Forenrollenspiel: Land in Sicht!

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Tradain
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Beitrag von Tradain »

Trocken und gesättigt gehe ich nun in Begleitung der Schwester auf dem Deck entlang. Das Frühstück war nicht besonders, denke ich mir, aber immer hin hat es das flaue Gefühl im Bauch beseitigt. Ver5wöhnt bin ich nicht.
Ich betrachte die Nonne ein wenig genauer: Immer scheint sie in sich gekehrt zu sein und hält ihren Rosenkranz stets in Ihren schmalen weißen Händen. Ich frage mich was in Ihr vorgeht, doch sie ist ausgenommen schweigsam, hat sie wohl den Schock eines sich entkleidenden Mannes noch nicht verkraftet? Ich meinerseits hatte den Blick nicht so schnell abgewendet und nun scheint mir der junge Medicus so uninteressant nicht mehr. Ich bemerkte auch die Geige, die er bei sich trug....immer noch pstill promenierend fällt mein Blick auf`s Meer und ich bedenke langsam was ich nach meiner Ankunft in Westindien tun werde.
Plötzlich gerate ich in`s stolpern und drohe über den Grund meines Grübelns zu stolpern....Gareth steht vor mir.
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Der Stand der Sonne verrät Gareth als er wieder an Deck kommt, dass nicht so viel Zeit vergangen ist, wie er gedacht hat, höchstens zwei Stunden. Unschlüssig darüber, ob ihn das erfreuen oder enttäuschen soll, schlendert er über Deck, immer noch über das bevorstehende Gespräch mit Wickham grübelnd. Gedankenverloren macht er sich auf die Suche nach den Klamotten, die er am Morgen zum trocknen aufgehängt hat, und kommt gerade noch rechtzeitig, um zu verhindern, dass sie von einen schlechtgelaunten Matrosen, der ihm barsch erklärt, jenes Seil sei keine Wäscheleine, in die Ecke geschmissen werden. Mit den zusammengelegten Kleiderstücken unter dem Arm lehnt er sich an die Reling und sieht den Matrosen bei der Arbeit zu. Von den Passagieren scheint niemand auf Deck zu sein. Wo sind sie denn alle? Wenn die immer noch beim Essen sind, dann ist es ein sehr ausführliches Frühstück. Gut, es heißt, Seeluft mache hungrig, aber bei jenem Brei, den der Smutje Porridge nennt, vergeht einem der Appetit schon beim anschauen.

Gerade als Gareth seine Gedanken wieder aus die Frage nach dem offenen Fenster lenkt, bemerkt er Schwester Ilsegart und Rose Roberts, die von Heck her langsam über das Deck wandeln. Die Nonne scheint in sich gekehrt und mit dem Rosenkranz in den Händen zu beten. Hoffentlich betet sie für besseres Essen! kommt es Gareth in den Sinn und er muss grinsen. Er widmet seine Aufmerksamkeit der mysteriösen jungen Dame. Auch sie scheint tief in Gedanken versunken, den Blick auf das Meer gerichtet. Als die beiden näher kommen, macht Schwester Ilsegart einen kleinen Bogen um Gareth, doch Rose scheint ihn gar nicht wahrzunehmen. Erst kurz bevor sie in ihn hineinlaufen würde, bemerkt sie seine Anwesenheit, schrickt aus ihren Gedanken auf und sieht Gareth an.

"So tief in Gedanken, Ms. Roberts?" sagt er mit einem warmen Lächeln. Einen kurzen Moment steht ihr Überraschung ins Gesicht geschrieben, doch sie weicht sofort ihrem bezaubernden Lächeln. "Entschuldigen Sie, Master Stratton" entgegnet sie verlegen "ich bin noch nie auf einem Schiff wie diesem gereist und das Meer übt eine außerordentliche Faszination auf mich aus."
"Ich kann sie gut verstehen, Ms Roberts, als ich als Junge nach Frankreich gefahren bin, konnte mich mein Vater kaum überreden, meinen Platz an der Reling zu verlassen." antwortet Gareth ihr, während er ihr seinen Arm anbietet. "Kommen Sie, lassen Sie uns ein paar Schritte gehen. Erzählen Sie mir ein wenig von Ihnen. Was ist ihr Grund für die beschwerliche Reise nach Westindien?"

Bei der letzten Frage schluckt Rose ein wenig und scheint angestrengt zu überlegen.
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Wickhams Kopf zuckt ruckartig nach oben. 'Oh,' denkt er sich, ' nicht nur, daß das Buch erstaunlich wenig neues zu vermitteln hatte, ist es doch bewiesenermaßen eine exzellente Medizin für die Schlaflosen.' Er stellt das Buch wieder in das Regal zurück, wo die anderen Bücher - durch ein breites Band über die Öffnung des Regals am Herausfallen bei starkem Seegang gehindert - stehen. Aus einer Wasserflasche, die er sonst immer beim Jagen mitnimmt, genehmigt er sich erst einmal einen Schluck Wasser. 'Da Master Stratton andere Prioritäten hat, als sich den Wünschen seiner Besseren zu fügen, werde ich wohl eine Gelegenheit bekommen, mich in Geduld zu üben.' denkt sich Wickham. Da fällt sein Blick auf sein Schwertgehänge. 'Geduld ist etwas für alte Leute und Katzen, die vor Mäuselöchern lauern. Ohne etwas kultivierte Bewegung wird man hier an Bord ganz steif und krumm wie die Seeleute. Davor muß ich den guten Thomas dringend bewahren.' Wickham wirft sich einen einfachen hellen Jagdmantel über, setzt eine straff sitzende Kappe auf, denkend 'Man weiß ja bei dem Wind auf See nie...' Er verläßt die Kajüte, durchquert die Gemeinschaftskabine und geht an Deck auf der Suche nach Thomas. Er eilt über Deck ohne viel auf die Leute dort zu achten, da er ganz sicher ist, daß Thomas da ist, wo es Essen gibt. Nachdem er gestern zu dem mäßig erfolgreichen Spieleabend in der Offiziersmesse war, schaut Wickham dort zuerst nach. Und richtig, Thomas sitzt dort und sieht richtig gestopft aus.

"Guter Thomas, Du siehst aus, als bekommt Dir die Seeluft. Sie scheint Dich richtig aufgehen zu lassen wie man es von Wasserleichen so sieht. Das kommt sicherlich von zuwenig Bewegung. Was hältst Du davon, wenn wir die nächsten Lektionen von Master Silver in der Praxis erproben?" Thomas, der zwar beim Frühstück ordentlich zugelangt hatte, aber sich alles andere als träge fühlt, verzieht etwas das Gesicht: "Habt Ihr denn die Erlaubnis des Kapitäns auf Deck Fechtübungen durchzuführen?" fragt er im Aufstehen. "Pah, der Kapitän ist ein verständiger Mann und wird einem solchen zivilen Ansinnen keine Einwände entgegenbringen." sagt Wickham, "Aber wir wollen es uns ja mit ihm nicht schwerer machen, als es ohnehin schon ist, drum werde ich ihn fragen, während Du schon die Ausrüstung zurechtmachst, ja?" Thomas nickt "Aye, Master Geoffrey. Auch die Dolche?" Wickham überlegt kurz schüttelt dann aber den Kopf: "Nein, ich denke wir werden genug damit zu tun haben, auf diesem schwankenden Untergrund überhaupt die korrekte Schrittarbeit einzuhalten - da wollen wir uns nicht noch mit einer zweiten Waffe belasten."

Thomas geht gemütlich zur Gemeinschaftskabine. Unterwegs sieht er wie die Ehrwürdige Schwester und die Dame Roberts sich ebenfalls an Deck etwas Bewegung verschaffen. Er traut kaum seinen Augen, wie er mitansieht, wie der Medicus und Rose miteinander zu plaudern anfangen. Die gute Schwester geht dieweil außer Hörreichweite, doch Thomas ist schon etwas neugierig. 'Zu dumm, daß Master Geoffrey ausgerechnet jetzt üben will! Er hätte doch noch ein halbes Stündchen später damit kommen können.' Er streckt schon einmal seine Muskeln und rollt etwas die Schultern. Dabei prüft er den Wind und die Temperatur und überlegt, ob er mit bloßem Oberkörper üben soll. Das Wetter ist zwar etwas kühl, aber er hat schon Schlimmeres ausgehalten, damals als sie nach Bremen über die Nordsee gefahren sind - im Winter! Noch etwas in Gedanken geht er in die Kajüte um die Fechtutensilien herzurichten.

