Forenrollenspiel: Land in Sicht!
Endlich scheint die Nonne zu reagieren. Vielleicht sind wir uns ähnlicher als wir denken....scheinbar hat sie schon viel mitmachen müssen
An die Schwester gerichtet: Ah, schön daß Ihr wieder bei Sinnen seid!Immer noch den Arm schützend um die Schwester gelegt schaue ich erschrocken auf, als der Medicus eilig den Raum betritt.
Antoniusfeuer? In meiner Kindheit gab es einmal solch einen Fall...das Kind hatte schwarze, abgestorbene Finger und Zehen. Aber es ist nicht ansteckend. Mir gefällt die Situation nicht, kein gutes Omen für einen neuen Anfang!
Jetzt erst fällt mein Blick auf den rothaarigen Mann auf dem Bett. Leise murmele ich ein Gebet und denke doch , daß er nun alles hinter sich hat.
An die Schwester gerichtet: Ah, schön daß Ihr wieder bei Sinnen seid!Immer noch den Arm schützend um die Schwester gelegt schaue ich erschrocken auf, als der Medicus eilig den Raum betritt.
Antoniusfeuer? In meiner Kindheit gab es einmal solch einen Fall...das Kind hatte schwarze, abgestorbene Finger und Zehen. Aber es ist nicht ansteckend. Mir gefällt die Situation nicht, kein gutes Omen für einen neuen Anfang!
Jetzt erst fällt mein Blick auf den rothaarigen Mann auf dem Bett. Leise murmele ich ein Gebet und denke doch , daß er nun alles hinter sich hat.
- Vera
- Priester
- Beiträge: 6437
- Registriert: So Jun 23, 2002 12:21
- Wohnort: Pluto, Milchstraße 15
- Kontaktdaten:
Bestürzt durch den plötzlichen Tod des Schotten und dankbar für die ihr gestellte Aufgabe fasst sich Schwester Ilsegart und macht sich an die Arbeit.
"Thomas, wären Sie freundlich und würden auf dem Markt einen Krug reines Olivenöl besorgen? Vielleicht bringt ihr einen etwas größeren Krug. Die Reise wird lang und es mag sein daß es dem einen oder anderen nach seelischen Beistand der gleichen Art und Weise verlangen wird.
Ein weißes Leinen in welches man den Toten einwickeln kann wäre auch von Nöten."
Sie wendet sich der Frau, die immer noch ihren Arm um sie gelegt hat zu:
"Miss, könnten Sie mir behilflich sein den Toten zu waschen?"
Sie steht auf, den Rosenkranz immer noch in der Hand haltend, und tritt an das Bett in welchem der Tote liegt. Sie streicht ihm die verschwitzten Haare mit einer zärtlichen Berührung aus dem Gesicht und öffnet ihm, als keiner hinsieht, die Augen um diese zu betrachten.
"Thomas, wären Sie freundlich und würden auf dem Markt einen Krug reines Olivenöl besorgen? Vielleicht bringt ihr einen etwas größeren Krug. Die Reise wird lang und es mag sein daß es dem einen oder anderen nach seelischen Beistand der gleichen Art und Weise verlangen wird.
Ein weißes Leinen in welches man den Toten einwickeln kann wäre auch von Nöten."
Sie wendet sich der Frau, die immer noch ihren Arm um sie gelegt hat zu:
"Miss, könnten Sie mir behilflich sein den Toten zu waschen?"
Sie steht auf, den Rosenkranz immer noch in der Hand haltend, und tritt an das Bett in welchem der Tote liegt. Sie streicht ihm die verschwitzten Haare mit einer zärtlichen Berührung aus dem Gesicht und öffnet ihm, als keiner hinsieht, die Augen um diese zu betrachten.
- Daniel
- Illuminatus regens
- Beiträge: 3853
- Registriert: So Jun 23, 2002 11:48
- Realname: Daniel Schrader
- Wohnort: Bronnen
- Kontaktdaten:
"Beim Klabautermann, daß hat uns gerade noch gefehlt!" schimpft Kapitän Clifford lautstark und fährt den Medikus an, als sei dies ganz allein seine persönliche Schuld. "Wir waren gerade bereit zum Auslaufen! Das bringt die Routenplanung komplett durcheinander. Landratten! Aber was wisst ihr schon davon... Ihr, Master Stratton, werdet mich jetzt zu den Constablern begleiten und dort mit mir eine Aussage machen. Und betet zu allem was euch heilig ist, daß wir noch heute ablegen können."
Der Medicus ist sich nicht sicher, ob er empört Wiederspruch einlegen soll und dem Kapitän kräftig die Meinung sagen soll, besinnt sich aber sehr schnell, daß dies für längere Zeit die einzige Möglichkeit darstellt nach Westindien zu kommen.
"McGunn! McGUNNN!!! Du übernimmst die Verantwortung, bis ich wiederkomme. Und schau mir zu, daß nicht noch eine der Landratten hier das Zeitliche segent. Vielleicht zeigst du den Männern nochmal wie sie die Kanonen zu bedienen haben..."
Der Kapitän geht zur Kabine und muß erstaunt feststellen, daß der Tote bereits von Thomas durchsucht wird. Nach außen hin gelassen hebt er an:"Master... wie war ihr Name noch gleich Jeffy? Ihr möchtet bitte dem Kapitän seine Aufgaben überlassen, und ihn nicht ungefragt davon entbinden und sie euren Diener tun lassen. Dies nennt man auf See nämlich Meuterei. Nun, wir sind noch nicht auf See, aber wir werden die Zeit auf See friedlich und gesittet miteinander verbringen, wenn ihr meinen Ordern folge leistet." Er schaut in die versammelte Runde. "Und damit meine ich alle Passagiere."
Master Stratton, mit seinem obligatorischem Köfferchen im Arm, und der Kapitän, mit den Papieren des Verstorbenen, verlassen das Schiff.
Die gesamte Mannschaft hat die Schreie ihres Kapitäns vernommen. Um es gelinde auszudrücken ist die Stimmung bedrückt. Da sieht man Higgins zum Beispiel, wie er eines seiner Amulette ín die Hand nimmt und küßt. Oder Quinn, der seine Rumpulle leert. Oder der Smutje, der hektisch von Mann zu Mann rennt und tuschelt.
