag kalten Hund machen. Die Biberacher wissen, was gemeint ist, alle anderen dürfen gerne bei Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Hund) nachlesen, dass das eine speziell deutsche "Süßspeise" (normale Menschen sagen Nachtisch, oder von mir aus auch Kuchen) ist. Jetzt ist es ja grundsätzlich nett und freundlich, wenn man seinen Freunden im Ausland deutsche Esskultur näherbringt. Fünf Sekunden Nachdenken hätten allerdings ergeben, dass kalter Hund wahrscheinlich deshalb eine deutsche Spezialität ist, weils die Zutaten sonst nirgends gibt. Ich hatte keine fünf Sekunden.
Für kalten Hund braucht man Butterkekse, Kakaopulver, Zucker, Eier und Palmfett (besser bekannt als PALMin). Zucker hatte ich schon zuhause. Nach der ersten halben Stunde im Tesco hatte ich Eier. Also hab ich mir ne Verkäuferin geschnappt, die sich echt Mühe gegeben hat und mit mir bestens gelaunt nochmal ne halbe Stunde durch den Laden gerannt ist. Angefangen haben wir mit Butterkeksen, das kannte sie, die habens nämlich inzwischen in der Variante mit Schokoglasur über den Ärmelkanal geschafft. Die ohne aber nicht. Kurzzeitig hab ich überlegt, die mit Schokoglasur zu nehmen, aber meine Verkäuferin hat mir dann englische Kekse in die Hand gedrückt. Nachdem ich fix eine Packung aufgerissen und probiert hatte, durfte ich erfreut feststellen, dass die tatsächlich ziemlich ähnlich waren, nur etwas weicher als das deutsche Pendant. Weiter gings mit Kakao, dafür war ich einfach zu blind, problemlos. Dafür hab ich doppelt so viel gekauft, wie ich gebraucht hätte. Auch gut. Tja, und dann kam das Palmfett. Das Gesicht meiner Verkäuferin, als ich erzählte, dass ich in meine Schokocreme auch noch Fett reinmischen will, würde ich zu gern nochmal sehen. Palmfett gabs auch gar keins, nur... was anderes, normales Fett vermute ich. Meine Verkäuferin wollte mir ziemlich militant Margarine aufschwätzen (Auch ein schönes Wort, diesmal Schwäbisch. Apropos schönes Wort, a propos schreibt man eigentlich apropos und ist französisch. Immernoch ein schönes Wort. Verzeihung, immer noch), aber ich hab mich durchgesetzt. Außerdem hab ich noch Dr. Pepper Cola mitgenommen, hmm. Wieder zuhause hab ich mich dann direkt ans Backen gemacht. Ihr erinnert euch an die Regelung mit der Kücheneinrichtung? Nein, ich konnte kein Rührgerät auftreiben. Aber dafür nen Schneebesen. Eier und Zucker schaumig schlagen ging eigentlich noch relativ problemlos, aber als dann noch der Kakao dazu kam, wurde es ein bisschen ein Kraftakt. Ein bisschen. Aber schließlich wurde alles gut. Nur ein bisschen zu weich. Also, der kalte Hund, nicht alles. Aber unter den gegeben Umständen war ich sehr zufrieden. Kam auch gut an, die deutsche Esskultur. Ach ja, Servietten hatte ich vergessen, hab ich dann auf dem Campus im Diners geklaut. So, und jetzt hab ich ungefähr solange übers Backen geschrieben wie man zum Backen braucht (nutzloses Wissen....).
Apropos (hach...) nutzloses Wissen, an der Uni Essex gibt es Treppen, die an den dazugehörigen Wänden enden, und Gebäudeteile, die man nicht betreten kann. Was sich stark nach Verschwörung und Geheimbund anhört, liegt einfach daran, dass denen damals beim Bauen das Geld ausgegangen ist, also einfach überall noch schnell Wände hochziehen, damits nicht reinregnet.
Am Donnerstag hat Frederic (einer von den Mannheimer VWLern hier) Geburtstag gefeiert, hat echt Spaß gemacht, aber leider dazu geführt, dass ich am Freitag eher weniger gearbeitet hab. Ich über ne Stunde mit Frederic diskutiert, ob Obama oder McCain die Wahl demnächst (weiß ich doch nicht wann die wählen) gewinnen soll. Nicht wird, soll. Kennt ihr das, wenn ihr nach ein paar Bier zu diskutieren anfangt und an jedem Detail ewig rumlamentiert wird sodass man zwischendrin gar nicht mehr weiß worums eigentlich ging und alle anderen nach spätestens fünf Minuten die Augen verdrehen? Genau so
. Aber ich hab gewonnen, logo
. Aber mal im Ernst, war ein langer, schöner, gemütlicher Abend. War den Freitag Vormittag wert. Und mein gender wage gap term paper werd ich hoffentlich morgen trotzdem fertig kriegen (habt ihr die Überleitung gesehen, hammer, oder? Hammer). War echt ein spannendes Thema, hat mir denke ich methodisch relativ viel gebracht, und hat Spaß gemacht mit Stata rum zu knobeln (klar schreibt man das so), bis es funktioniert hat. Nächste Woche, wenn Ruth da ist, werd ich mal nen Gang zurückschalten, dann hab ich ca. ne Woche, um die Präsentation für meinen PhD Kurs zu machen, dann kommen die regulären tests und assignments, dann hab ich vermutlich nochmal ein paar Tage frei, dann kommt das zusätzliche assignment, dass ich machen muss, und dann flieg ich wieder nach Deutschland. Ah ja (irgendwann wir apropos auch langweilig), vorgestern hab ich das Thema gekriegt, dass ich präsentieren soll, aber ich hab noch nicht reingeschaut. Mal kurz einfach den Titel lesen. Social Choice. Ja dann.