Dieweil geht Wickham zum Kapitän und spricht bei Ihm vor. "Ah, Kapitän Clifford, was für ein schöner Tag, nicht wahr?" sagt Wickham in bester Plauderlaune. Der Kapitän räuspert sich etwas und sagt "Ja, Master Wickham, wir machen gute Fahrt." Wickham holt schon Luft um etwas zu sagen, doch Kapitän Clifford schneidet ihm das Wort ab: "Seht, an Land herrschen andere Sitten was Höflichkeit und Anstand anbetrifft. An Bord schätzen wir es, die Dinge direkt beim Namen zu nennen. In diesem Sinne: was führt Euch zu mir?" Wickham paßt diese ungeschliffene Art garnicht, doch bringt sie ihn auch nicht aus der Ruhe: "Guter Kapitän Clifford, Ihr und Eure Mannschaft hat auf See doch ein recht anstrengendes Arbeiten. Dies fordert den Körper und hält ihn stark. Die Passagiere an Bord hingegen, haben nichts, das ihre Gesundheit bei Kräften hält. Daher meine Frage, ist es erlaubt, wenn ich meinem Leibdiener etwas Bewegung verschaffe, in dem wir die hohe Kunst der Verteidigung üben?" Kapitän Clifford ist davon doch etwas überrascht 'Was für ein Mensch denkt auf einer Überfahrt auf einem kleinen Schiff an Fechtübungen?' denkt er sich, und sagt: "Ihr werdet Euch und Euren Diener noch verletzen. Das Fechten auf einem Schiff ist etwas ganz anderes als in einer Fechthalle an Land. Ihr wollt doch keine Unruhe an Bord bringen durch einen weiteren Toten, oder?" Wickham wirft entrüstet den Kopf zurück: "Kapitän Clifford, Ihr habt hier keinen blutigen Anfänger in der Fechtkunst vor Euch. Ein erfahrener Fechter kontrolliert seine Waffe, seinen Gegner und seine Umgebung. Kontrolle ist die Essenz der Kompetenz in der Wissenschaft des Fechtens." Der Kapitän ist sichtlich wenig angetan von Wickhams Entgegnung, und sagt: "Habt Ihr denn keine andere Betätigung, die Ihr hier besser an Bord zu Eurer Ertüchtigung ausüben könnt?"

Wickham überlegt ernsthaft; daran hatte er ja noch gar nicht gedacht: "Ja, natürlich guter Kapitän! Neben der offensichtlichen Unmöglichkeit hier an Bord auszureiten - einer meiner Lieblingsbeschäftigungen - bin ich ein wirklich passionierter Jäger. Sagt Ihr habt doch sicher neben Euren Kanonen auch ein paar Musketen an Bord, nicht wahr? So gebt mir eine und etwas Pulver und Blei und ich will mich damit vergnügen diese lästigen Vögel, die schon seit gestern um Euer Schiff herumflattern etwas kunstgerecht zu dezimieren. Habt Dank für Euren Vorschlag!" Kapitän Clifford ist schockiert - das hat er nicht gemeint. "Master Wickham, seid Ihr wirklich nicht das erste Mal auf See? Ihr werdet doch nicht diese Seevögel schießen wollen? Kein Seemann würde sich an einem Seevogel vergehen, solange er auf See ist. Die Gegenwart dieser Vögel zeigt an, daß wir noch in der Nähe von Land sind. Ihr werdet sie im Laufe der Reise noch vermissen, wenn wir erst einmal tageweit vom Land entfernt sind. Und von den Bordwaffen erwartet Ihr ja wohl nicht ernsthaft, daß ich Euch eine zur Verfügung stelle?" Kapitän Clifford hat sich sehr erregt über Wickhams Ansinnen, unter seinem Bart ist er ganz rot im Gesicht geworden. "Geht meinetwegen und stecht Euren Diener nieder, wenn Ihr keine bessere Beschäftigung findet, aber auf die Vögel schießt Ihr mir nicht! Nun entschuldigt mich bitte." sagt er in barschem Tonfall und kehrt Wickham den Rücken zu. Wickham verbeugt sich höflich: "Habt Dank, Kapitän Clifford. Ihr dürft gerne zusehen, wie gleich wohl die erste Fechtlektion an Bord der "Good Hope" abgehalten wird" und geht zur seiner Kabine, nicht ohne die Dame Rose in der unpassenden Gesellschaft des Medicus zu bemerken.

Drinnen angekommen montiert Thomas gerade noch die ledernen "Fleurettes" auf den Spitzen der Übungsrapiere, die natürlich nicht scharf geschliffen sind. Man kann mit diesen zwar nicht mehr wirklich schneiden, doch ein Stich geht ohne die Spitze zu polstern immer noch durch einen Mann hindurch. "Nun, Thomas, ich sehe, Du bist jetzt so weit, daß wir bald anfangen können. Der Kapitän war reizend: er hat mir sogar die Idee eingegeben, daß wir vielleicht ein paar Schießübungen an Bord machen können. Er scheint nur irgendwie eine Art Vogelfreund zu sein."sagt Wickham, während Thomas ihm beim Umziehen hilft. Danach helfen sich beide gegenseitig in die wattierten Westen, die vor den schlimmsten Auswirkungen des Übens, nämlich gebrochenen Rippen durch heftige Stiche mit den Übungswaffen, schützen sollen - aber vollständigen Schutz gewähren diese natürlich auch nicht, wenn man noch beweglich bleiben will. Beide legen ihre Fechthandschuhe an, Wickham bindet sich die Ärmel seines Hemdes fest um die Unterarme und öffnet die Kragenschnürung, während Thomas die wattierte Weste auf dem bloßen, muskulösen Oberkörper trägt. Seine harten Muskelpakete stellen schon optisch einen krassen Gegensatz zu Wickhams dünnen Armen dar. Dies gepaart mit der Tatsache, daß Wickham einen ganzen Fuß kleiner ist als Thomas erwecken sie den Eindruck von David und Goliath, wie sie beide an Deck gehen und sich erst einmal für alle gut sichtbar aufstellen.

"Nun beginnen wir mit ein paar einfachen Übungen aus dem perfekten Kampf, wie es Master Silver zu nennen pflegt." sagt Wickham und beginnt nach ein wenig aufwärmenden Bewegungen in die Luft mit Thomas Lektionen durchzugehen. Zuerst ganz langsam, da beide merken, wie sehr das Schwanken des Bodens an Bord die Kontrolle der Beinarbeit beeinträchtigt. Mit der Zeit gewinnen beide aber an Zutrauen und die Lektionen laufen flotter und beinahe in echter Zeit ('perfekter Zeit' wie George Silver sagen würde) ab. Eine Reihe Matrosen sieht sich das Schauspiel an und auch den Mitreisenden kann es gar nicht entgehen, hört man doch immer wieder das helle metallische Schaben der Klingen aneinander.

Wickham fühlt sich gut. Thomas ist auch in guter Form. Wickham spürt nur eine schnellere Ermüdung als sonst beim Üben, da er die Nacht doch eher schlecht geschlafen hatte. 'Wenn ich jetzt noch etwas von der Übung haben möchte, dann müssen wir schon das Spiel etwas interessanter machen und aufhören zu tanzen' denkt er sich und sagt zu Thomas: "Du hast gut gelernt! Hast Du heimlich geübt? Mit wem wohl? Komm schon, laß es uns herausfinden, was Du für neue Lehren gemeistert hast. Jetzt gilt es sicher zu fechten, aber mit Ernst!". Thomas kennt das schon von Wickham. Bevor ihm die Luft ausgeht will er es immer genau wissen. So schickt er sich zu Angriffen, die Kontakt machen sollen und bereitet sich, auch ernste Angriffe wehren zu müssen.

Mit konzentrierter Miene, die Rapiere mit ihren Spitzen einander zur Kehle oder zum Gesicht gerichtet umkreisen sich die beiden Männer in respektvoller Distanz.
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Alle Seeleute, die es sich erlauben können, - Kapitän Clifford eingeschlossen - verfolgen gebannt die Manöver der beiden Kontrahenten. Leute ihres Standes werden nur sehr selten Zeuge, wenn sich zwei Gentlemen ans Leder wollen (selbst, wenn dies - wie hier - nur zur Übung geschieht), da sie in den Örtlichkeiten, wo sich so etwas normalerweise abspielt, keinen Zutritt haben.

Für Thomas und Wickham existieren die Zuschauer momentan jedoch nicht wirklich. Sie sind vielmehr Teile der Umgebung, wie eine Taurolle oder ein Wasserfaß. Thomas hält die Spitze seiner Klinge auf Wickhams Gesicht gerichtet in der klassischen Auslage "Isenport", wie man in den Deutschlanden dazu sagt - dem eisernen Tor. Wickham hingegen wechselt immer wieder zwischen einer tiefen "Isenport" und einer hohen Auslage die nach George Silver "True Guardant" - wahrhaft schützend - genannt wird. Beide umkreisen sich gerade soweit voneinander entfernt, daß sich die Klingen noch nicht berühren können.