Alle Passagiere ernten böse Blicke und mancher Matrose zeigt mit dem Finger auf euch, während er mit einem anderen Matrosen tuschelt. Jeder Seemann überzeugt sich einzeln von dem Bild, das sich von der Kabinentür aus bietet. Viele bekreuzigen sich und eine große Angst ist allen ins Gesicht geschrieben. Angst vermischt mit Zorn. Jeder kann die Anspannung, die in der Luft liegt förmlich riechen.
Schlechte Karten für die Passagiere der 'Good Hope'... Eineinhalb Tote und eine verstimmte Manschaft ist die traurige Bilanz der letzten Stunden.
Der Medicus ist sich nicht sicher, ob er empört Wiederspruch einlegen soll und dem Kapitän kräftig die Meinung sagen soll, besinnt sich aber sehr schnell, daß dies für längere Zeit die einzige Möglichkeit darstellt nach Westindien zu kommen.
"McGunn! McGUNNN!!! Du übernimmst die Verantwortung, bis ich wiederkomme. Und schau mir zu, daß nicht noch eine der Landratten hier das Zeitliche segent. Vielleicht zeigst du den Männern nochmal wie sie die Kanonen zu bedienen haben..."
Der Kapitän geht zur Kabine und muß erstaunt feststellen, daß der Tote bereits von Thomas durchsucht wird. Nach außen hin gelassen hebt er an:"Master... wie war ihr Name noch gleich Jeffy? Ihr möchtet bitte dem Kapitän seine Aufgaben überlassen, und ihn nicht ungefragt davon entbinden und sie euren Diener tun lassen. Dies nennt man auf See nämlich Meuterei. Nun, wir sind noch nicht auf See, aber wir werden die Zeit auf See friedlich und gesittet miteinander verbringen, wenn ihr meinen Ordern folge leistet." Er schaut in die versammelte Runde. "Und damit meine ich alle Passagiere."
Master Stratton, mit seinem obligatorischem Köfferchen im Arm, und der Kapitän, mit den Papieren des Verstorbenen, verlassen das Schiff.
Die gesamte Mannschaft hat die Schreie ihres Kapitäns vernommen. Um es gelinde auszudrücken ist die Stimmung bedrückt. Da sieht man Higgins zum Beispiel, wie er eines seiner Amulette ín die Hand nimmt und küßt. Oder Quinn, der seine Rumpulle leert. Oder der Smutje, der hektisch von Mann zu Mann rennt und tuschelt.
Alle Passagiere ernten böse Blicke und mancher Matrose zeigt mit dem Finger auf euch, während er mit einem anderen Matrosen tuschelt. Jeder Seemann überzeugt sich einzeln von dem Bild, das sich von der Kabinentür aus bietet. Viele bekreuzigen sich und eine große Angst ist allen ins Gesicht geschrieben. Angst vermischt mit Zorn. Jeder kann die Anspannung, die in der Luft liegt förmlich riechen.
Schlechte Karten für die Passagiere der 'Good Hope'... Eineinhalb Tote und eine verstimmte Manschaft ist die traurige Bilanz der letzten Stunden.
- Dor Kalach
- Illuminatus regens
- Beiträge: 2796
- Registriert: Fr Okt 04, 2002 0:53
- Realname: Tobi Kieninger
- Charaktername: Eleuterius
- Wohnort: weit weg
- Kontaktdaten:
Während Rose und Ilsegard den Toten waschen geht Thomas los, das geforderte Öl und Tuch zu besorgen. In einer verkorkten Flasche bringt er kaltgepresstets Öl (eigentlich unverschämt teuer dafür dass es für einen Toten ist...) und einen kleinen Ballen weisses Leinen zurück aufs Schiff.
Als die beiden Weiber mit ihrer Waschung fertig sind, geht Thomas her und wickelt den Toten in ein Stück des Leinenstoffes. Zusammen mit Quinn, den er herbeigerufen hat, wird eine Bahre gefertigt, auf die der Tote gelegt wird.
Nun warten alle in gedrückter Stimmung auf den Käptn, der wohl Weisung geben wird, wie weiter zu verfahren sei.
Als die beiden Weiber mit ihrer Waschung fertig sind, geht Thomas her und wickelt den Toten in ein Stück des Leinenstoffes. Zusammen mit Quinn, den er herbeigerufen hat, wird eine Bahre gefertigt, auf die der Tote gelegt wird.
Nun warten alle in gedrückter Stimmung auf den Käptn, der wohl Weisung geben wird, wie weiter zu verfahren sei.
- The Dodger
- Regent
- Beiträge: 11802
- Registriert: Fr Jul 26, 2002 13:04
- Realname: Björn
- Wohnort: Biberach
- Kontaktdaten:
Dieser Tag ist ganz und gar nicht nach Gareths Geschmack. Dies sollte ein Tag des Neuanfangs werden, aber der Anfang, der sich bisher abzeichnete, war erschütternd. Erst der scheintote Pockennarbige im Hafen, dann diese kleine persönliche Fehde mit Wickham, wobei er leider am wesentlich kürzeren Hebel saß, schließlich Mc Dougans Tod durch das Antoniusfeuer und jetzt ein wütender Kapitän Clifford, der ihm mit zu den Constablern schleppt. Würde Gareth etwas von Omen und dergleichen halten, würde er diese Reise wohl auf der Stelle abbrechen.
Es erweist sich als Glück im Unglück, dass Gareth mit einem der Constabler, die gerade Dienst hatten, bekannt ist, so dass die Aussage schnell aufgenommen ist und auch die weitere Verfahrensweise mit dem Toten zügig abgeklärt ist. Leider scheint das Cliffords Laune nicht wesentlich zu haben, ganz im Gegenteil, mit jedem Moment, der vergeht und somit die Abreise hinauszögert, wirkt er mehr verärgert.
Was kann ich schon dafür, dass einer deiner Passagiere ein Antoniusfeuer erlitten hat? Habe ich ihm etwa den schlechten Roggen verfüttert?! Du solltest mir dankbar sein, dass ich dich davor bewahre, mutterkornverseuchtes Getreide mitzunehmen. denkt Gareth bei sich, doch er sagt keinen Ton, um den Kapitän nicht vollends zur Weißglut zu treiben. Während des ganzen Wegs wechseln die beiden kein Wort und die einzigen Äußerungen sind die gelegentlichen Flüche des Kapitäns ob der Verspätung.