Auf dem Wochenmarkt hab ich diese Woche Tomaten, Paprika, Champignons, Gurken, Zucchini, Zuckerschoten und Mais gekauft.
Und vorhin war ich noch im Unikino, der erste der fünf Filme zu ehren Lars von Triers lief, Medea, einer seiner ganz ganz frühen Filme. Der Film beginnt mit Jasons Hochzeit mit Glauke und Medeas Verbannung aus Korinth und beschäftigt sich dann mit Medeas Rache an Jason, alles Teil der griechischen Mythologie, ich glaube Homer. War halt von Mitte der 80er, so richtig low budget, und darüber hinaus nur halb professionell gemacht, so eine Art Gesellenstück, würde ich sagen
. Eigentlich ganz gute Interpretation der Geschichte, aber die Umsetzung verschenkt schon einiges von dem, was möglich gewesen wäre.
So, das wars, mehr kommt nicht, keine Zugabe, kein Bonus Track, auch kein versteckter, ehrlich.
Liebe Grüße nach Deutschland und in den Rest der Welt, ich vermiss euch,
Felix
[color=Hintergrundfarbe, also Weiß bei mails, und hier... eben]Bonus Track!!!!! Mist, jetzt hab ich mir nix aufgespart, konnte ja keiner ahnen, das den jemand findet. Ah, ich weiß: Manuel hat diese Woche rausgefunden, dass die Asiaten hier alle ihre Unterwäsche von Hand waschen, weil die Angst vor der dreckigen Waschtrommel haben, kein Witz. Manuel und die Asiaten waren über die Waschtechnik des jeweils anderen ziemlich entsetzt. Ich auch.
Schreib mir doch bitte kurz ne Nachricht, wenn du das hier findest, für die Statistik
.[/color]
wir haben heute den Monatsersten, aber leider auch Samstag, deshalb ist das auch nicht eure Lohntüte, sondern nur ne blöde email vom Felix aus England, die ungefähr keinen monetären Wert hat. Und das auch nur, wenn ihr sie sofort löscht, sonst kostet sie eure wertvolle Zeit, hat also quasi einen negativen monetären Wert, aber das interessiert nur VWLer. Für alle anderen ist sie weiterhin umsonst.
Ihr erinnert euch an die erfreuliche mail von der Univerwaltung über meine Mietkürzung? Ich war dann am Dienstag morgen im Finance Office und wollte meinen Scheck abholen, wo man mir aber sagte man hätte technische Schwierigkeiten und könne deshalb keine Schecks ausstellen, ich solle morgen wiederkommen. Da hatte ich vollstes Verständnis für, kennt man ja von zuhause, meine Scheckschreibmaschine streikt auch ständig. Läuft wahrscheinlich mit Windows. Nun hatte die Univerwaltung inzwischen offenbar spitz gekriegt, dass ich mich gefreut hab, und wollte mir deshalb jede Menge weitere emails schreiben, damit ich mich weiter freue. Leider funktioniert das so nicht. Das weiß die Univerwaltung aber nicht. Jedenfalls kam am Dienstag Nachmittag (diesmal hab ichs nachgesehen, extra für euch) die nächste mail, mit der nicht ganz so erfreulichen Nachricht, dass das Ende des Mietvertrages zwar korrekterweise auf den dreizehnten Dezember gelegt wurde, aber leider die Miete dazu falsch berechnet wurde. Dadurch ist meine Miete wieder 50 Pfund gestiegen. Mist. Erst mal ignorieren. Das war auch ne Weise Entscheidung, weil dann am Dienstag abend (mit Dienstag und Mttwoch wär das viel lustiger gewesen. Memo an mich, nächstes mal wieder Wahrheit frisieren. Dauerwelle oder so) direkt nochmal ne mail von der Univerwaltung kam, in der sinngemäß stand "macht doch watt ihr wollt, aber sagt uns Bescheid". Will heißen, ich kann jetzt gehen, wann ich will, und zahle auch nur Miete, solange ich wirklich hier wohne. Was das jetzt genau für meine Miete bedeutet muss erst noch errechnet werden. Im Finance Office war ich noch nicht wieder, bin mal gespannt was jetzt aus meinem Scheck wird.