Gerade wechselt Wickham wieder die Auslage, da ergreift Thomas die Chance und attackiert in dem kleinen Moment, in dem Wickham ungedeckt ist. Er führt einen wirklich kraftvollen Angriff, wirft seinen Waffenarm nach vorne und drückt sich mit dem hinteren Bein wie ein austretender Esel ab, so daß sein massiger Körper seine gesamte Wucht hinter der Spitze der Klinge vereint. Wickham ist überrascht von der Behendigkeit dieses Angriffs und will instinktiv ausweichen. Doch sein Überkreuzschritt bringt ihn nicht schnell genug aus der Bahn von Thomas blitzender Waffe. Er sieht sich schon durchbohrt und reißt verzweifelt seine Klinge Schneide gegen Schneide herab - 'Wenn mein Schmied das erfährt!' - um Thomas Klingenspitze eine Handspanne weiter zur Seite zu zwingen. Wickhams Klinge biegt sich bedenklich - wenn es eine Kampfklinge wäre, so wäre sie wohl gebrochen - und Thomas lederumhüllte Klingenspitze dringt tief in Wickhams Fechtweste ein. 'Das hätte beinahe meine Rippe sein können' weiß Wickham unbewußt, doch für Gefühle dieser Art ist im Kampf keine Zeit. Der kraftvolle Angriff und der weite Ausfall haben Thomas in eine sehr exponierte Lage gebracht, die Wickham ohne zu zögern für einen Gegenstoß wie aus dem Lehrbuch nutzt. Er sticht Thomas zur rechten unteren Blöße. Thomas ringt verzweifelt mit seinem Gleichgewicht auf den unebenen, schwankenden Planken an Deck und läuft voll in Wickhams Stoß hinein. Glücklicherweise ist der Stoß nicht annähernd so kraftvoll wie Thomas' erster Angriff und durch die dicke Wattierung bekommt Thomas nicht mehr als einen blauen Fleck.

Beide Männer sind etwas irritiert vom Verlauf des Abtausches und wollen die Distanz vergrößern. Thomas fängt sich schneller als Wickham und jagt aus der Rückzugsbewegung Wickham einen fallenden Hieb entgegen. Wickham ist jedoch jetzt nicht mehr überrascht und verzichtet auf eine weitere harte Parade, sondern weicht statt dessen auf die Außenseite von Thomas Waffenarm aus. Im Ausweichen sticht er Thomas unter dessen Arm in die Achselhöhle. Thomas ist sein eigener Arm im Wege; deshalb wird er dieses Angriffs erst gewahr, als Wickhams Klinge schon wieder auf dem Rückzug ist und seine eigene Achselhöhle in Schmerz zu brennen scheint. Ein solcher Treffer knapp hinter der Wattierung der Weste ist so schmerzhaft, daß Thomas die Zähne zusammenbeißen muß.

Unter Schmerzen sticht Thomas wild dorthin, wo Wickham gerade noch stand. Sein Angriff verfehlt Wickham bei Weitem. Wickham bemerkt dies und läßt sich zu einem im Waffenkampf sehr riskanten Manöver hinreißen: er tritt Thomas unter dessen Angriff kräftig in den Bauch - 'Einen Gentleman tritt man schließlich nicht zwischen die Beine - das könnte seine Familie krumm nehmen!'. Thomas, ausgestattet mit brettharten Bauchmuskeln und der wattierten Fechtweste, steckt diesen Tritt zwar gut weg, ist aber doch überrascht von der unerwarteten Angriffsrichtung.

Noch bevor Wickhams Bein wieder fest am Boden ist, sticht ihm Thomas hinterher. Er kann ihn nur knapp erreichen und Wickham pariert mit Leichtigkeit. Die rollende Bewegung des Decks macht Wickham doch etwas zu schaffen: sein Gegenangriff startet "mit dem falschen Fuß" und er sticht völlig daneben. Thomas bemerkt Wickhams Problem mit dem Boden und muß eigentlich nicht parieren. Doch geht er mit einer Paradebewegung seiner Klinge in die Bindung zu Wickhams Klinge, um sie soweit auf die Seite zu führen, daß er eine Möglichkeit zum Einlaufen sieht.

Mit einem weiten Schritt seines linken Beins springt Thomas nach vorne. Mit einem letzten kräftigen Druck zwingt er Wickhams Klinge auf dessen rechte Seite, so daß er völlig offen dasteht. Thomas läßt sein Rapier fahren und setzt einen tiefen Ringergriff an, um Wickham hart auf das Deck zu schmettern. Wickham erkennt die Gefahr, es zieht sich ihm all seine Manneskraft in den Bauchraum hinauf - wohl wissend, daß er einmal in den Pranken seines Leibdieners, von diesem leicht zu einer Portion Haggis gestopft werden kann, ohne viel Chance auf Gegenwehr zu haben. Verzweifelt versucht er einen der beiden Arme von Thomas mit seinem eigenen Linken nach unten zu drücken, so daß Thomas keinen rechten Griff mehr bekommen kann. Unter Aufbringung aller Reserven gelingt es Wickham sogar und er sieht für einen Moment Thomas' Hinterkopf unterhalb des Knaufs seines Rapiers. Ohne viel zu zögern haut Wickham Thomas den Knauf ins Genick, doch ist er noch nicht wieder in guter Balance und trifft so nur Thomas' kräftigen Kapuzenmuskel.

Thomas hat jetzt keine Waffe mehr und merkt am dumpfen Schmerz am oberen Rücken, daß Wickham ihm den Knauf überziehen wollte. 'So geht's nicht!' sagt er sich und schlägt im Aufrichten mit der Rechten eine Rückfaust zu Wickhams Gesicht. Wickham sieht diese kommen und weicht aus, jedoch war das nur die Finte: Thomas trifft Wickham mit einem satten linken Haken zur Leber. Der Haken wurde zwar etwas durch die Weste abgeschwächt, aber Wickham kommen erst einmal die Tränen, die Luft bleibt ihm etwas weg, doch tut er das was sein alter Fechtlehrer ihn immer gelehrt hat: 'Es wird die Zeit kommen, da man in einem Kampf nicht mehr weiß was tun. Man kann nicht mehr denken und planvoll sich verteidigen. Hier gilt es die drei Prinzipien der Verteidigung begriffen zu haben, als da sind: 1. Schlagen, 2. Schlagen, 3. Schlagen. Beherzigst Du dies, so mag es Dir die Zeit verschaffen, bis Dein Kopf wieder klar ist und Du die Lage wieder mit gutem Urteil übersehen kannst.' Während er noch zurücktaumelt schlägt Wickham ansatzlos einen schrägen Hieb nach Thomas. Dieser, waffenlos und durch den harten Haken etwas aus der Balance, kann dem Hieb nicht mehr ausweichen. Doch - sehr zu seiner Erleichterung - war ohnehin keine wirkliche Wucht mehr darin. Wickhams Hieb stoppt am Halsschutz von Thomas Fechtweste.

Wickham hält sich mit der Linken die Leberseite, läßt aber die Klinge noch ein Moment länger am Hals von Thomas verweilen und atmet so tief es geht durch. Langsam senkt er die Klinge und verbeugt sich formell vor Thomas. "Ich danke Dir für diese lehrreiche Erfahrung, Thomas. Doch die Reise ist noch lang und wir wollen es am ersten Tag mit Grundübungen bewenden lassen und die richtig kunstfertigen Manöver uns für später aufheben." sagt er und macht sich daran in die Kabine zu gehen. Thomas hebt sein Übungsrapier auf und folgt ihm um sich zu Waschen 'Brr, kaltes Salzwasser!' und sich umzuziehen. Er nimmt noch wahr, wie sich Kapitän Clifford respektvoll und amüsiert wirkend in seine Richtung verneigt. 'Den letzten Haken hat der Kapitän wohl wirklich genossen.' denkt sich Thomas

Nach dem Umziehen geht es Wickham erstaunlich schnell wieder blendend. Er hat den harten Körperhaken augenscheinlich gut verkraftet. Wickham ist guter Laune und könnte jetzt sogar das Essen des Schiffskochs vertragen...
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Tradain
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Beitrag von Tradain »

Dankbar nehme ich Gareth`s Arm und überdenke blitzschnell die Situation.......
Verehrter Herr, wie ich leider gestehen muß darf ich Euch den genauen Umstand meiner Reise nicht verraten, nur soviel soll erzählt sein: meine Familie ist durch äußere Umstände und die Unbillen des Schicksals in Nöte geraten, so daß uns leider nur das allernötigste Gesinde geblieben ist. Nun hat mein Vater eine Möglichkeit entdeckt, wie wir die Lage wieder hin zum Glücklichen wenden könnten. Um dies zu verwirklichen ist diese Reise vonnöten und er war gezwungen die einzige Person zu schicken, der er uneingeschränkt Vertrauen schenkt.
Mich.

Ein verschämtes Lächeln huscht über mein Gesicht,
Natürlich ist mir bewußt wie ungewöhnlich, ja sogar anstössig es für Euch wirken muß, eine junge Frau wie mich ganz allein ohne Begleitung auf einem Schiff wie diesem zu finden. Aber ich bitte Euch, denkt nicht schlecht von mir oder meinem Vater, der sicherlich schon krank vor Sorge um mich ist. Gäbe es eine andere Möglichkeit, glaubt mir, er hätte sie genutzt. Nun hoffe ich gute Nachrichten zu meiner kranken Mutter und meinem tapferen Vater aus der Ferne mitzubringen.
Aber ........genug der traurigen Ausführungen! Ich hätte Euch eine kleine Bitte vorzutragen:Vielleicht würdet Ihr mir die Ehre erweisen Euch heute Abend bei Eurem Geigenspiel Gesellschaft leisten zu dürfen. Dies würde mir bestimmt meine Seele erleichtern und mich ein wenig von meinem Heimweh ablenken!