Nach guten zwei Stunden betreten Clifford und Gareth wieder die „Good Hope“. Der Kapitän macht sich sogleich daran, seinen Matrosen Befehle zuzurufen, um die Abreise vorzubereiten und kümmert sich keinen Deut mehr um den niedergeschlagenen Medicus. Gareth schlägt den Weg zur Passagierkabine ein, um den anderen zu berichten, was geschehen ist. Als er die Tür öffnet, schlägt ihm Stille entgegen. Mc Dougans Leichnam ist bereits in weiße Leintücher gehüllt und auf eine Bahre gelegt worden, die anderen Anwesenden befinden sich in stillem Gebet. Leise schließt Gareth die Tür hinter sich wieder und faltet bedächtig die Hände. Als alle mit ihren Gebet fertig zu sein scheinen, verkündet er ihm Flüsterton, dass der Leichnam in wenigen Augenblicken abgeholt werden würde und die „Good Hope“ daraufhin sofort auslaufen würde. Daraufhin geht er wieder aus der Kabine, um sich eine stille Ecke zu suchen – kein einfaches Unterfangen auf einem Schiff dieser Größe – und darüber nachzudenken, was bisher geschehen ist und wie die Fahrt wohl weiterhin verlaufen wird.
Es erweist sich als Glück im Unglück, dass Gareth mit einem der Constabler, die gerade Dienst hatten, bekannt ist, so dass die Aussage schnell aufgenommen ist und auch die weitere Verfahrensweise mit dem Toten zügig abgeklärt ist. Leider scheint das Cliffords Laune nicht wesentlich zu haben, ganz im Gegenteil, mit jedem Moment, der vergeht und somit die Abreise hinauszögert, wirkt er mehr verärgert.
Was kann ich schon dafür, dass einer deiner Passagiere ein Antoniusfeuer erlitten hat? Habe ich ihm etwa den schlechten Roggen verfüttert?! Du solltest mir dankbar sein, dass ich dich davor bewahre, mutterkornverseuchtes Getreide mitzunehmen. denkt Gareth bei sich, doch er sagt keinen Ton, um den Kapitän nicht vollends zur Weißglut zu treiben. Während des ganzen Wegs wechseln die beiden kein Wort und die einzigen Äußerungen sind die gelegentlichen Flüche des Kapitäns ob der Verspätung.
Nach guten zwei Stunden betreten Clifford und Gareth wieder die „Good Hope“. Der Kapitän macht sich sogleich daran, seinen Matrosen Befehle zuzurufen, um die Abreise vorzubereiten und kümmert sich keinen Deut mehr um den niedergeschlagenen Medicus. Gareth schlägt den Weg zur Passagierkabine ein, um den anderen zu berichten, was geschehen ist. Als er die Tür öffnet, schlägt ihm Stille entgegen. Mc Dougans Leichnam ist bereits in weiße Leintücher gehüllt und auf eine Bahre gelegt worden, die anderen Anwesenden befinden sich in stillem Gebet. Leise schließt Gareth die Tür hinter sich wieder und faltet bedächtig die Hände. Als alle mit ihren Gebet fertig zu sein scheinen, verkündet er ihm Flüsterton, dass der Leichnam in wenigen Augenblicken abgeholt werden würde und die „Good Hope“ daraufhin sofort auslaufen würde. Daraufhin geht er wieder aus der Kabine, um sich eine stille Ecke zu suchen – kein einfaches Unterfangen auf einem Schiff dieser Größe – und darüber nachzudenken, was bisher geschehen ist und wie die Fahrt wohl weiterhin verlaufen wird.
- Vera
- Priester
- Beiträge: 6437
- Registriert: So Jun 23, 2002 12:21
- Wohnort: Pluto, Milchstraße 15
- Kontaktdaten:
Schwester Ilsegart nimmt das Olivenöl entgegen.
"Danke Thomas, Gott hab' euch selig. Könnten Sie bitte die Lenden des Toten mit diesem Tuche bedecken bevor ich mit der Salbung beginne?"
Sie öffnet die Flasche mit dem edlen Öl und träufelt ein wenig auf die Stirn, die Hände und die Füße des Toten und salbt diese. Dabei spricht sie die Worte:
"Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade nehme er Dich auf in das ewige Paradis."
Danach fällt sie wieder auf die Knie und betet still.
"Danke Thomas, Gott hab' euch selig. Könnten Sie bitte die Lenden des Toten mit diesem Tuche bedecken bevor ich mit der Salbung beginne?"
Sie öffnet die Flasche mit dem edlen Öl und träufelt ein wenig auf die Stirn, die Hände und die Füße des Toten und salbt diese. Dabei spricht sie die Worte:
"Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade nehme er Dich auf in das ewige Paradis."
Danach fällt sie wieder auf die Knie und betet still.
Als ich die Worte des Käpitäns vernehme erschauere ich am ganzen Körper, ich werde blaß und meine Finger gehen ungeschickt daran den Toten zu waschen.
Die Constabler!, raune ich ganz leise.
Ich bin froh, daß man meinen Zustand auch mit der schauerlichen Aufgabe begründen kann, die ich mit der Nonne verrichten soll, deshalb helfe ich nach Leibeskräften, stelle mich aber sehr ungeschickt an.
Keiner erwartet von einer Frau meines Standes mehr.
Im Inneren versuche ich meine Panik zu unterdrücken und erlaube meinen Beinen nicht, einfach davonzulaufen.
Endlich...nach einer kleinen Ewigkeit kehren die beiden zurück...keine Constabler sind dabei, nur einige Männer, die den Leichnam mitnehmen sollen. Gerade sind wir fertig geworden und ich kann nicht anderst als mich auf mein Bett zu legen und erst einmal durchzuatmen.
Hoffentlich brechen wir bald auf!
Die Constabler!, raune ich ganz leise.