Am Dienstag war ich außerdem noch einkaufen im Tesco, dem Supermarkt meines Vertrauens. Weil, wir treffen uns ja Mittwochs immer zum Rollenspielen, und da bringt reihum jeder was zu essen mit. Und eigentlich wär ich nächste Woche dran gewesen, aber da ist Ruth ja hier, und außerdem ist es ihr Geburtstag (ja, genau, am 05., ihr Schlafkappen
Für kalten Hund braucht man Butterkekse, Kakaopulver, Zucker, Eier und Palmfett (besser bekannt als PALMin). Zucker hatte ich schon zuhause. Nach der ersten halben Stunde im Tesco hatte ich Eier. Also hab ich mir ne Verkäuferin geschnappt, die sich echt Mühe gegeben hat und mit mir bestens gelaunt nochmal ne halbe Stunde durch den Laden gerannt ist. Angefangen haben wir mit Butterkeksen, das kannte sie, die habens nämlich inzwischen in der Variante mit Schokoglasur über den Ärmelkanal geschafft. Die ohne aber nicht. Kurzzeitig hab ich überlegt, die mit Schokoglasur zu nehmen, aber meine Verkäuferin hat mir dann englische Kekse in die Hand gedrückt. Nachdem ich fix eine Packung aufgerissen und probiert hatte, durfte ich erfreut feststellen, dass die tatsächlich ziemlich ähnlich waren, nur etwas weicher als das deutsche Pendant. Weiter gings mit Kakao, dafür war ich einfach zu blind, problemlos. Dafür hab ich doppelt so viel gekauft, wie ich gebraucht hätte. Auch gut. Tja, und dann kam das Palmfett. Das Gesicht meiner Verkäuferin, als ich erzählte, dass ich in meine Schokocreme auch noch Fett reinmischen will, würde ich zu gern nochmal sehen. Palmfett gabs auch gar keins, nur... was anderes, normales Fett vermute ich. Meine Verkäuferin wollte mir ziemlich militant Margarine aufschwätzen (Auch ein schönes Wort, diesmal Schwäbisch. Apropos schönes Wort, a propos schreibt man eigentlich apropos und ist französisch. Immernoch ein schönes Wort. Verzeihung, immer noch), aber ich hab mich durchgesetzt. Außerdem hab ich noch Dr. Pepper Cola mitgenommen, hmm. Wieder zuhause hab ich mich dann direkt ans Backen gemacht. Ihr erinnert euch an die Regelung mit der Kücheneinrichtung? Nein, ich konnte kein Rührgerät auftreiben. Aber dafür nen Schneebesen. Eier und Zucker schaumig schlagen ging eigentlich noch relativ problemlos, aber als dann noch der Kakao dazu kam, wurde es ein bisschen ein Kraftakt. Ein bisschen. Aber schließlich wurde alles gut. Nur ein bisschen zu weich. Also, der kalte Hund, nicht alles. Aber unter den gegeben Umständen war ich sehr zufrieden. Kam auch gut an, die deutsche Esskultur. Ach ja, Servietten hatte ich vergessen, hab ich dann auf dem Campus im Diners geklaut. So, und jetzt hab ich ungefähr solange übers Backen geschrieben wie man zum Backen braucht (nutzloses Wissen....).
Apropos (hach...) nutzloses Wissen, an der Uni Essex gibt es Treppen, die an den dazugehörigen Wänden enden, und Gebäudeteile, die man nicht betreten kann. Was sich stark nach Verschwörung und Geheimbund anhört, liegt einfach daran, dass denen damals beim Bauen das Geld ausgegangen ist, also einfach überall noch schnell Wände hochziehen, damits nicht reinregnet.
Am Donnerstag hat Frederic (einer von den Mannheimer VWLern hier) Geburtstag gefeiert, hat echt Spaß gemacht, aber leider dazu geführt, dass ich am Freitag eher weniger gearbeitet hab. Ich über ne Stunde mit Frederic diskutiert, ob Obama oder McCain die Wahl demnächst (weiß ich doch nicht wann die wählen) gewinnen soll. Nicht wird, soll. Kennt ihr das, wenn ihr nach ein paar Bier zu diskutieren anfangt und an jedem Detail ewig rumlamentiert wird sodass man zwischendrin gar nicht mehr weiß worums eigentlich ging und alle anderen nach spätestens fünf Minuten die Augen verdrehen? Genau so
Auf dem Wochenmarkt hab ich diese Woche Tomaten, Paprika, Champignons, Gurken, Zucchini, Zuckerschoten und Mais gekauft.
Und vorhin war ich noch im Unikino, der erste der fünf Filme zu ehren Lars von Triers lief, Medea, einer seiner ganz ganz frühen Filme. Der Film beginnt mit Jasons Hochzeit mit Glauke und Medeas Verbannung aus Korinth und beschäftigt sich dann mit Medeas Rache an Jason, alles Teil der griechischen Mythologie, ich glaube Homer. War halt von Mitte der 80er, so richtig low budget, und darüber hinaus nur halb professionell gemacht, so eine Art Gesellenstück, würde ich sagen
So, das wars, mehr kommt nicht, keine Zugabe, kein Bonus Track, auch kein versteckter, ehrlich.
Liebe Grüße nach Deutschland und in den Rest der Welt, ich vermiss euch,
Felix
[color=Hintergrundfarbe, also Weiß bei mails, und hier... eben]Bonus Track!!!!! Mist, jetzt hab ich mir nix aufgespart, konnte ja keiner ahnen, das den jemand findet. Ah, ich weiß: Manuel hat diese Woche rausgefunden, dass die Asiaten hier alle ihre Unterwäsche von Hand waschen, weil die Angst vor der dreckigen Waschtrommel haben, kein Witz. Manuel und die Asiaten waren über die Waschtechnik des jeweils anderen ziemlich entsetzt. Ich auch.