Gerade als ich den Satz beende bemerke ich Unruhe auf dem Deck. Ich erkenne Wickham und seinen Diener, offenbar in einem Übungskampf, der sich jedoch sehr ernst zu entwickeln scheint.
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Während ihm Rose antwortet, sieht ihr Gareth, wie er es in jedem Gespräch zu tun pflegt, tief in die Augen. Das Gesprochene ist das eine, das was die Augen sagen oftmals etwas anderes und nur äußerst gerissene Lügner sind in der Lage, auch die Augen in ihre Geschichten miteinzubeziehen. Roses Geschichte klingt zwar im ersten Moment plausibel, doch in ihren Augen erkennt Gareth Nervosität. Vor was hast du Angst Rose? Was verbirgst du vor mir? Und vor allen anderen. Abgesehen von den Augen macht sie sich durch ihr Lächeln, das Gareth ein wenig aufgesetzt erscheint, und die Tatsache, dass sie seiner Frage ausweicht, indem sie ein Geheimnis vorschiebt, und dann schließlich ganz ablenkt, indem sie ihn auf sein Geigenspiel anspricht, verdächtig, auch wenn sich Gareth durch das Lob geschmeichelt fühlt. Bevor er jedoch großartig etwas erwidern kann, wird er der Unruhe gewahr, die auf einmal herrscht. Als ihre Quelle macht er einen Schaukampf zwischen Wickham und Thomas aus, dem Rose bereits gespannt zusieht.
So seines Gesprächspartners beraubt, betrachtet Gareth das Spektakel misstrauisch. Er sieht in dem Übungskampf eigentlich nichts anderes einen weiteren Akt sinnloser Gewalt, der lediglich in dem Kostüm eines edlen Sports verpackt ist. Doch obwohl er eigentlich davon angewidert ist, huscht ihm jedes Mal, wenn Thomas bei seinem Herrn einen Treffer landet, ein Lächeln über die Lippen, besonders bei dem letzen Hieb. Wenn er es schon drauf anlegt, dann soll er ruhig auch ein wenig leiden, der verdammte Angeber. denkt Gareth im Stillen. Auf diese Art und Weise wird er heute Abend vielleicht nicht ganz so großspurig auffahren.

Als Wickham und Thomas wieder in Richtung ihrer Kabine verschwunden sind, wendet Gareth sich wieder Rose zu. “Es tut mir außerordentlich leid, von dem Nöten Eurer Familie zu hören, Ms. Roberts. Woran leidet Eure Mutter denn? Zwar werde ich nie wieder nach England zurückkehren, um ihr helfen zu können, doch ich bin sicher, dass ich Euch einen guten Medicus empfehlen kann, an den ihr Euch wendet könntet, und Euch auch einige Ratschläge zur Krankenpflege mitgeben kann. Und wenn ich Euch bei den mysteriösen Umständen Eurer Reise in irgendeiner Weise behilflich sein kann, so zögert nicht, mich darum zu bitten. Eure Bitte nach etwas Geigenspiel will ich Euch natürlich gewähren. Nach dem Abendessen werde ich mich an den selben Platz begeben wie am gestrigen Abend, und ihr seid herzlich willkommen, mir Gesellschaft zu leisten.“
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Tradain
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Beitrag von Tradain »

Als der Kampf endlich zu Ende ist und der Medicus das Wort wieder an mich richtet fällt es mir nicht schwer zu erwidern...
Meine Mutter leidet an der Gicht, mein Herr, leider ist sie aufgrund ihres Leidens die meiste Zeit an`s Bett gefesselt, da sie große Schmerzen leidet. Mein Vater tut sein Bestes ihr zu helfen, aber unsere Verhältnisse sind nicht so gut wie Ihr sie gewohnt sein müßt. Einen so vortrefflich ausgebildeten Medicus wie Ihr es seid durften wir noch nie in unserem bescheidenen Haus begrüßen!
Es betrübt mich zu hören, daß Ihr unserem schönen England für immer den Rücken kehren wollt! Habt Ihr denn nichts, oder niemanden, der Euch zurückhalten kann? Vielleicht hättet Ihr dann die Güte gehabt uns einmal Eure Aufwartung zu schenken und meiner Mutter ein wenig Linderung verschafft.
Nun versuche ich meine mir anvertraute Aufgabe zur Vollendung zu bringen, dann wird sich auch ein angesehener Heilkundiger für meine Mutter finden. Ich befürchte jedoch, daß ich zu spät kommen werde. Im schlimmsten Fall sehe ich sie lebend nie wieder.

Die Trauer in meiner Stimme muß ich nicht spielen, ich bin meiner Mutter nie begegnet und so stellt sich die brüchige Stimme von selbst ein. Wenn ich sie kennengelernt hätte wäre mein Leben sicher anders verlaufen. Wäre vielleicht verheiratet und nicht auf einem Schiff um mein Heimatland für immer zu verlassen.........
ich drehe den Kopf wieder und starre aud die See, meine Tränen verbergend lasse ich Gareth`s Arm los .
Mit Eurer Erlaubnis......gerne finde ich mich heute Abend auf Deck ein...wenn Ihr mich entschuldigen wollt.
Ich kehre Gareth den Rücken und gehe ein paar Schritte zurück wo ich an der Reling stehend verbleibe.
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Dor Kalach
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Beitrag von Dor Kalach »

Nachdem Thomas die Kleider seines Herrn zum Trocknen aufgehängt und die Fechtutensilien zusammengeräumt hat, macht er sich auf, das Schiff etwas genauer zu erkunden. Er sucht den Steuermann. McCort schien recht umgänglich und informativ gegenüber Ihm zu sein.
Er findet Ihn (wo auch sonst) am Steuerrad, wo er einsam steht und aufs Meer hinausstarrt.
"Seid mir gegrüßt, Kamerad." spricht Thomas den guten McCort an.
Dieser, aus seiner Meditation gerissen, schreckt auf und blickt erst unwirsch, als er aber Thomas erkennt merkbar freundlciher in seine Richtung.
"Ihr scheint sehr einsam hier zu sein. Habt Ihr denn hier keinen sonderlich guten Kontat zu euren Kameraden oder sind alle so beschäftigt und keiner geht Euch zur Hand?"
McCort versucht, auf zweiteres hinzudeuten, dass die Kameradschaft zwar nicht die Beste, weil man ja mit harten Männern auf unbezwingbarer See sei, da sei der Umgangston eben etwas rauher.
"Der Bootsmann, wie war noch gleich sein Name, Sid Barret?""Barnett, Sid Barnett""Genau, jener schien Euch jedoch nicht ganz wohlgesonnen, als wir uns letzten Abend unterhielten? Oder täusche ich mich? Erzählt mir ein bisschen mehr von ihm."

Thomas unterhält sich eine Weile mit McCort, bis Schwester Ilsegard vorbeischlendert. Da es gerade auf die Mittagszeit zugeht bittet er sie ins Steuerhaus.
"Wehrte ehrwürdige Schwester, wärd Ihr so gütig, mit uns zur Mittagszeit die None zu beten, geistiger Beistand wäre mir uns ich denke auch unserem guten Steuermann nicht ungelegen."
Sr.Ilsegard stutzt, überlegt und erklärt sich schliesslich dazu bereit. Da sie die None sowieso beten muss, warum sollte sie sie nicht mit zwei Brüdern im Glauben beten?.

Nach einer halben Stunde im Gebet (McCort greift hin und wieder korrigierend zum Steuerrat, allerdings ohne die anderen oder gar sich selbst abzulenken) verabschiedet sich Thomas von MCCort.
"Habt Dank für das nette Gespräch. Bis heute abend im Offizierscasino"

Er nimmt die gute Schwester am Arm und geleitet sie hinaus.
"Gut dass ich Euch noch alleine sprechen kann. Ich denke ich bin Euch noch eine Antwort schuldig, damit sich Euer Verdacht des Diebstahls, meinerseits, wie Ihr es zu nennen beliebtet, nicht verstärkt sondern entkräftet wird.
Jener Schotte, Ihr wisst von wem ich rede, hatte etwas bei sich, was ich Euch bereits andeutungsweise wissen liess. Nun möchte ich Euch genaueres berichten. Es handelt sich bei jenem Objekt um eine kleine schwarze Statuette, deren herkunft und Bedeutung mir ud auch meinem Herrn unklar erscheint. Sie ist ungefähr so groß [--] und ist komisch geformt."