Ich bin froh, daß man meinen Zustand auch mit der schauerlichen Aufgabe begründen kann, die ich mit der Nonne verrichten soll, deshalb helfe ich nach Leibeskräften, stelle mich aber sehr ungeschickt an.
Keiner erwartet von einer Frau meines Standes mehr.
Im Inneren versuche ich meine Panik zu unterdrücken und erlaube meinen Beinen nicht, einfach davonzulaufen.
Endlich...nach einer kleinen Ewigkeit kehren die beiden zurück...keine Constabler sind dabei, nur einige Männer, die den Leichnam mitnehmen sollen. Gerade sind wir fertig geworden und ich kann nicht anderst als mich auf mein Bett zu legen und erst einmal durchzuatmen.
Hoffentlich brechen wir bald auf!
- Dor Kalach
- Illuminatus regens
- Beiträge: 2796
- Registriert: Fr Okt 04, 2002 0:53
- Realname: Tobi Kieninger
- Charaktername: Eleuterius
- Wohnort: weit weg
- Kontaktdaten:
Trotz der ganzen Aufregung fällt Thomas' Blick auf Rose und macht ihn stutzig.Sie scheint durchaus dienen zu können, ihre Bewegungen verraten sie dem geübten Auge und Arbeit scheint ihr nicht fremd zu sein, auch wenn sie sich vor der momentanen offensichtlich etwas ekelt.
Aber Ihre Kleidung entspricht eben nicht ihrer Körpersprache. Und warum zuckt sie bei der Erwähnung von Constablern zusammen und hat so ruhelose Augen? Sollte sie gar ein Dienstmädchen sein, das sich in den Kleidern und womöglich dem Schmuck seiner Herrin davongemacht hat unnd nun versucht über See zu fliehen??? Diese Sache muss ergründet werden, wobei ich es vorerst für mich behalten will.
Aber Ihre Kleidung entspricht eben nicht ihrer Körpersprache. Und warum zuckt sie bei der Erwähnung von Constablern zusammen und hat so ruhelose Augen? Sollte sie gar ein Dienstmädchen sein, das sich in den Kleidern und womöglich dem Schmuck seiner Herrin davongemacht hat unnd nun versucht über See zu fliehen??? Diese Sache muss ergründet werden, wobei ich es vorerst für mich behalten will.
Zuletzt geändert von Dor Kalach am Di Feb 04, 2003 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
- Lhankor Mhy
- Illuminatus regens
- Beiträge: 2636
- Registriert: Di Jan 14, 2003 23:58
- Realname: Frank
- Wohnort: Ulm
- Kontaktdaten:
Auch Wickham kann sich der düsteren Stimmung an Bord und insbesondere in der Gemeinschaftskabine, wo alle der Herrichtung der Leiche beiwohnen, entziehen.
Thomas scheint auch etwas gedrückter Stimmung zu sein, auch wenn sein Blick konzentriert an jeder Bewegung der seltsamen Mitreisenden hängt, die der guten Schwester Ilsegart zur Hand geht, den unglücklichen Schotten auf seine letzte Reise vorzubereiten. 'Es ist schon erstaunlich, wie bereitwillig sie Hand anlegt. Eigentlich sollte eine Dame ihres Standes nur mit Nadelarbeiten und Malereien ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen.' wundert sich Wickham.
Er geht zu Thomas herüber und sagt: "Nun, da der gute Medicus es tatsachlich geschafft hat, den sturmerprobten Kapitän aus seiner inneren Ruhe zu reißen und dabei noch effektiv zu verhindern, daß wir jenen Verstorbenen durch etwas mehr Kenntnis seiner vita ehren können, hoffe ich inständig, daß der Kapitän bald mit ein paar Constablern vorbeikommt, die hier keinen Stein auf dem anderen lassen. Hier hat schließlich außer vielleicht ein paar Gelehrten mit unpassenden Ansichten über die Gesellschaft keiner etwas zu verbergen, nicht wahr?" Thomas blickt dabei zu Rose Roberts hinüber, doch Wickham bekommt nichts davon mit, sondern fährt fort: "Nun, da wir wie ein Bär vor dem Kampf den Seeleuten ausgestellt wurden, und diese sich ein gänzlich unzutreffendes Vorurteil unserer Befindlichkeiten gemacht haben, wird diese Reise ganz sicherlich noch spürbar unangenehmer werden, als sie es ohnehin geworden wäre. Danke Gott den Segnungen der Heilkunst. Noch mehr Dank allerdings, wenn die damit Gesegneten zuallererst ihren eigenen Verstand von zuviel unguten Säften heilen würden, bevor sie sich in der Gesellschaft bewegten."
Wickham geht zur Türe seiner separaten Kajüte und winkt Thomas herbei: "Thomas, mein Guter, begleite mich kurz, daß ich Dir die genaue Anordnung meiner Kleider darlegen kann, die ich jeden Morgen aufs Peinlichste eingehalten erwarte." Thomas kommt etwas zögerlich der Aufforderung nach - eigentlich wäre er ja viel neugieriger, was es mit Rose Roberts Vorleben auf sich hat.
In Wickhams Kajüte angekommen fragt Thomas nach der 'Kleiderordnung' nach, doch Wickham winkt ab: "Das ist zwar wichtig, doch nicht jetzt. Ist dir aufgefallen, wie ungut die Stimmung der Seeleute uns Fahrgästen gegenüber wurde? Wir müssen im Interesse eines erträglichen Umgangs auf diesem engen Gefährt Sorge tragen, daß sich die Lage etwas zum Freundlichen wandelt. Der gute Kapitän möchte sobald als möglich ablegen und auch mir wäre es nur recht, wenn wir nicht mehr unter dem Arm der Englischen Krone sind, bis sich diese unglückliche Sache mit der Schwester des Earls von Sussex etwas beruhigt hat." Wickham kaut etwas auf seiner Unterlippe herum. Seine linke Hand wandert unbewußt zu der Stelle, wo, wie Thomas wußte, der Schlüssel zum Kästchen befindlich ist.