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Und warum sollte das Internet uns anlügen?
- hawk_myarsis
- Illuminatus maior
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- Realname: Felix Hofmeister
- Wohnort: Mittelbiberach
Re: Lebenszeichen von der Insel
Hallo allerseits,
hier herrscht Krieg. Und ich meine nicht den Kampf gegen den Zicken-Terror, auch nicht die Gefechte um freie Kochplatten in der Küche, ich meine den mit Blut und Toten und Bomben und all so was. Zumindest schien mir das die plausibelste Erklärung für das Maschinengewehrfeuer während meiner Vorlesung heute mittag. Aus der Tatsache, dass meine Veteranen, ähh, Kumpanen (reim dich oder du kommst an die Colchester-Front!) ganz ruhig sitzen blieben und nicht Deckung suchten schloss ich einerseits, dass die Kampfhandlungen noch nicht in nächster Nähe sein konnten, und zum anderen, dass offenbar jemand vergessen hat, mich vor meinem Abflug über die andauernden Konflikte an Englands Ostküste zu informieren. Dass in besagter Vorlesung nur drei Studenten saßen, machte es etwas schwierig, mal vorsichtig nach dem Ursprung der bewaffneten Auseinandersetzungen zu fragen. Nach der Vorlesung (bei anhaltendem Gewehrfeuer) stellte sich heraus, dass Colchester stolze Besitzerin einer eigenen Kaserne mit Truppenübungsplatz ist. War aber auch unwahrscheinlich.
Wie schon dem Betreff zu entnehmen ist, ist heute Montag (Überleitung? Hallo Überleitung? Unterm Bett? In der Schublade? Nirgends?...). Damit ist es jetzt praktischer, die Tage aufzuzählen, an denen meine Mails nicht kommen. Und das mit wöchentlich hat sich auch erledigt. Zuverlässig wie die Bahn (Irgendwo musste sie ja stecken. Die Überleitung, nicht die Bahn.). Erinnert ihr euch an den Zug, der vor ein paar Monaten in einem Tunnel in eine Schafherde gefahren und entgleist ist? Damit hätte ich jetzt zugegebenermaßen auch nicht gerechnet. Jedenfalls hab ich die Woche auf Spiegel Online gelesen, dass der Lokführer des Rettungszugs besoffen war. Find ich auch in Ordnung, schließlich fährt so ein Zug auf Schienen, und auch mit besoffenem Lokführer springt der da kaum runter. Seh gar nicht, wo das Problem liegt. Aber "die Tunnel sind sicher". So wie die Renten. Fein.
Für die fehlende Nachricht letzte Woche kann ich übrigens nichts. Ruth war wie angekündigt hier, und die ist mir einfach wichtiger als ihr. So, jetzt ist es raus. Das musste mal gesagt werden. Jedenfalls war es wahnsinnig toll, dass sie hier war. Auch wenn ich viel zu wenig Zeit für sie hatte, es war einfach schön mal wieder in den Arm genommen zu werden. Mir war gar nicht klar wie sehr mir das gefehlt hat. Ich hatte eigentlich gehofft, mir mehr Zeit nehmen zu können, aber kurz vor ihrem Abflug wurde mir eröffnet, dass ich in das erste Term Paper, dass ich schon abgeschlossen wähnte, noch mal ein Wochenende Arbeit stecken muss. Außerdem muss ich für meine Präsentation im Doktorandenkurs erstmal lecture notes schreiben. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das mehr Arbeit wird, als ich gedacht hatte... Den einzigen richtigen Ausflug haben wir nach Clacton gemacht. Wenn ich schon mal in England bin, muss ich ja wenigstens Biberachs Partnerstadt gesehen haben. Nee, im Ernst, nach Clacton geht einfach die einzige direkte Busverbindung vom Campus zum Meer. Der hat sich aber auch echt gelohnt, wir haben uns einen schönen Tag ausgesucht, und am Meer sein ist einfach toll. Auch wenns kalt und windig und das Wasser braun ist. Meer ist Meer. Zum Sonnenuntergang um vier haben wir dann sogar noch, zugegebenermaßen nach etwas anstrengender Suche, ein nettes kleines Restaurant gefunden, und seitdem weiß ich auch wie Meatpie schmeckt. Echt lecker. Dank Ruths Besuch hier kenne ich jetzt außerdem Baked Beans, auch lecker, und Melting Middle Chocolate Pudding, sehr geil. Letzteres ist ein Schokokuchen in Mohrenkopfform mit Schokosauce in der Mitte. Das ganze kommt vor dem Verzehr für eine Minute in die Mikrowelle, ein Gedicht! Wenn man dazu noch ein Glas Dr. Pepper Cola hat ist das zwar ein ernährungswissenschaftlicher Gau, aber sooooo lecker. Ebenfalls der Ruth habe ich zu verdanken, dass ich den Park der Universität jetzt kenne. Wir haben da einen Spaziergang durch gemacht. Und da gibts wirklich traumhafte Ecken. Zwei Seen, Bäume mit Herbstlaub in allen Farben, uralte, riesige Bäume... Wenn ich dazu komme, mach ich eines schönen Tages (wettermäßig, jetzt) noch ein paar Fotos. Zwei Tage, nachdem Ruth weg war, kam dann die room inspection. Die schneien einfach mal rein und schauen, obs dem Zimmer gut geht. Ich glaube, da hab ich echt Glück gehabt. Die wären über Ruths Anwesenheit vermutlich nicht begeistert gewesen...