Sr. Ilsegard zeigt sich überrascht und interessiert. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Thomas sich so frei und ohne weitere Aufforderung zu dieser von Ihr gestellten Frage äussern würde. Bliebe nur noch das Verlangen, die Statuette zu sehen.
"Wenn ihr wünscht, könnt Ihr diese Statuette auch gerne augenscheinlich begutachten. Mein Herr wird sie Euch sicher gerne zeigen, sofern Ihr ein solches Interesse verspürt. Eventuell könnte Euer Wissen uns ja etwas weiterhelfen, das Leben und die Hintergründe jenes Verschiedenen genauer zu ergründen." fährt Thomas fort.
Ilsegard ist platt. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet.
"Nun, lieber Thomas, wenn Euch so viel daran liegt nehme ich Euer Anliegen gerne in Betracht und werde mich nach dem Mittagessen bei Eurem Herrn einfinden, sofern ihm dieser Termin zusagt" erklärt Sr. Ilsegard ruhig und gelassen klingend, jedoch versucht sie verzweifelt, ihre empfundene Freude nicht von Thomas erkennbar werden zu lassen.
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Roses Antwort erschüttert Gareth. Auch wenn ihm immer noch nicht klar ist, wie weit er ihrer Geschichte Glauben schenken kann, doch die Trauer um ihre Mutter scheint ihm absolut echt und ihre Tränen sind ihm nicht verborgen geblieben, auch wenn sie sie ihn offensichtlich nicht sehen lassen wollte. Für ein paar Augenblicke bleibt er stehen, unschlüssig, wie er reagieren soll, dann geht er wieder auf Rose zu, die ihm den Rücken zugewandt und auf das Meer blickend an der Reling steht. Als er ihr behutsam die Hand auf die Schulter legt, dreht sie sich langsam zu ihm um und blickt ihn an, noch immer mit Tränen in den Augen.

“Weint nicht, Ms Roberts. Es gibt immer Hoffnung, und ihr dürft sie nicht aufgeben. Ich bin sicher, Ihr werdet die Euch übertragene Aufgabe mit Bravour erfüllen und schnell genug zurück in England sein, um Eure Mutter wieder in die Arme schließen zu können und ihr zu helfen.“

Gareth hat eigentlich erwartet, dass seine Worte Rose beruhigen würden, doch kaum hat er geendigt, bricht Rose in Schluchzen aus und beginnt noch heftiger zu weinen. Von dieser Reaktion völlig überrascht handelt Gareth intuitiv, indem er Rose vorsichtig in die Arme nimmt, was sie einfach geschehen lässt. Einige Zeit stehen sie so beinahe regungslos da, und Gareth streicht ihr immer wieder sanft über den Kopf und flüstert beruhigende Worte, während sich Rose an seiner Brust ausweint. Als Rose sich nach etwa einer Viertelstunde wieder gefangen hat, löst sie sich aus Gareths Umarmung und wendet sich erneut von ihm ab und dem Meer zu. Gareth stellt sich neben sie an die Reling und bietet ihr wortlos sein frisches weißes Taschentuch an, welches Rose ebenso wortlos nimmt. Nachdem sie sich die Tränen abgewischt und ihm das Taschentuch zurückgegeben hat, bricht Gareth die Stille.

"Ihr solltet Euch etwas hinlegen, Ms. Roberts, ihr scheint Euch wirklich nicht wohl zu fühlen, und etwas Schlaf würde Euch mit Sicherheit gut tun. Ich werde Euch wecken, sobald es Essen gibt oder sonst etwas Wichtiges passiert."

Rose nickt und nachdem sie einen weiteren Moment auf das Meer geblickt hat, um sich zu sammeln, nimmt sie den von Gareth angebotenen Arm und lässt sich von ihm zur Kabine geleiten. Nachdem sich Rose dort in ihre Koje gelegt hat, schließt Gareth leise die Tür und begibt sich wieder auf Deck. Dieser Tag ist schon wieder seltsam, denkt Gareth verwirrt, als er wieder an der Stelle an der Reling lehnt, an der er vor wenigen Minuten noch mit Rose stand, und sein Hemd langsam in der Sonne trocknet. Ich werde Thomas aufsuchen, und ihn fragen, ob es seinem Herrn auch jetzt schon passen würde. Bevor er sich jedoch groß auf die Suche nach Thomas machen kann, kommt dieser, die Schwester am Arm, von Richtung des Steuerhauses über Deck geschlendert. Gareth geht ein paar Schritte auf die beiden zu.

"Werte Schwester, hättet ihr etwas dagegen, wenn ich kurz mit Thomes unter vier Augen rede?"

Als Schwester Ilsegart daraufhin den Kopf schüttelt, gehen Thomas und Gareth ein paar Schritte beiseite und Gareth unterbreitet Thomas seine Bitte.
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

Thomas öffnet die Tür zur Gemeinschaftskabine. 'Schon seltsam' denkt er sich, 'dieser Medicus weiß auch nicht was er will. Erst wird er von Master Geoffrey eingeladen - ohnehin eine unerwartete Ehre. Dann will er nicht, sondern mag erst am Abend kommen. Nun kommt er mit gerötetem Gesicht zu mir, ob ich denn jetzt nicht vielleicht bei meinem Herrn Zeit für die Unterredung finden könnte?' Er schüttelt den Kopf und betritt die Kabine. Dort liegt die Dame Rose in ihrer Koje, einen Arm über die Augen gelegt, wohl um das durch die schmutzig-matten Scheiben dringende mittägliche Tageslicht abzuhalten, welches ihren Schlaf stören mag.

Thomas schließt die Türe besonders leise - etwas, das ihm in Wickhams Diensten durch Übung immer leichter gefallen ist - und geht zu Wickhams separater Kabine. Er horcht ersteinmal vorsichtig, um Wickham nicht bei etwas zu stören, das ihn nichts angehen muß. Dann klopft er leise an. "Einen Moment!" hört man Wickhams Stimme dumpf durch die Tür rufen. Thomas wartet ein - zwei Atemzüge lang - er hört etwas leise klappern und ein schnappendes Geräusch - und öffnet dann die Tür um beherzt einzutreten. Im Eintreten sieht er gerade noch, wie Wickham einen kleinen Silberschlüssel in einer Tasche seiner Weste verschwinden läßt. Thomas ist den Geruch der See inzwischen gewohnt. Daher fällt es seiner Nase besonders auf, daß die Luft der kleinen Kajüte leicht süßlich, vielleicht etwas nach Mandeln riecht. Das erinnert ihn daran, daß Master Geoffrey und er noch kein Mittagsmahl hatten. 'Doch alles der Reihe nach', denkt er sich.

"Master Geoffrey, ich habe soeben mit der guten Schwester Ilsegart gesprochen und ihr angedeutet, daß wir ein ehemaliges Besitztum meines unglücklichen Landsmannes in Verwahrung haben. Sie läßt mich fragen, ob sie Euch heute noch - wenn es genehm ist, nach dem Essen - aufsuchen darf, um das Fundstück in Augenschein zu nehmen. Wie soll ich ihr antworten?" fragt er und setzt sich auf eine der Reisetruhen. Wickham liegt ausgesprochen entspannt schräg auf seiner Koje und sagt "Nun, mein guter Thomas, da ich hier an Bord keine wirklich wichtigen Geschäfte habe und es sicherlich nicht zu vermeiden ist, die Enge unserer Unterbringung in Betracht ziehend, daß man sich auf einer Seereise näher kennenlernt, als möglicherweise gut für alle Beteiligten ist, so soll es mir recht sein, wenn die gute Schwester Ilsegart mir und natürlich auch Dir, mein Lieber, ihre Aufwartung macht. Vielleicht können wir über die Statuette und die Herkunft Deines rätselhaften Landsmannes etwas mehr Aufschluß gewinnen, als es mir unter Zuhilfenahme aller mir zur Verfügung stehenden Mittel möglich war."

Mit einer schwungvollen Bewegung schnellt Wickham aus der Koje. "Dann laß uns einmal sehen, auf welche Art der hiesige Schiffskoch wieder Leichenschändung an den armen toten Fischen gemacht hat, die er uns zu servieren vorzieht. Mein Hunger ist derart, daß mich die Aussicht auf solche Speise - für mich selbst sogar erstaunlich - nur mehr wenig erzittern läßt. Also," sagt Wickham und greift sich seinen Rock "gehen wir dorthin, wo man uns Reisenden die Atzung reichen mag! Ich schätze, Du weißt bereits, wo wir uns dazu einfinden müssen, nicht wahr?"

Thomas bleibt noch auf der Reisetruhe sitzen. "Master Geoffrey, so wartet noch eine Weile! Ich habe noch etwas vorzubringen, bei dem ich nicht sicher bin, ob euer guter Appetit dies überstehen mag." Wickham schaut ihn etwas verwundert an, "So, sprich denn, nur kein Zögern!" Thomas seufzt etwas, "Wie Ihr wißt, Master Geoffrey, habe ich heute morgen Master Stratton Euren Wunsch um Unterredung mitgeteilt. Er erwies sich als zögerlich und ließ mich ausrichten, daß er erst am Abend Interesse an einem Treffen mit Euch hätte. Doch gerade eben an Deck, ich hatte mein Gespräch mit der Ehrwürdigen Schwester gerade beendet, da kommt er, sein Gesicht leuchtend vor Röte aus der Gemeinschaftskabine und verwickelt mich sogleich in ein Gespräch. Im Verlaufe desselben hieß er mich, Euch zu fragen, ob eine Unterredung nicht doch eher sogleich erfolgen könne, statt erst heute abend. Mit dieser Frage komme ich nun zu Euch." Thomas blickt Wickham an, der garnicht so verärgert wirkt, wie es zu erwarten gewesen wäre. Sogar ganz im Gegenteil: es scheint, als ob sich seine Laune sogar noch verbessert hätte.