"Thomas, ist Dir bei diesem Seemann, wie hieß er gleich noch? Ah, ja! Higgins, Sam Higgins! Ist Dir bei Sam Higgins aufgefallen, daß er eine Vielzahl Amulette mit sich trägt und diese ab und an befingert, als ob Macht in ihnen wohnen mag? Wäre es nicht gut, wenn wir genau wüßten, welcher Art und Natur diese Amulette sind, auf daß nicht ein Hexer", Wickham bekreuzigt sich, "unter den Seeleuten ist und Schadzauber und Krankheit wirkt.". 'Als ob nicht ein Medicus allein bereits genug des Leids wäre' denkt er bei sich.
Wickham macht es sich auf seiner Koje so gemütlich als es ihm möglich ist, wirft Thomas den Hut zu, der ihn auf einen Haken an der Wand hängt. "Ich glaube", sagt Wickham etwas abgespannt, "ich werde ein wenig meditieren. Wenn der gute Medicus zurückkommt, werde ich dies schon an dem unvermeidlichen Geschrei und dem Klagen der Weiber erfahren. Daher ist Deine Anwesenheit bis zum Supper nicht mehr in dieser Räumlichkeit notwendig. Du weißt um Deine Pflichten besser Bescheid als ich sie in Worte zu kleiden vermag. Darum magst Du Dich zurückziehen. Doch sobald Du etwas in Erfahrung bringst, melde es mir sogleich."
Thomas geht in die Gemeinschaftskajüte zurück, gerade als der Medicus gefolgt vom Poltern des Kapitäns den Raum wieder betritt. Sorgsam schließt Thomas die Türe zu Wickhams Kajüte, nicht ohne ein Seufzen Wickhams zu hören...
Thomas scheint auch etwas gedrückter Stimmung zu sein, auch wenn sein Blick konzentriert an jeder Bewegung der seltsamen Mitreisenden hängt, die der guten Schwester Ilsegart zur Hand geht, den unglücklichen Schotten auf seine letzte Reise vorzubereiten. 'Es ist schon erstaunlich, wie bereitwillig sie Hand anlegt. Eigentlich sollte eine Dame ihres Standes nur mit Nadelarbeiten und Malereien ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen.' wundert sich Wickham.
Er geht zu Thomas herüber und sagt: "Nun, da der gute Medicus es tatsachlich geschafft hat, den sturmerprobten Kapitän aus seiner inneren Ruhe zu reißen und dabei noch effektiv zu verhindern, daß wir jenen Verstorbenen durch etwas mehr Kenntnis seiner vita ehren können, hoffe ich inständig, daß der Kapitän bald mit ein paar Constablern vorbeikommt, die hier keinen Stein auf dem anderen lassen. Hier hat schließlich außer vielleicht ein paar Gelehrten mit unpassenden Ansichten über die Gesellschaft keiner etwas zu verbergen, nicht wahr?" Thomas blickt dabei zu Rose Roberts hinüber, doch Wickham bekommt nichts davon mit, sondern fährt fort: "Nun, da wir wie ein Bär vor dem Kampf den Seeleuten ausgestellt wurden, und diese sich ein gänzlich unzutreffendes Vorurteil unserer Befindlichkeiten gemacht haben, wird diese Reise ganz sicherlich noch spürbar unangenehmer werden, als sie es ohnehin geworden wäre. Danke Gott den Segnungen der Heilkunst. Noch mehr Dank allerdings, wenn die damit Gesegneten zuallererst ihren eigenen Verstand von zuviel unguten Säften heilen würden, bevor sie sich in der Gesellschaft bewegten."
Wickham geht zur Türe seiner separaten Kajüte und winkt Thomas herbei: "Thomas, mein Guter, begleite mich kurz, daß ich Dir die genaue Anordnung meiner Kleider darlegen kann, die ich jeden Morgen aufs Peinlichste eingehalten erwarte." Thomas kommt etwas zögerlich der Aufforderung nach - eigentlich wäre er ja viel neugieriger, was es mit Rose Roberts Vorleben auf sich hat.
In Wickhams Kajüte angekommen fragt Thomas nach der 'Kleiderordnung' nach, doch Wickham winkt ab: "Das ist zwar wichtig, doch nicht jetzt. Ist dir aufgefallen, wie ungut die Stimmung der Seeleute uns Fahrgästen gegenüber wurde? Wir müssen im Interesse eines erträglichen Umgangs auf diesem engen Gefährt Sorge tragen, daß sich die Lage etwas zum Freundlichen wandelt. Der gute Kapitän möchte sobald als möglich ablegen und auch mir wäre es nur recht, wenn wir nicht mehr unter dem Arm der Englischen Krone sind, bis sich diese unglückliche Sache mit der Schwester des Earls von Sussex etwas beruhigt hat." Wickham kaut etwas auf seiner Unterlippe herum. Seine linke Hand wandert unbewußt zu der Stelle, wo, wie Thomas wußte, der Schlüssel zum Kästchen befindlich ist.
"Thomas, ist Dir bei diesem Seemann, wie hieß er gleich noch? Ah, ja! Higgins, Sam Higgins! Ist Dir bei Sam Higgins aufgefallen, daß er eine Vielzahl Amulette mit sich trägt und diese ab und an befingert, als ob Macht in ihnen wohnen mag? Wäre es nicht gut, wenn wir genau wüßten, welcher Art und Natur diese Amulette sind, auf daß nicht ein Hexer", Wickham bekreuzigt sich, "unter den Seeleuten ist und Schadzauber und Krankheit wirkt.". 'Als ob nicht ein Medicus allein bereits genug des Leids wäre' denkt er bei sich.
Wickham macht es sich auf seiner Koje so gemütlich als es ihm möglich ist, wirft Thomas den Hut zu, der ihn auf einen Haken an der Wand hängt. "Ich glaube", sagt Wickham etwas abgespannt, "ich werde ein wenig meditieren. Wenn der gute Medicus zurückkommt, werde ich dies schon an dem unvermeidlichen Geschrei und dem Klagen der Weiber erfahren. Daher ist Deine Anwesenheit bis zum Supper nicht mehr in dieser Räumlichkeit notwendig. Du weißt um Deine Pflichten besser Bescheid als ich sie in Worte zu kleiden vermag. Darum magst Du Dich zurückziehen. Doch sobald Du etwas in Erfahrung bringst, melde es mir sogleich."