In der Uni stehen ansonsten die Assignments an, die zwar nicht (alle) benotet werden, aber trotzdem verpflichtend sind. Das erste hab ich heute abgegeben. Und auch in das zweite Term Paper muss ich noch mal Arbeit stecken, wenn auch hoffentlich weniger, als in das erste. Werde ich wohl erst nächstes (nicht kommendes) Wochenende zu kommen.
Zum Schluss noch was erfreuliches: Andreas Mami gehts gut. Toll, gell. Also gut, Andrea ist mein Dozent aus Italien. Der hat uns letzte Woche vor der Vorlesung darauf vorbereitet, dass seine Mama ihn während der Vorlesung anrufen wird, weil seine Eltern ihn besuchen kommen und bei der Ankunft am Bahnhof in Panik verfallen, wenn sie nicht anrufen können. Außerdem machen wir ein bisschen früher Schluss, damit er sie abholen kann. Während der Vorlesung rief Andreas Mami dann auch prompt an, sprach kurz und italienisch mir ihrem Sohn, der uns mitteilte dass es seinen Eltern inzwischen wohlbehalten angekommen und auch sonst bester Dinge seien. Sehr süß.
So, ich geh jetzt unter die Dusche,
Liebe Grüße,
Felix
hier herrscht Krieg. Und ich meine nicht den Kampf gegen den Zicken-Terror, auch nicht die Gefechte um freie Kochplatten in der Küche, ich meine den mit Blut und Toten und Bomben und all so was. Zumindest schien mir das die plausibelste Erklärung für das Maschinengewehrfeuer während meiner Vorlesung heute mittag. Aus der Tatsache, dass meine Veteranen, ähh, Kumpanen (reim dich oder du kommst an die Colchester-Front!) ganz ruhig sitzen blieben und nicht Deckung suchten schloss ich einerseits, dass die Kampfhandlungen noch nicht in nächster Nähe sein konnten, und zum anderen, dass offenbar jemand vergessen hat, mich vor meinem Abflug über die andauernden Konflikte an Englands Ostküste zu informieren. Dass in besagter Vorlesung nur drei Studenten saßen, machte es etwas schwierig, mal vorsichtig nach dem Ursprung der bewaffneten Auseinandersetzungen zu fragen. Nach der Vorlesung (bei anhaltendem Gewehrfeuer) stellte sich heraus, dass Colchester stolze Besitzerin einer eigenen Kaserne mit Truppenübungsplatz ist. War aber auch unwahrscheinlich.
Wie schon dem Betreff zu entnehmen ist, ist heute Montag (Überleitung? Hallo Überleitung? Unterm Bett? In der Schublade? Nirgends?...). Damit ist es jetzt praktischer, die Tage aufzuzählen, an denen meine Mails nicht kommen. Und das mit wöchentlich hat sich auch erledigt. Zuverlässig wie die Bahn (Irgendwo musste sie ja stecken. Die Überleitung, nicht die Bahn.). Erinnert ihr euch an den Zug, der vor ein paar Monaten in einem Tunnel in eine Schafherde gefahren und entgleist ist? Damit hätte ich jetzt zugegebenermaßen auch nicht gerechnet. Jedenfalls hab ich die Woche auf Spiegel Online gelesen, dass der Lokführer des Rettungszugs besoffen war. Find ich auch in Ordnung, schließlich fährt so ein Zug auf Schienen, und auch mit besoffenem Lokführer springt der da kaum runter. Seh gar nicht, wo das Problem liegt. Aber "die Tunnel sind sicher". So wie die Renten. Fein.