"Interessant Thomas, jedoch steht mir der Sinn zunächst nach etwas Magenfüllendem und dann erst werden wir weitersehen. Komm schon, gehen wir zu Tisch!" Geräuschvoll öffnet Wickham die Tür zur Gemeinschaftskabine - Thomas zuckt innerlich etwas zusammen, wollte doch die Dame Rose gerade noch ein wenig ruhen. Wickham bemerkt Rose in ihrer Koje liegend, tritt einen halben Schritt näher und verbeugt sich, als sie den Arm vom Gesicht nimmt und ihn mit leicht geröteten Augen ansieht. "Mein Dame, es tut mir unendlich leid, falls ich Euren Schlummer gestört haben sollte. Ich frage Euch besser nicht, ob Ihr mich zu Tische begleiten mögt, da Ihr offensichtlich unwohl seid. Es ist wohl besser, Ihr ruhtet eine Weile oder fragt die gute Schwester Ilsegart nach einem Mittel." Wickham verbeugt sich ein weiteres Mal und geht gefolgt von einem etwas besorgt dreinblickenden Thomas an Deck.

"Ah, die frische Seeluft bekommt mir so langsam!" sagt Wickham, als er aus der Kabine tritt. An Deck lehnt in ungesunder Haltung der Medicus, der, sobald er Wickhams und seines Dieners gewahr wird, schnellen Schritts auf die beiden zukommt. "Meine Empfehlung, Master Wickham, Master Thomas" sagt der Medicus und verbeugt sich eine Spur zu leicht und zu kurz vor beiden. "Ich nehme an, Euer Diener hat Euch meine Enscheidung bezüglich Eures Ersuchens um eine Unterredung von heute morgen mitgeteilt? Ich darf ferner annehmen, daß er auch meinen neuen Vorschlag, diese Unterredung zu einer früheren Stunde zu führen, Euch vorgebracht hat?" fragt Master Stratton, doch seine Fragen klingen wie Feststellungen. Er schaut Wickham dabei in die Augen und wundert sich etwas über den Blick, den Wickham ihm erwidert. Wickham antwortet nicht direkt, sondern wendet sich an Thomas: "Thomas, Thomas - muß ich Dich schelten? Sieh' doch, ganz mißverständlich hast Du den guten Master Stratton wiedergegeben. Erinnerst Du Dich, wie ich gerade in der Kabine noch sagte: 'Master Stratton ist ein Ehrenmann. Wenn er einen Termin zusagt, so kann man sich auf sein Wort verlassen wie auf die Peaks in Derbyshire'. Einen solchen Mann als wankelmütig darzustellen, solltest Du Dich nicht unterstehen. Was, wenn ich nun ernst genommen hätte, was Du mir berichtet hast? Dann hätte ich ja gar nicht anders können, als Master Stratton einen unsteten Lügner zu heißen!"

Wickham wendet sich an den Medicus:"Guter Master Stratton, ich bitte um Eure Nachsicht mit der Unfähigkeit meines Dieners. Nur keine Angst, ich werde ihm schon noch die notwendige Aufmerksamkeit einprügeln. Vielleicht ist aber sein Gehör nicht zum Besten - nun da wäre es ja wohl an Euch eine Kur zu ersinnen, die ihm ziemt - vielleicht ein paar Egel und dergleichen? - Ihr schaut so verwundert? - Man kann es Euch schwer verübeln. Doch seid getrost: Eure Beflissenheit meinem Wunsch nach Unterredung mit Euch nachzukommen ist mir durchaus bewußt. Eure Bitte an mich Euch die Unterredung heute nach dem Abendessen zugewähren, sei Euch von ganzem Herzen gewährt. Ich bin wirklich zuversichtlich, daß ich die Zeit erübrigen kann, so mich die Herren Offiziere hier an Bord nicht dazu zwingen Ihnen eine Revanche bei den Karten einzuräumen. Doch ist ja eine Seereise zumeist lang genug und so wird sich bestimmt ein Ersatztermin finden, falls mir wichtige Geschäfte unsere Unterredung heute unmöglich machen." Wickham atmet genußvoll die Seeluft ein, "So mein guter Master Stratton, Ihr wißt, daß ich nichts lieber tue, als mit Euch zu plaudern, doch muß ich dem Ruf der Natur folgen und etwas zu mir nehmen. - Kommst Du, Thomas?"

Wickham nimmt Thomas bei dem Arm und beide gehen flinken Schritts zu Tische...
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Vera
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Beitrag von Vera »

Thomas hatte die Neugier Schwester Ilsegarts geweckt. Was ist das nur für ein Mensch der erst eine Sünde um seines Herren Willen, diesen seltsamen Master Wickham, nicht eingesteht, geschweige denn Buße tut, und dann ganz offen zu ihr damit kommt?
Eine Statue war es also die er dem Toten Schotten entwendet hat.
Schwester Ilsegart ist auf dem Weg zur Gemeinschaftskabine als Thomas und Master Wickham sich offenbar auf dem Weg zum Lunch befinden.

"Master Wickham, Thomas", ruft die Nonne. Die beiden Männer drehen sich zu ihr um. "Hätten die Herren vielleicht nach dem Lunch Zeit mir diese Statue zu zeigen? Ich könnte fürwahr eine Hilfe bei der Indentifizierung sein, denn ich las schon viele dieser alten Bücher über heidnische Artefakte in meinem Kloster. Ich werde in der Gemeinschaftskabine auf die Herren warten."

"So sei es, wir sehen uns nach dem Lunch Schwester." erwidert Master Wickham und dreht sich wieder in Richtung Kapitänskajüte um seinen Hunger zu stillen.

Langsamen Schrittes begibt sich Schwester Ilsegart über das Deck zur Kabine, als sie sieht das Sam Higgins an der Reling lehnt und auf das Meer starrt. Seine Amulette baumeln um seinen Hals und klimpern im Takt der Wellen.

"Mister Higgins" Schwester Ilsegart setzt ihren vorwurfvollsten Blick auf, "heute Nacht wurde das Fenster der Passagierkabine aus irgend einem Grund geöffnet und wir wurden alle sehr unsanft geweckt. Offenbar öffnete keiner der Passagiere das Fenster, also wird es wohl kaputt sein. Wären sie so freundlich und würden dies dem Schreiner des Schiffes mitteilen auf das er das Fenster heute noch repariere?"

Neugierig blickt sie während des Gespräches auf die Amulette des Seefahrers.
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The Dodger
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Beitrag von The Dodger »

Völlig perplex und seine Wut nur mühsam unterdrückend sieht Gareth Wickham und Thomas nach. “Du verdammter Hurensohn!“ entfährt es Gareth – glücklicherweise nur im Flüsterton -, als die beiden aus seinem Blickfeld verschwunden sind.
Was glaubt dieser elende Aristokrat eigentlich, wer er ist? Schließlich ist er es gewesen, der eine Unterredung mit mir wollte, nicht andersherum. Soll ich mich dadurch etwa geehrt fühlen und auf Knien kriechen? Nicht wenn er König Englands wäre! Aber wenn er glaubt, meine höfliche Bitte nach einer zeitlichen Verlegung der Unterredung mit einer solchen Frechheit abschmettern zu können, hat er sich geschnitten. Wenn du wüsstest, worum du dich gerade gebracht hast, du Bastard! Du nennst mich einen unsteten Lügner? Wir werden ja sehen, was du davon hast.
Mit diesen und ähnlich wütenden Gedanken lehnt Gareth noch eine Weile an der Reling [OT]Und zwar nicht in ungesunder Haltung! Schließlich ist er Medicus![/OT], bis er seine Gefühle wieder einigermaßen im Zaum hat. In diesem Moment wird ihm schlagartig bewusst, wie hungrig er eigentlich ist. Also geht er Richtung Kombüse, um sich und Rose einen Teller voll Essen zu holen, was der Smutje auch immer zubereitet haben mag. Dieser reagiert im ersten Moment wieder äußerst barsch gegenüber Gareths Sonderwunsch, die Teller mitnehmen zu wollen, statt das Essen wie alle anderen im Aufenthaltsraum einzunehmen, doch nach ein paar höflichen Floskeln und einem Lob auf den Duft und die Erscheinung der Speisen, kommt er Gareths Bitte dennoch nach und drückt ihm zwei dampfende Schüsseln in die Hand, deren Inhalt schwer identifizierbar scheint, Gareth glaubt jedoch, dass es sich um einen Fischeintopf oder etwas dergleichen handeln muss.