Thomas geht in die Gemeinschaftskajüte zurück, gerade als der Medicus gefolgt vom Poltern des Kapitäns den Raum wieder betritt. Sorgsam schließt Thomas die Türe zu Wickhams Kajüte, nicht ohne ein Seufzen Wickhams zu hören...
- Daniel
- Illuminatus regens
- Beiträge: 3853
- Registriert: So Jun 23, 2002 11:48
- Realname: Daniel Schrader
- Wohnort: Bronnen
- Kontaktdaten:
Ort: Einige Meilen von Liverpool Hafen entfernt
Datum: 21. September 1618
Uhrzeit: 2 pm
"Alle Mann an die Segel!" gefolgt von einem "Leinen los!" ruft es und die Matrosen hängen sich mit ihrem ganzen Gewicht in die Seile um die schweren Segel zu setzen. Langsam bewegt sich die 'Good Hope' aus dem Liverpooler Hafen. Die Mittagssonne steht sehr hoch und die 'Good Hope' ist das einzige Schiff, das so spät noch ablegt. Nach ungefähr einer Stunde kehrt etwas mehr Ruhe in das geschäftige Treiben der Seemänner ein und mit einer steifen Briese springt das Schiff von Woge zu Woge.
Für 4 pm ist ein Tee mit Gebäck für die Passagiere vorgesehen und um 7 pm wird der Smutje sein Geschick unter Beweis stellen. Morgens um 8 am wird Frühstück gereicht. Weiterhin erklärt Kapitän Clifford den Reisenden Selbstversändlichkeiten, wie die Seile und Kanonen nicht zu berühren, sowie das Zwischen- und Unterdeck nicht zu betreten.
Wohl dem, der sich in der Zwischenzeit zu Beschäftigen weiß...
Datum: 21. September 1618
Uhrzeit: 2 pm
"Alle Mann an die Segel!" gefolgt von einem "Leinen los!" ruft es und die Matrosen hängen sich mit ihrem ganzen Gewicht in die Seile um die schweren Segel zu setzen. Langsam bewegt sich die 'Good Hope' aus dem Liverpooler Hafen. Die Mittagssonne steht sehr hoch und die 'Good Hope' ist das einzige Schiff, das so spät noch ablegt. Nach ungefähr einer Stunde kehrt etwas mehr Ruhe in das geschäftige Treiben der Seemänner ein und mit einer steifen Briese springt das Schiff von Woge zu Woge.
Für 4 pm ist ein Tee mit Gebäck für die Passagiere vorgesehen und um 7 pm wird der Smutje sein Geschick unter Beweis stellen. Morgens um 8 am wird Frühstück gereicht. Weiterhin erklärt Kapitän Clifford den Reisenden Selbstversändlichkeiten, wie die Seile und Kanonen nicht zu berühren, sowie das Zwischen- und Unterdeck nicht zu betreten.
Wohl dem, der sich in der Zwischenzeit zu Beschäftigen weiß...
Zuletzt geändert von Daniel am Di Feb 04, 2003 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
- Dor Kalach
- Illuminatus regens
- Beiträge: 2796
- Registriert: Fr Okt 04, 2002 0:53
- Realname: Tobi Kieninger
- Charaktername: Eleuterius
- Wohnort: weit weg
- Kontaktdaten:
Thomas ist bis zum Abend bei Master Wickham und verbringt mit ihm die Zeit. Sie unterhalten sich über das weitere Vorgehen und wie man mit wem umzugehen habe.
"Master Geoffrey, der arme Wurm von den Docks will mir nicht aus den Kopf.
Ich werde seine Augen wohl nie vergessen. Und auch seine Narbe nicht, die er auf der Brust trug. Eine gar grausige Wunde, die schlecht verheilt war und von Geschwulsten und Verwachsungen umrahmt war. Immer wenn ich nun zum Himmel blicke, werde ich mich ihrer erinnern.
Ob ich sein rostiges, einfaches Messer aufheben oder über Bord werfen soll?"
Später legt er Wickhams Kleider zurechtzulegen und hilft Wickham beim Ankleiden zum Dinner.
"Master Geoffrey, der arme Wurm von den Docks will mir nicht aus den Kopf.
Ich werde seine Augen wohl nie vergessen. Und auch seine Narbe nicht, die er auf der Brust trug. Eine gar grausige Wunde, die schlecht verheilt war und von Geschwulsten und Verwachsungen umrahmt war. Immer wenn ich nun zum Himmel blicke, werde ich mich ihrer erinnern.
Ob ich sein rostiges, einfaches Messer aufheben oder über Bord werfen soll?"
Später legt er Wickhams Kleider zurechtzulegen und hilft Wickham beim Ankleiden zum Dinner.
Zuletzt geändert von Dor Kalach am Mi Feb 05, 2003 22:37, insgesamt 4-mal geändert.
- The Dodger
- Regent
- Beiträge: 11802
- Registriert: Fr Jul 26, 2002 13:04
- Realname: Björn
- Wohnort: Biberach
- Kontaktdaten:
Als die Good Hope ablegt, begibt sich Gareth zurück in die Passagierkabine, jedoch nur solange, wie Clifford benötigt, um den Passagieren zu schildern, wie das Leben an Bord für sie ablaufen wird.
Nach Kommunikation ist Gareth an diesem Tag nicht mehr zumute, und so zieht er sich wieder zurück, um einige Notizen in sein improvisiertes Tagebuch niederzuschreiben. Auch als er damit fertig ist, sitzt er noch lange auf seinem Platz, einem Stapel Seile nahe des Bugs und starrt den Horizont an. Erst die Dämmerung reißt Gareth aus seiner Lethargie, Tee ist längst vorüber. Es müsste gleich Essen geben kommt es ihm in den Sinn, als er seinen Hunger wahrnimmt.
Das Abendessen verläuft weitestgehend schweigend, Gareth für seinen Teil spricht kein Wort. Anschließend geht er wieder in die Passagierkabine und kramt aus einer seiner beiden großen Reisetaschen einen kleinen Koffer heraus und begibt sich damit wieder auf seinen Platz am Bug. Dort angekommen öffnet er den Koffer, nimmt seine Geige heraus und beginnt leise zu spielen. Gareth spielt seit nunmehr beinahe 20 Jahren und die Übung, sein Talent und seine Liebe zu diesem Instrument haben ihn zu einem begnadeten Spieler gemacht. Wäre er nicht Medicus geworden, würde er wahrscheinlich sein Geld damit verdienen, in einem Orchester zu spielen. So aber spielt er jetzt nur für sich allein, verleiht seinen Gefühlen in der Musik Ausdruck, so dass das Deck von leiser und trauriger, aber nichtsdestotrotz wunderschöner Musik erfüllt ist.