Für die fehlende Nachricht letzte Woche kann ich übrigens nichts. Ruth war wie angekündigt hier, und die ist mir einfach wichtiger als ihr. So, jetzt ist es raus. Das musste mal gesagt werden. Jedenfalls war es wahnsinnig toll, dass sie hier war. Auch wenn ich viel zu wenig Zeit für sie hatte, es war einfach schön mal wieder in den Arm genommen zu werden. Mir war gar nicht klar wie sehr mir das gefehlt hat. Ich hatte eigentlich gehofft, mir mehr Zeit nehmen zu können, aber kurz vor ihrem Abflug wurde mir eröffnet, dass ich in das erste Term Paper, dass ich schon abgeschlossen wähnte, noch mal ein Wochenende Arbeit stecken muss. Außerdem muss ich für meine Präsentation im Doktorandenkurs erstmal lecture notes schreiben. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das mehr Arbeit wird, als ich gedacht hatte... Den einzigen richtigen Ausflug haben wir nach Clacton gemacht. Wenn ich schon mal in England bin, muss ich ja wenigstens Biberachs Partnerstadt gesehen haben. Nee, im Ernst, nach Clacton geht einfach die einzige direkte Busverbindung vom Campus zum Meer. Der hat sich aber auch echt gelohnt, wir haben uns einen schönen Tag ausgesucht, und am Meer sein ist einfach toll. Auch wenns kalt und windig und das Wasser braun ist. Meer ist Meer. Zum Sonnenuntergang um vier haben wir dann sogar noch, zugegebenermaßen nach etwas anstrengender Suche, ein nettes kleines Restaurant gefunden, und seitdem weiß ich auch wie Meatpie schmeckt. Echt lecker. Dank Ruths Besuch hier kenne ich jetzt außerdem Baked Beans, auch lecker, und Melting Middle Chocolate Pudding, sehr geil. Letzteres ist ein Schokokuchen in Mohrenkopfform mit Schokosauce in der Mitte. Das ganze kommt vor dem Verzehr für eine Minute in die Mikrowelle, ein Gedicht! Wenn man dazu noch ein Glas Dr. Pepper Cola hat ist das zwar ein ernährungswissenschaftlicher Gau, aber sooooo lecker. Ebenfalls der Ruth habe ich zu verdanken, dass ich den Park der Universität jetzt kenne. Wir haben da einen Spaziergang durch gemacht. Und da gibts wirklich traumhafte Ecken. Zwei Seen, Bäume mit Herbstlaub in allen Farben, uralte, riesige Bäume... Wenn ich dazu komme, mach ich eines schönen Tages (wettermäßig, jetzt) noch ein paar Fotos. Zwei Tage, nachdem Ruth weg war, kam dann die room inspection. Die schneien einfach mal rein und schauen, obs dem Zimmer gut geht. Ich glaube, da hab ich echt Glück gehabt. Die wären über Ruths Anwesenheit vermutlich nicht begeistert gewesen...
In der Uni stehen ansonsten die Assignments an, die zwar nicht (alle) benotet werden, aber trotzdem verpflichtend sind. Das erste hab ich heute abgegeben. Und auch in das zweite Term Paper muss ich noch mal Arbeit stecken, wenn auch hoffentlich weniger, als in das erste. Werde ich wohl erst nächstes (nicht kommendes) Wochenende zu kommen.
Zum Schluss noch was erfreuliches: Andreas Mami gehts gut. Toll, gell. Also gut, Andrea ist mein Dozent aus Italien. Der hat uns letzte Woche vor der Vorlesung darauf vorbereitet, dass seine Mama ihn während der Vorlesung anrufen wird, weil seine Eltern ihn besuchen kommen und bei der Ankunft am Bahnhof in Panik verfallen, wenn sie nicht anrufen können. Außerdem machen wir ein bisschen früher Schluss, damit er sie abholen kann. Während der Vorlesung rief Andreas Mami dann auch prompt an, sprach kurz und italienisch mir ihrem Sohn, der uns mitteilte dass es seinen Eltern inzwischen wohlbehalten angekommen und auch sonst bester Dinge seien. Sehr süß.
So, ich geh jetzt unter die Dusche,
Liebe Grüße,
Felix
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Hallo ihr Lieben,
mein Terminkalender sagt ich sitze grade im Unikino und sehe mir "This is England" an. Auf der anderen Seite schreibe ich euch grade eine Email. Das passt nicht sooo gut zusammen. So unhöflich bin ich nun für gewöhnlich auch wieder nicht. Wie vermutet lügt mein Terminkalender, ich sitze natürlich nicht im Unikino, weil die "This is England" DVD (gar nicht so natürlich) derartig verkratzt war, dass die Vorstellung nach dem ersten Drittel abgebrochen wurde. Schade, machte einen guten Eindruck. Na ja, werd ich ihn mir wohl mal ausleihen müssen.
In Deutschland. Wo ich in gut zwei Wochen wieder sein werde (Jaa, ich weiß, aber die Überleitung liegt mit Fieber im Bett). Nur noch zwei mal Email schreiben. Wenn man diese hier dazuzählt. Aber diese hier ist ja auch noch nicht halb fertig, und ich runde mathematisch. Nicht gemeinschaftskundlich oder so.
Wo war ich? Ach ja, tatsächlich, in zwei Wochen bin ich schon am Koffer packen. Ich gebe ehrlich zu, ich freue mich auf zuhause. Auf euch, vor allem. In zehn Wochen am Schreibtisch sind sowohl Gelegenheiten als auch der Wille dazu, neue Freundschaften zu schließen, eher Mangelware. Da ist die Aussicht auf eine vertraute Umgebung und auf Vertraute, die einen umgeben, schon eine erfreuliche Aussicht.
Nur noch zwei Wochen heißt auch nur noch ein mal Wäsche waschen. Das ist insofern eher positiv als ich in den letzten Wochen entweder einen unerwarteten Wachstumsschub durchgemacht habe, oder ein paar T-Shirts doch ein paar Grad zu heiß gewaschen. Um solche Ungewissheiten in Zukunft ausschließen zu können habe ich angefangen, jeden Morgen meine Größe mit Kreide an den Türpfosten (Türholm? Wat denn nu?) anzuzeichnen. Bislang keine nennenswerte Veränderungen. Mal sehen was die T-Shirts machen.