Als er damit endlich wieder in der Passagierskabine ist, findet er Rose auf ihrer Koje sitzend vor.
"Seid Ihr ausgeruht, Ms. Roberts? Verzeiht mir, aber ich finde, Ihr seht noch immer sehr erschöpft aus." Er reicht ihr einen der Teller.
"Ich hoffe, das hier wird Euch stärken, auch wenn es auf den ersten Blick eher so aussieht, als wolle der Smutje uns nichts Gutes. Wenn Ihr Euch anschließend noch unwohl fühlt, werde ich Euch etwas Medizin geben, wenn Ihr das wollt."
Während Rose etwas murmelt, das wie ein Danke klingt, setzt sich Gareth ihr gegenüber auf den Boden und beginnt zu essen. Erstaunlicherweise schmeckt es besser, als es aussieht, auch wenn das immer noch nicht viel ist, doch Gareth hat seine Ansprüche an die Verpflegung an Bord bereits mit dem Frühstück aufgegeben. Im Verlauf des Essens spricht keiner ein Wort, doch die beiden sehen sich ständig verstohlen an. Dabei fällt Gareth auf, dass noch immer Trauen in Roses Augen liegt. Nach einiger Zeit bricht Gareth das Schweigen.

"Ms. Roberts, mir scheint, dass etwas schwer auf Eurer Seele lastet, das ihr mir noch nicht erzählt habt. Es schmerzt, mit ansehen zu müssen, wie Ihr Euch damit quält. Ich bitte Euch, tut Euch selbst etwas Gutes und erzählt es mir. Oder wenn ihr es mir nicht erzählen wollt, dann geht zu Schwester Ilsegart, sie wird bestimmt Verständnis für Euch haben und ein ihr anvertrautes Geheimnis sicher verwahren. Doch egal zu wem ihr geht, ihr solltet es mit jemandem teilen, damit es Euch besser geht."

Gespannt wartet Gareth auf Roses Reaktion, während Rose ihn ernst anblickt. Für einen Moment herrscht wieder Schweigen.
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Vera
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Beitrag von Vera »

Nach dem mäßigen Lunch begibt sich Schwester Ilsegart in die Gemeinschaftskabine und setzt sich auf ihre Koje wo sie beginnt in der Bibel die Offenbarungen des Johannes zu lesen.
Nach einer Weile öffnet sich die Tür zur Kabine. Thomas und Master Wickham kommen durch diese. Schwester Ilsegart will gerade aufstehen und Master Wickham ansprechen, doch dieser geht, ohne sie eines Blickes zu würdigen, an ihr vorbei und läßt hinter sich die Tür seiner Kabine ins Schloß fallen. Verduzt steht Schwester Ilsegart neben ihrem Bett als Thomas aus der Kabine seines Herren tritt und sie anspricht:
"Werte Schwester Ilsegart, mein Herr ist nun bereit Sie zu empfangen." Schwester Ilsegart erwidert:
"Wie schon unser aller Herr uns gebot: Du sollst der Obrigkeit Untertan sein, werde ich seiner Bitte folge leisten."
Thomas und Schwester Ilsegart betreten Wickhams Kabine. Neugierig schaut sich die Nonne um. Eine wahrlich nobel eingerichtete Kabine die dieser Master Wickham bewohnt. Er scheint entweder dem Teufel zu dienen, oder aber von Gott bevorzugt behandelt zu werden. Sie nimmt sich vor genau das auf der Fahrt nach Westindien herauszufinden und ihn gegebenenfalls zu läutern.
"Master Wickham, Ihr wolltet mich wegen dieser Statue sprechen."
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Lhankor Mhy
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Beitrag von Lhankor Mhy »

"Wenigstens war es größtenteils eßbar, wenn auch die Anwendung des Begriffs 'genießbar' hier verfehlt wäre." spricht Wickham, während er mit Thomas über das Deck schlendert. Thomas beugt sich etwas zu Wickham und sagt leise: "Master Geoffrey, vergeßt bitte nicht, daß Ihr Schwester Ilsegart erlaubt habt Euch heute nach dem Essen wegen der Statuette aufzusuchen." Wickham erinnert sich, nickt kurz und geht entschlossen zur Türe der Gemeinschaftskabine, "Dann komm, Thomas, auf daß wir es bald hinter uns bringen und unsere Fragen beantwortet werden. Ich muß noch ein paar Vorbereitungen treffen, dann kannst Du die Ehrwürdige Schwester holen gehen."

Wickham öffnet geräuschvoll die Tür und tritt eilig ein - Thomas nur einen Schritt hinter ihm. In Wickhams Gedanken schiebt sich wie ein Schleier die Erinnerung an den Traum der letzten Nacht - den toten Schotten, das gräßliche, schwarze, alles verschlingen wollende Maul. Bei seinem Eintreten steht Schwester Ilsegart erwartungsvoll auf, doch Wickham eilt ohne sie richtig wahrzunehmen in seine Kabine und wirft die Türe zu, daß Thomas nur durch seine Behendigkeit ihm folgen kann, ohne mit der zufallenden Tür zu kollidieren.

Wickham macht sich sofort daran die Statuette aus ihrem behüteten Platze, an dem er sie verborgen hatte, hervorzuholen - nicht ohne vorher das Versteck auf seine Unversehrtheit zu prüfen. Nachdem er sich sicher ist, daß niemand sich an dem Versteck zu schaffen gemacht hatte, der dabei Spuren hinterließ, holt er die Statuette - in eines seiner guten Taschentücher eingewickelt - hervor und stellt diese Bündel auf einer der Reisetruhen ab.

Wickham blickt Thomas in die Augen und nickt ernst. Thomas eilt aus der Tür in die Gemeinschaftskabine und kehrt mit Schwester Ilsegart zurück. Nachdem sie in Wickhams Kabine getreten ist, schließt Thomas sorgfältig die Türe und hält die Ohren offen für Vorgänge jenseits davon.

Die Nonne schaut sich etwas in Wickhams Kabine um. Die Titel seiner Bücher vermag sie bei dem schlechten Lichte kaum zu entziffern, aber mit Erleichterung erkennt sie in einem eine Bibel-Ausgabe. 'So ist Master Wickham vielleicht doch nicht ganz so fern der spirituellen Wahrheit wie sein weltliches Gehabe vermuten lassen.' denkt sie und spricht: "Master Wickham, Ihr wolltet mich wegen dieser Statue sprechen."

Wickham erhebt sich und weist auf das Bündel auf einer der Reisetruhen: "Gute Schwester," sagt er ernst, "Ihr habt meinen manchmal vielleicht allzu hilfsbereiten Diener Thomas beobachtet, wie er etwas aus dem näheren Besitz seines unglücklich noch vor unserem Ablegen verschiedenen Landsmannes an sich genommen hat. Dies geschah nur aus dem Grunde, um besser die Herkunft und eventuell zu benachrichtigende Familie des Unglücklichen ermitteln zu können. Duch das voreilige Eingreifen des darin leider etwas unbedarften Kapitäns Clifford wurde dieser gutgemeinte Versuch leider vereitelt. Das was er bei dem toten Schotten gefunden hat, befindet sich in dem Bündel, welches Ihr auf jener Truhe dort seht."

Die gute Schwester will sogleich nach dem Bündel greifen, doch Wickham vertritt ihr den Weg und sagt: "So wartet bitte noch eine kurze Weile und laßt mich Euch meine bisherigen Erkenntnisse und Eindrücke vermitteln, bevor Ihr Euch mit dem Inhalt des Bündels, einer kleinen hölzernen Statuette, befaßt." Wickham seufzt leicht und fährt unter dem neugierigen Blick der Schwester fort: "Diese Statuette ist eine krude Arbeit und von geringem Wert, sowohl des Materials als auch der Kunstfertigkeit, mit der sie angefertigt wurde. Dennoch ist irgendetwas mit ihr nicht geheuer. Die Machart ist keine, die in unseren Landen oder auf dem Kontinent verbreitet wäre. Die Darstellung - es ist eine Art Mann mit übergroßem Kopf und Maul - ist höchst ungewöhnlich. Vor allem ist es ungewöhnlich, daß sich solch ein Gegenstand in den Händen eines schottischen Landsmanns befunden hat, da er auch keiner keltischen Richtung zu entspringen scheint, die in Schottland trotz der Verbreitung der Worte unseres Herrn immer noch Verehrung erfährt."

Wickham setzt sich auf seine Koje. Die Knie sind ihm plötzlich etwas weich geworden und er hat das unangenehme Gefühl, daß dies nicht an der Qualität des Essens liegt - zumindest nicht allein. "Schwester Ilsegart, sagt, glaubt Ihr an Träume und deren Bedeutung als Omen oder ähnliches?" fragt Wickham und schaut der Nonne dabei offen in die Augen. Schwester Ilsegart ist etwas verwundert. Ein augenscheinlich doch gottesfürchtiger Mann wie Wickham kommt mit einer Frage über Aberglauben daher: "Die Wege des Herrn sind wundersam und für uns Menschen oftmals schwer ergründlich. Es mag vorkommen, daß der Herr es vorzieht, bestimmte Botschaften den Seinen im Schlafe als Traum zuteil werden zu lassen. Jedoch ist in der Regel mit der Traumdeutung ein eher bodenständiger Aberglaube verbunden, den keine gute Christenseele dulden oder gar fördern sollte. Doch Ihr seht ernstlich besorgt aus. Darum: öffnet Euch und ich will tun, was in meiner Macht steht, Euch zu helfen."