Nach Kommunikation ist Gareth an diesem Tag nicht mehr zumute, und so zieht er sich wieder zurück, um einige Notizen in sein improvisiertes Tagebuch niederzuschreiben. Auch als er damit fertig ist, sitzt er noch lange auf seinem Platz, einem Stapel Seile nahe des Bugs und starrt den Horizont an. Erst die Dämmerung reißt Gareth aus seiner Lethargie, Tee ist längst vorüber. Es müsste gleich Essen geben kommt es ihm in den Sinn, als er seinen Hunger wahrnimmt.
Das Abendessen verläuft weitestgehend schweigend, Gareth für seinen Teil spricht kein Wort. Anschließend geht er wieder in die Passagierkabine und kramt aus einer seiner beiden großen Reisetaschen einen kleinen Koffer heraus und begibt sich damit wieder auf seinen Platz am Bug. Dort angekommen öffnet er den Koffer, nimmt seine Geige heraus und beginnt leise zu spielen. Gareth spielt seit nunmehr beinahe 20 Jahren und die Übung, sein Talent und seine Liebe zu diesem Instrument haben ihn zu einem begnadeten Spieler gemacht. Wäre er nicht Medicus geworden, würde er wahrscheinlich sein Geld damit verdienen, in einem Orchester zu spielen. So aber spielt er jetzt nur für sich allein, verleiht seinen Gefühlen in der Musik Ausdruck, so dass das Deck von leiser und trauriger, aber nichtsdestotrotz wunderschöner Musik erfüllt ist.
- Daniel
- Illuminatus regens
- Beiträge: 3853
- Registriert: So Jun 23, 2002 11:48
- Realname: Daniel Schrader
- Wohnort: Bronnen
- Kontaktdaten:
"Wo wollen die Damen und Herren denn ihr Dinner einnehmen? Ich biete ihnen an, mit mir heute abend in der Kajüte zu speisen, aber wer lieber ein wenig mit meinen Offiziern plauschen möchte kann dies gerne auch tun und seine Speise in den Offiziersaufenthaltsräumen einnehmen. Wer jedoch verwegen genug ist, kann in den engen Kabinen der Crew, unten auf dem Zwischendeck, den Abend verbringen, und mit den Matrosen das eine oder andere Seemannsgarn spinnen."
So freundliche Töne von Clifford? Ob er seinen Wutanfall vom heute morgen wohl bereut?
Vielleicht wollen die Passagiere auch nur gelangweilt schlafen und auf einen neuen Morgen hoffen...
Bei den Offizieren werden sich auf jeden Fall folgende Seebären finden (nicht alle sind der Definition nach Offiziere...):
- Cort McGunn, Steuermann, 34 Jahre
- Sid Barnett, Bootsmann, 29 Jahre
- Ernie Gutts, Smutje, 48 Jahre
- Isaac Swain, Rudergänger, 31 Jahre
- Seamus Quinn, Schiffszimmermann, 32 Jahre
Und von den Matrosen sind bisher aufgefallen:
- Colin Stevens, 20 Jahre
- Sam Higgins, 49 Jahre
Da der Seegang immer heftiger wird ist noch nicht gewiss, ab jemandem das Dinner eventuell nicht so wohl bekommt, wie er es sich verdient haben mag. Nachdem das Mittagessen vom Kapitän jedoch durch Tee ersetzt wurde dürfte die Seeluft die Mägen schon recht angeheizt haben und ein Knurren geht durch den Magen manchen Passagiers. Ein heftiger Fall von Seekrankheit könnte manchen Reisenden gar handlungsunfähig machen... Aber hoffen wir das Beste, und warten das Dinner ab.
So freundliche Töne von Clifford? Ob er seinen Wutanfall vom heute morgen wohl bereut?
Vielleicht wollen die Passagiere auch nur gelangweilt schlafen und auf einen neuen Morgen hoffen...
Bei den Offizieren werden sich auf jeden Fall folgende Seebären finden (nicht alle sind der Definition nach Offiziere...):
- Cort McGunn, Steuermann, 34 Jahre
- Sid Barnett, Bootsmann, 29 Jahre
- Ernie Gutts, Smutje, 48 Jahre
- Isaac Swain, Rudergänger, 31 Jahre
- Seamus Quinn, Schiffszimmermann, 32 Jahre
Und von den Matrosen sind bisher aufgefallen:
- Colin Stevens, 20 Jahre
- Sam Higgins, 49 Jahre
Da der Seegang immer heftiger wird ist noch nicht gewiss, ab jemandem das Dinner eventuell nicht so wohl bekommt, wie er es sich verdient haben mag. Nachdem das Mittagessen vom Kapitän jedoch durch Tee ersetzt wurde dürfte die Seeluft die Mägen schon recht angeheizt haben und ein Knurren geht durch den Magen manchen Passagiers. Ein heftiger Fall von Seekrankheit könnte manchen Reisenden gar handlungsunfähig machen... Aber hoffen wir das Beste, und warten das Dinner ab.
Zuletzt geändert von Daniel am Mi Feb 05, 2003 21:57, insgesamt 7-mal geändert.
- Lhankor Mhy
- Illuminatus regens
- Beiträge: 2636
- Registriert: Di Jan 14, 2003 23:58
- Realname: Frank
- Wohnort: Ulm
- Kontaktdaten:
Wickham, sichtlich erfrischt durch seine nachmittägliche "Meditation" nimmt die Einladung am Kapitänstisch zu speisen mit heiterer Stimmung auf. 'So war das Mißverständnis mit dem unglücklichen Schotten glücklicherweise nicht so schwerwiegend, um einem standfesten Mann wie dem Kapitän die gute Laune auf Dauer zu nehmen. Was sagte Master Stratton doch sinngemäß über die Größe des Charakters, der zu vergeben in der Lage ist?'