Das Fieber hat die Überleitung übrigens von mir. Letzte Woche hatte ich zwei oder drei Tage lang ein Kratzen im Hals, brennende Augen und womit sich der schleichende Tod sonst noch so anzukündigen pflegt (Nein, ich bin weder Hypochonder noch Schütze, ich übertreibe nicht!). Und irgendwann hieß es die Überleitung oder ich, also habe ich schweren Herzens mein Leiden in einem sehr alten, fast vergessenen, dunklen, englischen (es sind gebackene Bohnen involviert...) Ritual auf die Überleitung übertragen. Ich hoffe wirklich, sie ist bald über den Berg.
Am Sonntag könnte ich sie gesund pflegen. Nach allem, was ich weiß, habe ich da nämlich frei. Frei wie in "ich muss nicht arbeiten und habe frei" (Rigid and unflexible? Don't you think that's a little... redundant?). Das liegt daran, dass ich meine lecture notes (siehe letzte Email) inzwischen fertig geschrieben habe, aber keine lecture halten muss. Ich muss nur noch mal drüber kucken, Rechtschreibfehler beseitigen und so, dann wars das. Hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Das heißt dieses Wochenende, dass sich ausnahmsweise von Donnerstag bis in den Sonntag hineinzieht, steht nur die Überarbeitung des zweiten Term Papers an. Wow. Viel wahrscheinlicher (als das mit dem Gesund pflegen jetzt) ist aber, dass ich einfach ausschlafe, beschließe, das Bett nicht zu verlassen, mir ein Buch oder den Laptop oder beides schnappe, nach einer Viertel Stunde das Bett doch verlasse, weil die Schmerzen in meinem Rücken dank der unglaublich bequemen Matratze unerträglich werden und vielleicht sogar einen Spaziergang durch den in irgendeiner Mail erwähnten Park und Fotos mache (Seht ihr, deshalb muss auch die lecture notes noch mal überarbeiten). Könnte mich nicht erinnern, dass die (Überleitung, Anm. d. Freunde und Helfer, die diese Nachricht mitlesen) mir schon mal Suppe gebracht hätte oder so. Soll sehen, was sie davon hat.
Jedenfalls werd ich den aktuellen Pfund zu Euro-Wechselkurs nachsehen. Aktuell ist das Pfund so schwach wie wahrscheinlich noch gar nie, seit es den Euro gibt. Das ist deshalb interessant (also, für mich, für euch jetzt eigentlich nicht so), weil von meiner Mietrückzahlung von der Uni noch ein ganzer Batzen da ist, den ich wohl mit nach Hause bringen werde. Ich seh schon, ich geh wohl unter die Währungsspekulanten, wie die ganzen Superreichen, dann kann ich auch endlich mal Finanzmarktkrisen auslösen. Nächstens schreib ich dem Gordon mal ne Mail und sag ihm, wenn er in Zukunft nicht spurt werfe ich alle meine Devisen auf den Markt, und dann kann er mal sehen, wie er seine Importe bezahlt.
Wo wir grade beim Thema sind, heute morgen habe ich meine nicht in Pfund gebundenen Reserven an die Uni Mannheim überwiesen, damit die mich nächstes Semester weiterstudieren lassen. Also, liebe Mannheimer, eine Woche habt ihr noch, danach wird exmatrikuliert. Irgendwann.
So, ich schau mir jetzt mal noch kurz an, was ich vor meinem Abflug organisatorisch noch erledigen muss, und ihr.. Na, ihr wisst schon, abschalten!
Liebe Grüße,
Felix
mein Terminkalender sagt ich sitze grade im Unikino und sehe mir "This is England" an. Auf der anderen Seite schreibe ich euch grade eine Email. Das passt nicht sooo gut zusammen. So unhöflich bin ich nun für gewöhnlich auch wieder nicht. Wie vermutet lügt mein Terminkalender, ich sitze natürlich nicht im Unikino, weil die "This is England" DVD (gar nicht so natürlich) derartig verkratzt war, dass die Vorstellung nach dem ersten Drittel abgebrochen wurde. Schade, machte einen guten Eindruck. Na ja, werd ich ihn mir wohl mal ausleihen müssen.
In Deutschland. Wo ich in gut zwei Wochen wieder sein werde (Jaa, ich weiß, aber die Überleitung liegt mit Fieber im Bett). Nur noch zwei mal Email schreiben. Wenn man diese hier dazuzählt. Aber diese hier ist ja auch noch nicht halb fertig, und ich runde mathematisch. Nicht gemeinschaftskundlich oder so.
Wo war ich? Ach ja, tatsächlich, in zwei Wochen bin ich schon am Koffer packen. Ich gebe ehrlich zu, ich freue mich auf zuhause. Auf euch, vor allem. In zehn Wochen am Schreibtisch sind sowohl Gelegenheiten als auch der Wille dazu, neue Freundschaften zu schließen, eher Mangelware. Da ist die Aussicht auf eine vertraute Umgebung und auf Vertraute, die einen umgeben, schon eine erfreuliche Aussicht.