Wickham blickt zu ihr auf: "Gute Schwester, ich hatte letzte Nacht einen Traum, der mich doch sehr erschüttert hatte." Wickham berichtet ihr von seinem Traum vom Schotten und dessen sich weiter und weiter dehnendem, alles zu verschlingen scheinenden Mund - wobei er die Passagen der intriganten mordenden Seeleute und des verräterischen Medicus als nicht erwähnenswert betrachtet. "Ihr seht, der Traum allein ist unangenehm, doch kennt ein jeder dies, wenn er am Abend etwas unrechtes gegessen hat, daß er dann schlecht schläft und wirr träumt." spricht Wickham und fährt fort: "Was mich jedoch etwas besorgt ist, daß das Verhalten des toten Schotten und auch sein viel dunklerer Hautton so sehr der kleinen Statuette ähneln, daß es kaum zufällig sein kann." Wickham wischt sich mit einer fahrigen Handbewegung etwas kalten Schweiß aus der Stirn und ergänzt: "Mein größtes Unbehagen rührt jedoch daher, daß ich im Traume die Statuette des Schotten in ihrem Wesen personifiziert durch den toten Schotten erlebt habe, OHNE DAß ICH VORHER DIE STATUETTE ÜBERHAUPT ANGESEHEN HÄTTE!" Wickhams Stimme wird unwillkürlich lauter. Nur mühsam kann er sich bremsen und seine Fassung etwas wiedergewinnen. Jetzt, da er offen gesagt hat, was ihm den ganzen Tag bereits keine Ruhe gelassen hat, geht es ihm schon etwas besser. 'Sicherlich gibt es eine ganz harmlose und natürliche Erklärung dafür, doch wurmt es mich innerlich schon so etwas am eigenen Geiste erfahren zu müssen.' denkt er bei sich.

Die Schwester schaut Wickham nachdenklich an. 'Vielleicht mag es sich doch um eine Eingebung handeln. Aber - was könnte der Herr dem Master Wickham eingeben wollen?' Laut sagt sie: "Um mir einen besseren Eindruck von dem zu verschaffen, was Eure Seele plagt, sollte ich nun vielleicht besser einen Blick auf die besagte Statuette werfen, nicht wahr?"

Wickham nickt und schaut zu wie Schwester Ilsegart das kleine Bündel aufhebt und beginnt es auszuwickeln. Langsam, ohne jegliche Hast und behutsam, als wäre es ein Neugeborenes, wickelt die Nonne die Statuette aus. Endlich liegt die Statuette schwarz glänzend auf dem Tuch. Die Schwester nimmt die kleine Figur in die Hand und tritt etwas zum einzigen Lichtfenster der kleinen Kabine um einen besseren Blick zu haben.

Die kruden Windungen der Figur sind unschön anzusehen. 'Das ist so ganz anders als die Werke unserer Herrgottsschnitzer' denkt Schwester Ilsegart. Das Holz fühlt sich merkwürdig warm an und das riesenhafte Maul der dargestellten Kreatur, welches so gar nicht nach der gesunden Natur, wie sie der Herr geschaffen hat, aussieht, zieht den Blick wieder und wieder an. Schwester Ilsegart versucht sich zusammenzunehmen und auf die Untersuchung zu konzentrieren, doch ertappt sie sich immer wieder dabei, wie ihr Blick minutenlang von der Schwärze der Tiefe des Riesenmauls angezogen und festgehalten wird. 'Ich kann so garnicht recht denken. Was irritiert mich nur so?' denkt sie. Entschlossen verhüllt sie die Figur wieder und wickelt sie in Wickhams Taschentuch ein.

Behutsam stellt sie das Bündel der eingewickelten Figur wieder auf Wickhams Reisetruhe ab. Ihre Hand fühlt sich auf unbestimmt Art erleichtert, als sie die Figur abstellen und loslassen durfte. 'Ein seltsames Kunstwerk, das der arme Schotte da bei sich hatte.' denkt sich Schwester Ilsegart und wendet sich an Wickham: "Master Wickham, ich würde Euch gerne mehr helfen in dieser Angelegenheit, als ich es zur Zeit vermag. Über die Figur kann ich aus dem Stehgreif nichts Weiteres sagen, das Eure eigenen Erkenntnisse ergänzen könnte. Doch werde ich noch einmal in mich gehen und darüber nachdenken."

Geoffrey Wickham ist ein arroganter Mann mit vielen weltlichen Lastern, doch in diesem Augenblick empfindet sie Mitleid mit ihm. Ihr Wille Trost zu spenden, wo immer Bedarf ist, bricht sich seine Bahn und sie sagt: "Ihr seid bedrückt, Master Wickham. Ich weiß, daß Ihr nicht ein guter Katholik wie Euer Diener seid, doch biete ich Euch an, wann immer Ihr Trost für Eure Seele benötigt, mit mir zu beten. Gott wird durch meine Kraft auch Euch erhören, selbst wenn Ihr nicht den rechten Glauben habt. Seine Kraft und Sein Trost wird Euch erfüllen und Ihr werdet Eurer Sorgen ledig." Schwester Ilsegart streicht Wickham sanft über den Kopf und wendet sich zum Gehen.

Thomas, aufmerksam wie immer, öffnet der Nonne die Tür. In der Türe dreht sich die Schwester noch einmal kurz um und sagt zu Wickham und Thomas gewandt: "Ihr guten Männer seid sicherlich viel weiter erfahren in den Dingen der Welt als ich. Vielleicht solltet Ihr einmal einen ähnlich erfahrenen Reisenden und Gelehrten zu Rate ziehen. Möglicherweise kann jener Eure Fragen besser beantworten als ich. Doch für Eure Seelennöte will ich Euch beiden gerne Trost und Kraft spenden. Einen guten Tag noch. Masters"

Schwester Ilsegart geht in den Gemeinschaftsraum, in dem der Medicus und Rose gerade ihr Essen zu sich nehmen. Thomas schließt erst einmal wieder die Türe...
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Tradain
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Beitrag von Tradain »

Ich wache erst langsam aus dem unruhigen Schlummer auf, der mich von mir unbekannte Zeit von diesem Schiff entfernt und mich in das London meiner Kindheit zurückgeführt hat....damals mußte ich wenigstens nicht fürchten aufgehängt zu werden.
Traurig hänge ich meinen Gedanken nach als erst der Adelige und dann Schwester Ilsengart mit Thomas vorbeigehen und mich nicht einmal bemerken.
Aus dem Raum nebenan dringt gemurmel, aber ich verstehe die Worte nicht.
Einen Moment später erscheint Gareth an meiner Lagerstatt und ich freue mich trotz allem ihn zu sehen, leise murmrlr ich ein Dankeschön, als er mir die Schüssel reicht. Ich bin immer noch in Gedanken, aber nun kreisen sie eher um die Zukunft und ich frage mich, ob der Medicus etas ahnt, denn er schaut mich immerzu an, doch wenn ich seinen Blick erwidern will scheint der Eintopf doch interessanter zu sein.
Plötzlich wird es laut in der Kabine Wickham`s :...OHNE DAß ICH VORHER DIE STATUETTE ÜBERHAUPT ANGESEHEN HÄTTE!!....Merkwürdig denke ich mir und wundere mich sehr über den ängstlichen Ton und die sich überschlagende Stimme, die nicht zu dem eingebildeten Wickham passen wollen. Fragend schauen wir uns an, Gareth steht auf
"Ms. Roberts, mir scheint, dass etwas schwer auf Eurer Seele lastet, das ihr mir noch nicht erzählt habt. Es schmerzt, mit ansehen zu müssen, wie Ihr Euch damit quält. Ich bitte Euch, tut Euch selbst etwas Gutes und erzählt es mir. Oder wenn ihr es mir nicht erzählen wollt, dann geht zu Schwester Ilsegart, sie wird bestimmt Verständnis für Euch haben und ein ihr anvertrautes Geheimnis sicher verwahren. Doch egal zu wem ihr geht, ihr solltet es mit jemandem teilen, damit es Euch besser geht."
Vielleicht sollte ich das, aber ich kann Euch nicht anvertrauen um was es geht. Ich bedanke mich für Eure Fürsorge und ich werde in mich gehen und darüber nachdenken, wer die richtige Ansprechperson für mein Dilemma ist.
Ein kleines Lächeln vertreibt die schlechte Stimmung aus dem Raum
Doch ich hoffe immer noch auf Euer Geigenspiel diesen Abend!
In diesem Augenblick öffnet sich die Tür und die Schwester verlässt den Raum Wickham`s
"Ihr guten Männer seid sicherlich viel weiter erfahren in den Dingen der Welt als ich. Vielleicht solltet Ihr einmal einen ähnlich erfahrenen Reisenden und Gelehrten zu Rate ziehen. Möglicherweise kann jener Eure Fragen besser beantworten als ich. Doch für Eure Seelennöte will ich Euch beiden gerne Trost und Kraft spenden. Einen guten Tag noch. Masters"
Langsam frage ich mich was hier eigentlich los ist....Seelennöte? Sollte es hier noch andere geben, die sich im Inneren mit etwas quälen?
Ich beschließe mich genauer darum zu bemühen...zu Gareth gewandt:"Master Stratton, spielt Ihr Karten?"
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