Wickham läßt sich von Thomas beim Umziehen helfen und nimmt vorsichtshalber gleich einen Stoß Karten mit, falls sich nach dem Dinner eine Gelegenheit zu einem Spielchen ergeben sollte. "Thomas, mein Guter, ich denke die Offiziere sollten Dir eine gute Gesellschaft darstellen. Richte doch bitte bei Tische aus, daß ich nach dem Essen Interesse an ein paar Partien Tarock, oder was sonst ihr Spiel des Glücks sei, hätte."
Er betritt die Gemeinschaftskabine und fragt die wohlgeborene Dame Rose Roberts: "Werte Dame, Ihr werdet mich doch zum Dinner bei unserem guten Kapitän begleiten. Ich kann es nicht zulassen, daß Ihr Euch mit den haarigen Matrosen einlassen müßt oder gar nochmals den übelen Gestank, den der Rudergänger verbreitet, ertragen müßt - und das auch noch beim Essen! Jemand Eures Standes muß sich in den angemessenen Kreisen bewegen, nicht wahr. Also, seid Ihr bereits für das Dinner angekleidet? Ja? Dann biete ich Euch meinen Arm und laßt uns gehen..."
Wickham läßt sich von Thomas beim Umziehen helfen und nimmt vorsichtshalber gleich einen Stoß Karten mit, falls sich nach dem Dinner eine Gelegenheit zu einem Spielchen ergeben sollte. "Thomas, mein Guter, ich denke die Offiziere sollten Dir eine gute Gesellschaft darstellen. Richte doch bitte bei Tische aus, daß ich nach dem Essen Interesse an ein paar Partien Tarock, oder was sonst ihr Spiel des Glücks sei, hätte."
Er betritt die Gemeinschaftskabine und fragt die wohlgeborene Dame Rose Roberts: "Werte Dame, Ihr werdet mich doch zum Dinner bei unserem guten Kapitän begleiten. Ich kann es nicht zulassen, daß Ihr Euch mit den haarigen Matrosen einlassen müßt oder gar nochmals den übelen Gestank, den der Rudergänger verbreitet, ertragen müßt - und das auch noch beim Essen! Jemand Eures Standes muß sich in den angemessenen Kreisen bewegen, nicht wahr. Also, seid Ihr bereits für das Dinner angekleidet? Ja? Dann biete ich Euch meinen Arm und laßt uns gehen..."
- Vera
- Priester
- Beiträge: 6437
- Registriert: So Jun 23, 2002 12:21
- Wohnort: Pluto, Milchstraße 15
- Kontaktdaten:
Schwester Ilsegart begibt sich in die Kombüse. Was sie dort zu sehen bekommt entspricht nicht Ihrer Vorstellung von einer gepflegten Küche. Ein dicker Mann dessen verfilzter Bart bis an seine Lenden zu reichen scheint hängt einen Finger in den Suppentopf und flucht leise vor sich hin. Es hängen getrocknete, stinkende Fische an der Decke, überall stehen Geschirr und Töpfe herum die bedingt durch den schwachen Wellengang aneinanderklirren.
Schwester Ilsegart räuspert sich.
"Werter Herr Koch, Ihr solltet nicht fluchen, das versperrt Euch den Weg ins Paradies. Wärt Ihr so freundlich und würdet mir mein Abendessen reichen, so daß ich es an Deck einnehmen kann?"
Der Koch blickt Schwester Ilsegart wütend an und erwidert:
"Werte Frau Nonne, was zur Hölle suchen Sie in meiner verdammten Kombüse. Hat der Kaptain Euch nicht gesagt das Passagiere hier verdammt noch mal nichts, aber auch garnichts zu suchen haben? Wenn Sie ihr Dinner auf dem Deck einnehmen wollen, dann bitten Sie einen der nichtsnutzigen, faulen Matrosen ihnen ihr Dinner zu bringen!"
Der Koch drückt der verdutzten Schwester einen Teller mit Salzfleisch und einen Becher Portwein in die Hand:
"Und jetzt, Werte Frau Katholikin, verschwinden Sie aus meinem Reich und nehmen jemand anderen die Beichte ab. Ich fluche zum Klabautermann wann immer ich es will!"
Schwester Ilsegart murmelt eine Entschuldigung und taumelt rückwärts aus der Kombüse. Sie sieht gerade noch wie der Koch einen tiefen Schluck aus einer braunen Flasche nimmt. An Deck setzt sie sich still in eine Ecke, spricht ihr Gebet, und lauscht während dem Essen den wunderschönen Klängen der Geige die der Medicus spielt.
Am Horizont geht die Sonne langsam unter.
Schwester Ilsegart räuspert sich.
"Werter Herr Koch, Ihr solltet nicht fluchen, das versperrt Euch den Weg ins Paradies. Wärt Ihr so freundlich und würdet mir mein Abendessen reichen, so daß ich es an Deck einnehmen kann?"
Der Koch blickt Schwester Ilsegart wütend an und erwidert:
"Werte Frau Nonne, was zur Hölle suchen Sie in meiner verdammten Kombüse. Hat der Kaptain Euch nicht gesagt das Passagiere hier verdammt noch mal nichts, aber auch garnichts zu suchen haben? Wenn Sie ihr Dinner auf dem Deck einnehmen wollen, dann bitten Sie einen der nichtsnutzigen, faulen Matrosen ihnen ihr Dinner zu bringen!"
Der Koch drückt der verdutzten Schwester einen Teller mit Salzfleisch und einen Becher Portwein in die Hand:
"Und jetzt, Werte Frau Katholikin, verschwinden Sie aus meinem Reich und nehmen jemand anderen die Beichte ab. Ich fluche zum Klabautermann wann immer ich es will!"
Schwester Ilsegart murmelt eine Entschuldigung und taumelt rückwärts aus der Kombüse. Sie sieht gerade noch wie der Koch einen tiefen Schluck aus einer braunen Flasche nimmt. An Deck setzt sie sich still in eine Ecke, spricht ihr Gebet, und lauscht während dem Essen den wunderschönen Klängen der Geige die der Medicus spielt.
Am Horizont geht die Sonne langsam unter.