Nur noch zwei Wochen heißt auch nur noch ein mal Wäsche waschen. Das ist insofern eher positiv als ich in den letzten Wochen entweder einen unerwarteten Wachstumsschub durchgemacht habe, oder ein paar T-Shirts doch ein paar Grad zu heiß gewaschen. Um solche Ungewissheiten in Zukunft ausschließen zu können habe ich angefangen, jeden Morgen meine Größe mit Kreide an den Türpfosten (Türholm? Wat denn nu?) anzuzeichnen. Bislang keine nennenswerte Veränderungen. Mal sehen was die T-Shirts machen.
Das Fieber hat die Überleitung übrigens von mir. Letzte Woche hatte ich zwei oder drei Tage lang ein Kratzen im Hals, brennende Augen und womit sich der schleichende Tod sonst noch so anzukündigen pflegt (Nein, ich bin weder Hypochonder noch Schütze, ich übertreibe nicht!). Und irgendwann hieß es die Überleitung oder ich, also habe ich schweren Herzens mein Leiden in einem sehr alten, fast vergessenen, dunklen, englischen (es sind gebackene Bohnen involviert...) Ritual auf die Überleitung übertragen. Ich hoffe wirklich, sie ist bald über den Berg.
Am Sonntag könnte ich sie gesund pflegen. Nach allem, was ich weiß, habe ich da nämlich frei. Frei wie in "ich muss nicht arbeiten und habe frei" (Rigid and unflexible? Don't you think that's a little... redundant?). Das liegt daran, dass ich meine lecture notes (siehe letzte Email) inzwischen fertig geschrieben habe, aber keine lecture halten muss. Ich muss nur noch mal drüber kucken, Rechtschreibfehler beseitigen und so, dann wars das. Hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Das heißt dieses Wochenende, dass sich ausnahmsweise von Donnerstag bis in den Sonntag hineinzieht, steht nur die Überarbeitung des zweiten Term Papers an. Wow. Viel wahrscheinlicher (als das mit dem Gesund pflegen jetzt) ist aber, dass ich einfach ausschlafe, beschließe, das Bett nicht zu verlassen, mir ein Buch oder den Laptop oder beides schnappe, nach einer Viertel Stunde das Bett doch verlasse, weil die Schmerzen in meinem Rücken dank der unglaublich bequemen Matratze unerträglich werden und vielleicht sogar einen Spaziergang durch den in irgendeiner Mail erwähnten Park und Fotos mache (Seht ihr, deshalb muss auch die lecture notes noch mal überarbeiten). Könnte mich nicht erinnern, dass die (Überleitung, Anm. d. Freunde und Helfer, die diese Nachricht mitlesen) mir schon mal Suppe gebracht hätte oder so. Soll sehen, was sie davon hat.
Jedenfalls werd ich den aktuellen Pfund zu Euro-Wechselkurs nachsehen. Aktuell ist das Pfund so schwach wie wahrscheinlich noch gar nie, seit es den Euro gibt. Das ist deshalb interessant (also, für mich, für euch jetzt eigentlich nicht so), weil von meiner Mietrückzahlung von der Uni noch ein ganzer Batzen da ist, den ich wohl mit nach Hause bringen werde. Ich seh schon, ich geh wohl unter die Währungsspekulanten, wie die ganzen Superreichen, dann kann ich auch endlich mal Finanzmarktkrisen auslösen. Nächstens schreib ich dem Gordon mal ne Mail und sag ihm, wenn er in Zukunft nicht spurt werfe ich alle meine Devisen auf den Markt, und dann kann er mal sehen, wie er seine Importe bezahlt.
Wo wir grade beim Thema sind, heute morgen habe ich meine nicht in Pfund gebundenen Reserven an die Uni Mannheim überwiesen, damit die mich nächstes Semester weiterstudieren lassen. Also, liebe Mannheimer, eine Woche habt ihr noch, danach wird exmatrikuliert. Irgendwann.
So, ich schau mir jetzt mal noch kurz an, was ich vor meinem Abflug organisatorisch noch erledigen muss, und ihr.. Na, ihr wisst schon, abschalten!
Liebe Grüße,
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Juhuuuu,
'nur' noch zwei Wochen, dann hat Deutschland den Hofi wieder.
(Am letzten Wochenende haben wir schon auf dich angestoßen, was sehr nett war, weil dich von den 9 Leuten am Tisch eigentlich nur 3 kannten.)
'nur' noch zwei Wochen, dann hat Deutschland den Hofi wieder.
(Am letzten Wochenende haben wir schon auf dich angestoßen, was sehr nett war, weil dich von den 9 Leuten am Tisch eigentlich nur 3 kannten.)
Ich bin nicht das Subjekt dieses Satzes
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Da fühle ich mich überaus geehrt. Bei welcher Gelegenheit sitzen denn drei Menschen, die mich kennen, mit sechs Menschen zusammen, die mich nicht kennen?
Und warum sollte das Internet uns anlügen?
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Stimmt, das war nett. Auf Hofi!Evil Gretchen hat geschrieben:Juhuuuu,
'nur' noch zwei Wochen, dann hat Deutschland den Hofi wieder.
(Am letzten Wochenende haben wir schon auf dich angestoßen, was sehr nett war, weil dich von den 9 Leuten am Tisch eigentlich nur 3 kannten.)
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Re: Lebenszeichen von der Insel
Das passiert, wenn Anne ihre Freundeskreise mischt 
Ich bin nicht das Subjekt dieses Satzes